31. Mai 2008

Der Song zum Wochenende

Es gibt halt doch immer noch Sachen, die irgendwie an mir vorbei gehen. Musikalisch gesehen meine ich jetzt. Ich bin kein wirklich grosser Reggae-Fan (daher kommt es wohl auch, dass ich nie weiss wie man das Wort genau schreibt... grrrr!), entsprechend entdecke ich so Dub- oder Dancehall-Sachen meist erst mit etwas Verspätung. So auch diese Geschichte hier: The Easy Star All-Stars.

Die haben sich ganz bescheiden das Album "Dark Side of the Moon" von Pink Floyd geschnappt und daraus ein Dub-Reggae-Album gemacht. Song für Song sauber nachgespielt. Und ich gebs zu, das klingt echt super. Zumindest fand ich das am Mittwoch, anlässlich einer spontanen Grillparty, zu eher später Stunde. Und darum nun ein Ausschnitt aus dem Album, "Money". Man beachte die Geräusche am Anfang des Songs, welche das Original locker in den Schatten stellen.

30. Mai 2008

Ein Konzert im seeehr kleinen Kreis!

Würde ich ein Konzert spielen, wenn der Saal nur halbvoll (und das ist noch übetrieben) ist? Diese Frage habe ich mir gestern Abend im KIFF gestellt. Auf der Bühne standen erst die Delilahs aus Zug und danach dann die Hushpuppies aus Frankreich. Beides eigentlich gute Namen. Vorallem die jungen Frauen welche sich Delilahs nennen dürfen sich in den letzten Wochen nicht über mangelndes Airplay beklagen. Es vergeht beinahe kein Tag, an dem DRS3 ihre Single "Bring me Love back" nicht spielt. Und trotzdem haben sich zu Konzertbeginn gerade mal eine (grosse) Handvoll Zuschauer in den KIFF-Saal verlaufen. Ok, es war natürlich von Petrus etwas fies, dass es genau zu der Zeit angefangen hat mit regnen, als potentielle Gäste sich auf den Weg Richtung Telli machen wollten. Auch uns hats komplett verregnet und Saaltemperatur sei dank wurde das Shirt irgendwie den ganzen Abend über nicht mehr wirklich trocken.

Die Delilahs haben ein solides Konzert abgeliefert. Sie liessen sich auch von zwei kleinen Pannen und einem Biersee auf der Bühne nicht von ihrem Spiel abbringen. Überrascht hat mich vorallem die Schlagzeugerin, welche ja noch nicht wirklich lange dabei ist, sich aber sensationell ins Trio eingefügt hat. Neben ihrer Hitsingle haben die 3 jungen Frauen ein Set abgeliefert, welches echt mehr Zuhörer verdient gehabt hätte. Aber eben, es ist halt Aarau und das Publikum scheint irgendwie verwöhnt. Wenn nicht gerade die ganz grossen Namen auf der Bühne stehen, bleibt man bei dem Wetter vielleicht lieber zu Hause und schaut fern. Oder so.

Mit halbstündiger Verspätung gabs dann den Hauptact. Die Hushpuppies aus Frankreich, Region Perpignan. Komische Vögel, irgendwie. Ich hab die Band schon gekannt, in der französischen Indie-Szene haben sie sich dank vielen Konzerten einen Namen gemacht. Irgendwie hatten die Jungs glaub überhaupt keine Lust aufzutreten, die Unlust wurde vermutlich mit ein paar "aufbauenden Präperaten" aus der Welt geschaffen. Jedenfalls waren der Bassist und der Sänger überraschend fit und aufgedreht. Musikalisch war auch diese Band 1A. Und die Leute, die da waren, die hatten durchaus ihren Spass. Jedenfalls wurde vor der Bühne fleissig getanzt und gehüpft. Der Vorteil bei Konzerten mit wenig Leuten, es hat viel Platz. Was für einmal auch nicht unangenehm war. Der Sound der Hushpuppies lässt sich wohl mit dem Begriff Garage-Rock am besten erklären. Die Franzosen erinnnern in manchen Songs auch an Bands wie The Hives oder The Kooks, also an die neue Britpop-Generation. So war dann nach dem Konzert auch häufiger zu hören, dass das ganze Set irgendwie geklaut gewesen sei. Aber eben, allen kann man es eh nie recht machen. Ich fand das Konzert total stark. Klar, die Band präsentierte sich arrogant, aber das hat wohl zum Image gehört und dass sie die Bühne ohne eine einzige Zugabe nach nur einer Stunde verlassen haben, hat wohl dann definitiv mit dem mageren Zuschaueraufmarsch zu tun gehabt!

29. Mai 2008

Lass sie reden... singen die Ärzte

Und damit haben die Jungs aus Berlin sowas von recht. Ich hab den Song in den letzten Tagen schon häufiger im Radio gehört, aber den Text irgendwie nie richtig verstanden. Darum hab ich ihn mal gegoogelt und muss sagen, selbsternannt "beste Band der Welt" trifft den Nagel mal wieder auf den Kopf. Ganz unter dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gar ungeniert" haben Farin, Bela und Rod nen Song eingespielt, der mir - zumindest in manchen Fällen - so richtig aus dem Herzen spricht.

Es geht um Nachbarn die spekulieren ob du ein Bankräuber bist oder heimlich deinen Damenbart rasierst. Um üble Nachrede, Behauptungen, Gerüchte. Herrlich.

Jetzt wirst du natürlich mit Verachtung gestraft
Bist eine Schande für die ganze Nachbarschaft
Du weisst noch nicht einmal genau wie sie heissen
Während sie sich über dich schon ihre Mäuler zerreissen

Vorallem der Refrain hat es in sich. Als Neo-Solist in einer Kleinstadt kennt man solche Sprüche doch aus dem FF:

Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin
Die meisten Leute haben ja gar nichts Böses im Sinn
Es ist ihr eintöniges Leben was sie quält
Und der Tag wird interessanter wenn man Märchen erzählt

Gegen Ende der Lyrics reden oder besser singen die Ärzte dann Klartext und packen den Stier bei den Hörnern (wieder so eine olle Redewendung, ich weiss!).

Und wahrscheinlich ist ihnen das nicht mal peinlich
Es fehlt ihnen jede Einsicht und wieder mal zeigt sich
Sie sind kleinlich und vermeindlich fremdenfeindlich

Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten leute haben ihre Bildung aus der BILD
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht aus
Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht

Lass die Leute reden, denn wie das immer ist
Solang die Leute reden machen sie nichts Schlimmeres
Und ein wenig Heuchelei kannst du dir durchaus leisten
Bleib höflich und sag nichts - das ärgert sie am meisten


Und wer nicht nur immer Text lesen, sondern auch ein bisschen Musik hören will. Der drückt jetzt einfach hier unten auf den Playknopf und zieht sich den Song rein. Viel Spass dabei!



28. Mai 2008

Ich weiss wer die Euro 08 gewinnt!

Ich leg mich mit dem heutigen Tag mal fest. Überall gibts jetzt ja wieder die beliebten Tippspiele und in den Kneipen laufen die Diskussionen rund, wer denn die Euro 08 in der Schweiz und Oesterreich wohl gewinnen könnte. Meinen eigentlichen Tipp hab ich eh schon vor einigen Monaten abgegeben und zwar bei bwin, als die Quoten noch so richtig toll waren.

Also, hier meine Theorie, wie diese Europameisterschaft ablaufen könnte. Oder anders gesagt, meine Glaskugel hat mir verraten, wer weiter kommt und wer rausfliegt. Beginnen wir mit der Gruppe A. Köbi Kuhn ist meiner Meinung nach der falsche Trainer für die Schweizer Nati oder besser, er setzt auf die falschen Spieler. Darum scheitert die Schweiz leider schon die Vorrunde, ein den Viertelfinal stossen darum Portugal und die Türkei. Die Tschechen sind glaub irgendwie zerstritten und landen auf dem letzten Platz der Gruppe A.

Gruppe B: Oesterreich kommt nicht nur nicht weiter, sondern schiesst nicht einmal ein einziges Tor und kriegt dafür in 3 Spielen etwa 10 Kisten rein. Nicht ganz so dramatisch die Polen, aber für Runde 2 reicht es trotzdem nicht. Gruppensieger wird Kroatien, auf Platz 2 landet Deutschland.

Die Gruppe C ist die Killergruppe. Jedes der Teams hat die Möglichkeit weiter zu kommen. Es setzen sich aber - mit sehr viel Mühe - Italien und Frankreich durch. Wobei Italien die Gruppe gewinnt. Die 4 Teams unterscheiden sich in der Endabrechnung aber nur durch die Tordifferenz!
Schliesslich in der Gruppe D, welche für mich persönlich die unatraktivste ist, landen Russland und Schweden auf den ersten beiden Plätzen. Spanien und Griechenland scheitern. Was gerade für die Spanier bei grossen Turnieren ja nichts neues ist.

In den Viertelfinals stünden dann also Portugal, Türkei, Deutschland, Kroatien, Frankreich, Italien, Russland und Schweden. Zu wünschen wären sich da dann Partien wie zum Beispiel Kroatien gegen die Türkei. Zumindest auf dem Papier durchaus explosiv, nicht zuletzt wenn man noch ein bisschen die Geschichtsbücher durchblättert. Was dann heissen würde das Portugal gegen Deutschland in die Hosen müsste. Auf dem zweiten Tableau würde Frankreich gegen Russland und Italien gegen Schweden spielen.

Halbfinals: Kroaten vs. Deutschland und Frankreich vs. Italien. Was dann zwangsläufig zum Finale Kroatien gegen Frankreich führen würde! Nun, vom Herz her heisst der Europameister natürlich dann ganz klar Frankreich. Allez les Bleus. Da ich aber mein Geld nicht ungern in falsche Wetttipps investiere, habe ich dieses Jahr nicht auf mein Herz, sondern auf meinen Verstand gesetzt. Der Europameister 2008 heisst darum Kroatien! Das Team von Trainer Bilic besteht aus routinierten, etwas älteren Spielern gemischt mit jungen Wilden. Dazu kommen mit Petric und Rakitic zwei "Schweizer" in Topform. Für mich - und zahlreiche Experten wie Lothar Matthäus oder Thorsten Fink - sind die Kroaten die Geheimfavoriten dieses Jahr.

So, jetzt wissen alle, wie die EM läuft. Wer also in Urlaub fahren will oder sonst keine Lust hat, den Juni vor der Flimmerkiste zu verbringen, der hat die nötigen Infos jetzt erhalten. Wobei ich zugeben muss, dass ich natürlich auch Freude hätte, wenn die Schweizer Nati möglichst weit kommen würde. Das wäre natürlich das Beste, was dieser EM passieren könnte! Oder auch ein Sieg der Oesterreicher gegen einen sogenannten "Grossen" wäre sympa. Und genau darum ist der Fussball doch auch so spannend, weil schlicht und einfach alles möglich ist. Mit einer Ausnahme vielleicht, dass die Ösis Europameister werden.

Eure EM-Tipps sind herzlich Willkommen in den Kommentaren!! Hier gibts zudem noch Infos zum Blogger Tippspiel zur Euro 08.

Nachtrag: Soeben hab ich auf DRS4 die Medienkonferenz des SFV gehört und erfahren, dass Mario Eggimann und Thomas Häberli nicht zur EM fahren. Ich gebs zu, ich mag den Köbi Kuhn nicht wirklich leiden. Aber mit dieser Entscheidung hat er bei mir auch noch die letzten Punkte verloren. Häberli und Eggimann waren in einer super Form, aber Köbi scheint das - einmal mehr - egal zu sein. Er setzt weiterhin auf seine "Bänkliwärmer", die zum Teil null Spielerfahrung sammeln konnten in den letzten Monaten. Man wird sehen, was die Entscheide von Schlaftablette Kuhn für sportliche Folgen haben werden, in den ersten (letzten?) drei Spielen bei der EM.

27. Mai 2008

Guter Film, schlechter Film?

Ja, ich lebe noch, danke für die Nachfragen! Nachdem ich gestern mal kein Post in meinem Blog gestellt habe. Aber irgendwie war das Wetter zu schön und am Abend hatte ich dann noch zwei Sitzungen, die etwas länger gedauert haben als erwartet. Dafür sehr ergiebig waren. Ich werde übrigens den Eindruck nicht los, dass derzeit alle Menschen heiraten und zuvor noch heftig poltern wollen/müssen. Zudem steht sei gestern Abend fest, dass die Partyreihe "Monsieur Fischer präsentiert Hits'n'Shits" im Herbst im KIFF Aarau weitergeführt wird. Da hatte das Bloggen gestern Montag halt einfach für einmal keinen Platz mehr.

Aber darüber will ich ja eigentlich gar nicht schreiben. Vielmehr gehts um einen Film den ich am Sonntagabend in einem Pub (ja auch da kann man Filme schauen nach Feierabend) zufällig geschaut habe. Eigentlich wollte ich ja nach Hause gehen, aber so mit ein paar Leuten zusammen so nen richtig schlechten Film schauen, das hat durchaus was. Es lief der Streifen "The Breed". Fünf Freunde verbringen in einem Haus am See ein Party-Weekend. Gestört werden sie dabei von blutrünstigen, mutierten Kampfhunden. Eine Handlung hat man während rund 90 Minuten vergeblich gesucht. Dafür waren wir uns bereits nach 2 Minuten einig, dass der Schwarze wohl zuerst ins Gras beissen wird. Was dann nach gut 30 Minuten auch geschah. Das Schema des Films war sowas von plump und durchschaubar. Sämtliche Klischees eines Horrorfilms wurden bedient. Der Film blieb sogar in der Schlussszene lächerlich, als sich die Überlebenden in Sicherheit wähnten, kam noch einmal ein Kampfhundi und stürzte sich auf die restlichen Freunde. Dann Abspann, dann fertig Film. Schlimm! Aber eben, so bei einem Glas Rotwein, Chips, lustigen Leuten und zu später Stunde tut man sich dann halt auch mal so einen Film an, unter endlosen Sprüchen versteht sich!

Was ich mich dann aber gestern im Laufe des Tages mal gefragt habe, warum nimmt Teleclub überhaupt solche Trash-Filme ins Programm auf? Schliesslich bezahlt man ja für den Sender nicht wenig Geld und da dürfte man dann doch erwarten, dass da im Gegensatz zu RTL2 oder Kabel1 oder SuperRTL wenigstens Filme mit Qualität ausgestrahlt werden und keine US-amerkanisch-Südafrikanischen Co-Produktionen mit namenlosen Schauspielern. Ein Blick ins Teleclub-Programm vom Juni hat mir dann gezeigt, dass da noch weitere B-Movies auf die Abonnenten zukommen werden. Hilfe! Nach dem Serien-Hype kommen jetzt schlechte Filme in Mode?

Letzte Nacht war übrigens die erste sogenante "tropische Nacht" des Jahres 2008. Entsprechend hab ich schlecht geschlafen, weil zu warm gehabt. So hab ich mich um Mitternacht nochmal ins Wohnzimmer geschlichen und das TV-Gerät angemacht. Ja, so läuft das jetzt halt wenn man keine Flimmerkiste mehr im Schlafzimmer hat... Da bin ich dann auf ZDF zufällig auf den Film "Bin ich sexy?" gestossen. Der war als Komödie ausgewiesen im Programm. Molliges Mädchen möchte Model werden, hat natürlich keine Chance. Verliert dann durch eine Krankheit noch alle Haare und wird nur durch Zufall von ihrer Mutter vom Selbstmord bewahrt. So Komödie fand ich den Film eigentlich nicht. Aber ich fand ihn gut. Er hatte Inhalt, hat zum Nachdenken angeregt und war am Schluss sogar richtig traurig. Zudem stand mit Birge Schade eine tolle Schauspielerin vor der Kamera, die Frau ist mir schon in Filmen wie "Herbstmilch", "Jenseits der Stille" oder "Baader" aufgefallen und ich finde sie echt der Hammer!

Noch nicht so ganz sicher bin ich mir, ob der neue Indiana Jones zu den guten oder zu den schlechten Filmen zählt. Ich hab ihn zwar noch nicht gesehen, obwohl es eigentlich geplant war am Weekend. Aber eben, plan mal ein Single-Weekend ;-) Man hört über den Film Lobgesänge und im Gegenzug dann auch gleich wieder massive Verrisse. Irgendwann werd ich es hoffentlich noch schaffen, mir selber ein Bild zu machen. Allerdings startet ja am Donnerstag noch "Sex and the City". Ja auch auch Männer können sowas gut finden. Und den möcht ich ja auch noch schauen. Und in einer Woche startet dann die Fussball-EM. Dazu die Polterabende, Hochzeiten, Abschiedsparties vor der grossen Reise nach XY und irgendwie haben auch noch Menschen Geburi. Hey, Juni ich liebe dich. Ab dem ersten des neuen Monats schmeiss ich meine Agenda (die ich mir erst vor kurzem zugelegt habe, damit ich meine Geistesblitze irgendwie festhalten kann) in den Müll und nehms einfach wieder so wies grad kommt.

25. Mai 2008

Sonntag am Meer



Ok, nicht so wirklich. Aber wenn man den iPod aufsetzt, die richtige Musik anstellt und nur ein bisschen Fantasie hat dann klappt das mit dem Meer auch in Aarau am Ufer der Aare nicht schlecht... Dazu ein bisschen lesen, lernen und ein Eis. Perfekt. Schönen Sonntag allerseits!

24. Mai 2008

Der Song zum Wochenende

Gestern nach einer arbeitsintensiven Woche hab ich mir zu deren Abschluss noch ein Konzert gegönnt: Russkaja! Ich gebs zu, viel hab ich von dieser Band zuvor nicht gewusst. Anhand vom Namen konnte man darauf schliessen, dass die Truppe wohl russische Volksmusik machen wird. Was dann aber auf der KIFF-Bühne geboten wurde war mehr als einfach Musik; es war ein SKA-Feuerwerk! Die Band stand knapp 5 Minuten auf der Bühne als der gut gefüllte Saal schon getobt hat. Wahnsinn. Die Musiker waren alle samt Meister ihres Fachs, der Unterhaltungs- und Spassfaktor lag bei gut 100 Prozent. Kurz, wer da war wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil nach fast 2 Stunden hinterliessen Russkaja einen Saal voller begeisterter Zuschauer, sowie ein paar Wodka-Leichen.

Die Band gibts übrigens auch regelmässig im österreichischen Fernsehen. Bei "Willkommen Oesterreich" unterstützen sie Stermann und Grissemann bei ihren Late-Night-Schandtaten.

23. Mai 2008

Monsieur meets Madonna!

Zusammen mit 69'999 anderen Madonna-Fans werde ich am 30. August also nach Dübendorf (wääh, da war ich mal im WK) pilgern und die Pop-Göttin bei ihrer Performance beobachten. Ja, ich habs mir tatsächlich lange überlegt ob ich mir das Ticket leisten soll oder nicht. Aber in Anbetracht dessen, dass ich Madonna seit meiner frühesten Jugend endlich einmal live sehen wollte, "lohnt" sich die Investition halt doch irgendwie. Ich mag mich erinnern, dass ich als Jugendlicher mal mit meinen Eltern in Italien im Urlaub war und es in Mailand ein Madonna-Konzert gab, ich wollte da mit meinem damaligen Schulfreund Dani unbedingt hin, aber meine Eltern wussten das damals - verständlicherweise - erfolgreich zu verhindern.

So hole ich das Konzert halt jetzt im beinahe biblischen Alter nach und besuche Frau Madonna Louise Ciccone Ritchie in Dübendorf. Wobei ich ja zugeben muss, dass Dübendorf irgendwie wesentlich weniger sexy klingt als Mailand oder Paris. Aber das spielt am Schluss auch keine Rolle, Madonna kommt und Monsieur Fischer ist dabei. Und freut sich jetzt schon wie ein kleiner Bub vor dem Weihnachtsbaum, die Frau endlich mal live zu sehen, die in den 80er Jahren bei ihm für unruhige Nächte und schwer definierbare Träume gesorgt hat. An dieser Stelle noch ein Dank an Adi's Biene, welche heute in aller Früh am Bahnhof für die Tickets angestanden ist!

PS: Scheinbar ist das Konzert ausverkauft? 30'000 Tickets in 30 Minuten, das schlägt laut DRS3 sogar das U2-Konzert in Zürich vor drei Jahren. Das Kontingent vom Ticketcorner ist scheinbar auch schon weg. Hätte ich echt nicht gedacht, dass das bei den Preisen grad soooo schnell geht. Wow!

22. Mai 2008

Fernsehen ist blöööööd

Zumindest könnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man sich die folgende Meldung aus der NZZ-Online durchliest:

"Schweizerinnen und Schweizer verbrachten im vergangenen Jahr weniger Zeit mit Fernsehen als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Dauer des Fernseh-Konsums im Jahr 2007 in allen drei Landesteilen abgenommen, teilweise signifikant. Frauen und die Altersgruppe der über 45-Jährigen hören mehr Radio."

Gleichzeitig berichtet dafür eine Zeitung aus Österreich, dass in unserem Nachbarland die Kinder und Jugendlichen so lange vor der Flimmerkiste sitzen wie noch nie. Ich für meinen Teil - der dem Kindsalter definitiv seit einigen Jahren entwachsen ist - kann nur feststellen, dass ich tatsächlich viel weniger TV schaue als zum Beispiel noch vor einem Jahr. Gestern war glaub der erste Abend seit Monaten, wo ich mal wieder den ganzen Abend in die Glotze geschaut habe, der Grund hiess Champions-League-Final und die Zeit hat sich auch wirklich gelohnt. Das Spiel war ein wirkliches Spektakel.

Aber sonst? Vielleicht mal ein paar News-Sendungen bei TF1 oder CNN. Mal ein Fussballspiel aus Deutschland, Frankreich oder der Schweiz. Und vielleicht mal eine Dokumentation. Das wars dann auch schon fast wieder mit dem bewussten Fischerschen TV-Konsum. Sonst kommt es mal vor, dass die Kiste einfach läuft und MTV mich unterhält. Da plätschert dann irgendwelche Musik dahin oder ein paar Shows machen Lärm. Manchmal wirft man kurz ein Aug drauf, aber bewusstes Fernsehen würde ich das nicht nennen. Spielfilme schaue ich eh nur noch ab DVD, weil mich die Werbeunterbrechungen nerven. Serienschrott tu ich mir eh nicht an. Gamehows hab ich ne Überdosis und Politdiskussionen enden eh meist nur im Chaos.

Und überhaupt hab ich gerade diese Woche meinen zweiten Fernseher, er stand im Schlafzimmer, in die Rumpelkammer verbannt. Erstens hat Cablecom in den letzten Tagen - mit Ausnahme der Digibox - massive Probleme mit Bild und Ton und zweitens hab ich das Gerät seit Wochen nicht mehr gebraucht. Das Schlafzimmer ist zum Schlafen (oder ähnliches) da, aber TV schauen mag ich da nicht mehr. Huch, wird Monsieur Fischer auf seine alten Tage vielleicht doch noch vernünftig?

Herr und Frau Schweizer schauen also weniger fern, hören dafür etwas mehr Radio. Was mich bei dieser Statistik aber noch interessieren würde, hat der Internet-Konsum vielleicht im Vergleich zum TV schauen zugenommen? Falls ja - und daran glaub ich eigentlich - würde es mich nicht überraschen. All die Web2.0-Geschichten sind zeitaufwändig und unter uns gesagt kann man ja auch übers Netz Fernsehsendungen anschauen. Oder wie sagte der Schriftsteller Martin Kessel:

"Die Statistik ist das Märchen der Vernunft!"

21. Mai 2008

Der Untergang der Olma-Würste

Der FC St. Gallen ist abgestiegen. Und ich gebs zu, dass ich diesem Verein keine Träne nachweinen werde. Viel lieber hab ich Teams aus dem Tessin - Gratulation der AC Bellinzona zum Aufstieg - oder aus der Westschweiz im Oberhaus. Der FCSG hat mir zwar nie was getan, seine "Fans" haben bei mir aber über all die Jahre einen so schlechten Eindruck hinterlassen, dass ich sie - zusammen mit ihrem Verein - entsprechend nicht vermissen werde. Und gestern Abend haben die St. Galler Fans gleich einmal mehr bewiesen, wie schlechte Verlierer sie sind:

"Als mit dem Abpfiff der Abstieg des FC St. Gallen in die Challenge League feststand, harrten die Fans auf den Zuschauertribünen im ausverkauften Stadion aus. Nach 22 Uhr wurde die Stimmung aggressiv. Die zum Teil vermummten Fans bewarfen die Polizisten von der Tribüne aus mit Gegenständen. Die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas ein, zog sich dann aber zurück und liess die Menge auf den Rasen. Laut unbestätigen Angaben soll es Verhaftungen und Verletzte gegeben haben."

Wenige Wochen vor der EURO 08 und nur ein paar Tage nach den Ausschreitungen Bern und Basel kam es also erneut zu Randale in einem Schweizer Stadion. Ob die Schweiz wirklich parat ist für die Gäste aus ganz Europa? Ich hab da so meine Zweifel. Diese wurden unterstützt durch die Fotos, die ich heute Morgen im "20 Minuten" gesehen habe. Ich bin auch kein Freund von harten Polizeieinsätzen, aber dieses andauernde De-Eskalations-Gelaber bringt die Sicherheit irgendwie auch nicht zurück in die Schweizer Fussballstadien. Oder warum erinnern mich die Fotos aus dem Espenmoos eher an Krieg, als an Fussball?


PS: Ich hab das Spiel übrigens gestern Abend gar nicht gesehen, kann dafür The Extrem Bosnian Blues Band nach ihrem Auftritt im KIFF nur weiterempfehlen. Hammer und erst noch extrem friedlich!

20. Mai 2008

Liebe deinen Nächsten...

Nachdem ich gestern in den Nachrichten des französischen Fernsehens TF1 einen Bericht über die nachfolgende Geschichte gesehen habe, hatte ich irgendwie Lust ein Post zum Thema Nächstenliebe zu verfassen:

Das unter einer grossen Dürre leidende Barcelona wird per Schiff mit Trinkwasser versorgt. Das erste mit Wasser beladene Tankschiff aus Marseille traf am Dienstag ein. Die Ladung von 20'000 Kubikmetern entspricht dem Tagesverbrauch von 170'000 Menschen. Weitere Schiffe sollen folgen, die Trinkwasser von Marseille nach Barcelona bringen. Im Grossraum der katalanischen Metropole leiden fünf Millionen Menschen unter der grössten Dürre seit 60 Jahren.

Find ich irgendwie eine tolle Aktion. Vorallem wenn man weiss, dass Marseille selber zu den Gegenden Frankreichs gehört, die immer selber mal wieder unter einer starken Dürre und Wasserknappheit leiden. Irgendwie fiel mir dann während dem Schreiben aber gar nicht wirklich so viel Schlaues zum Thema Nächstenliebe ein. Irgendwie ist mir das Wort auch etwas gar biblisch angehaucht. Zudem finde ich fast, müsste man weniger darüber schreiben, als vielleicht öfter mal danach handeln.

Vielmehr beschäftigte mich während dem Schreiben das Wort "Liebe". Es gibt ja tausende Lieder, die einem versuchen zu erklären, was denn Liebe nun genau sei. Liebe? Verliebt sein? Geliebt werden? Wo liegen die Definitionen und die Unterschiede? Liebt man nur seinen Nächsten oder liebt man auch eine gute Freundin? Wodurch unterscheidet sich eine Liebesbeziehung von einr Freundschaft? Unlängst habe ich mich genau über diese Fragen unterhalten. Mit einer Frau. Lustigerweise waren unsere Meinungen gar nicht mal so unterschiedlich. Im Gegensatz dazu hatte ich letzte Woche ein Gespräch mit einem Mann über das Thema "Wo fängt Betrügen an?". Da waren wir doch recht differenzierter Meinung und lustigerweise hat das Thema Liebe dabei - zumindest meiner Meinung nach - gar keine Rolle gespielt.

Ich könnte darum hier vermutlich das längste Post allerzeiten verfassen. Denn die Liebe scheint unendlich viele Facetten zu haben, die jeder Mensch anders empfindet und erlebt. So gesehen, hey, es ist Frühling. Ab Mitte Woche beehrt uns die Sonne wieder, raus aus den Löchern.... ähem, nein, ich verzichte jetzt darauf einen Generalaufruf zu starten: "Liebt euch!". Aber so in die Richtung gehts ja irgendwie schon. Ob ich verliebt sei? Hmmm, ja immer irgendwie ein bisschen. Und das tut gut!

Ach ja, wer heute Abend noch nichts in seiner Agenda stehen hat. Im KIFF in Aarau gibts ein gutes/spannendes/witziges/anderes Konzert: The Extrem Bosnian Bluesband! Die fünf Jungs bezeichnen ihren Stil als "Sevdah", was türkisch ist und auf deutsch... genau... Liebe heisst!

PS: Der Eintritt ans Konzert (20 Uhr 30) ist übrigens frei!

19. Mai 2008

DRS3 entdeckt Monsieur Fischer

Dank einem Hinweis von J'n in den Kommentaren und 2 SMS hab auch ich noch gemerkt, dass mein Madonna-Post vom Morgen bei DRS3 Beachtung gefunden hat und zitiert wurde. Sowas macht natürlich immer Freude, wer die Freude mit mir teilen möchte, der kann sich das kurze Soundfile hier (12 Uhrr 45, Webnews) anhören. Auf den Deal das Zitieren meines literarischen Ergusses im Tausch gegen EM- oder Madonna-Ticket wollten die DRS3-Menschen dann leider nicht eingehen :-)

Hey DRS drüü, aber vielleicht wenigstens ein Musikwunsch als Entschädigung für mein geistiges Eigentum? Ich höre euch noch bis 17 Uhr 30 zu und ein Song von Björk, Noir Désir oder Stephan Eicher würde meinen Nachmittag doch massiv versüssen.

Madonna kommt und kostet!

Zumindest "20 Minuten" berichtet heute, dass Madonna nach Dübendorf kommen soll. Auf DRS3 sind Schätzungen zu den Eintrittspreisen zu hören, 300 bis 800 Franken. Hallo? Ich würde ja Madonna liebend gerne endlich einmal live sehen, aber für dieses Geld geh ich dann glaub doch lieber in die Ferien... Erinnert mich irgendwie an die Schwarzmarktpreise bei der Euro 08.

Gegen halb 11 Uhr will der Konzertveranstalter übrigens offiziell informieren ob und zu welchen Konditionen Madonna in die Schweiz kommt. Danach dürfte dann der Run auf die Tickets los gehen und ich werde wohl mitmachen, sofern die Preise in einem vernünftigen Rahmen bleiben. Und falls jemand gute Connections hat zu einem Ticketverkäufer, bitte melden. Ich nehme dann 2!

Nachtrag: Also, das Konzert findet def. statt und zwar am 30. August in Dübendorf. Der Vorverkauf startet in den nächsten Tagen! Die Preise bewegen sich zwischen 150 und 300 Franken. Mehr Infos gibts bei aD!

18. Mai 2008

Das Eurodance-Stöckchen

Rick hat mir ein Musikstöckchen nachgeschmissen und siehe da, er hat getroffen. (Hey Rick, danke fürs sensibel!) Nun gut, es geht darum, dass ich meine 3 "Lieblingslieder" aus der Eurodance-Zeit aufzählen soll. Eurodance war in den späten 80er bzw. frühen 90er Jahren und ich habe diesen Musikstil gehasst! So gesehen fällt es mir nicht gerade einfach, Lieblingslieder aufzuzählen. Darum nehm ich einfach die 3 raus, die mir beim Begriff "Eurodance" spontan in den Sinn kommen. Was dann aber überhaupt nicht heisst, dass ich den Müll mal gut fand.

Ok, Schluss mit Ausreden jetzt. Song Nummer eins: "Electrica Salsa" von OFF. Ein frühes Projekt von Sven Väth und ja ich gebs zu, den Song fand ich damals echt innovativ. Bitte sehr:



Und seien wir ehrlich, aus Sven Väth ist ja inzwischen auch wirklich was geworden. So gesehen, alles richtig gemacht. Lied Nummer 2 hat mich regelmässig genervt, wenn es zu dieser Zeit in den Clubs lief. Vorallem dann, wenn der DJ sein Publikum noch zum mitsingen animieren wollte und darum andauernd dreingeredet hat. Der Song heisst "Mister Feeling" und kommt von Masterboy:



Der Letzte (oder vielleicht besser das Letzte!) kommt von E-Rotic und heisst "Fred come to Bed". Ganz unterste Schublade wie ich finde. Fand das wirklich mal jemand gut? Die Sängerin von E-Rotic war ja die Schweizerin Jeanette Meier. Die in der Zeit doch recht offenherzig durch Clubs getourt ist und über Sex "gesungen" hat. Inzwischen ist sie übrigens zur überzeugten Christin geworden und moderiert im TV so ne Sendung zum Thema Religion.



Natürlich gebe ich das Stöckchen gerne weiter: Nie und Kafka, bitte sehr!

17. Mai 2008

Der Song zum Wochenende

Passend zum Wochenende hat bei uns der Regen eingesetzt. Aber hey, irgendwie stört es mich für einmal gar nicht so wirklich. Entsprechend hat der Song zum Weekend auch weniger was mit depressiver Schlechtwetterstimmung als vielmehr mit dem Sänger Jan Plewka zu tun. Der Mann ist für mich der einzige Künstler der in Sachen Stimme und Ausdruck auch nur annähernd an mein grosses Idol Rio Reiser herankommt. Ich hab glaub früher schon mal hier im Blog für seine Band "Tempeau" berichtet und der Zufall wollte es, dass eben diese Band letzte Woche gleich ein paar Mal Anlass zu Gesprächen gab. Tja und darum kommt der Song zum Wochenende eben von Tempeau und heisst "Vorbei". In den Text bitte nicht zu viel reininterpretieren. Ist einfach ein schönes, trauriges Lied. Das doch perfekt zum Regenwetter passt! Happy Weekend allerseits...


16. Mai 2008

Welches Team passt zu mir?

Wer sich im Hinblick auf die Fussball EM noch nicht entscheiden konnte, welcher Mannschaft er helfen will, für den gibts ab sofort Abhilfe: der Team-o-mat. Einfach 10 Fragen beantworten und am Schluss spuckt der Team-o-mat die Mannschaft aus, die dem Fragenbeantworter am nächsten liegt. Oder vielleicht besser gesagt liegen soll. Bei mir stellte ich nämlich heraus, dass ich scheinbar gar kein Frankreichfan bin, sondern heimlich auf die Tschechen, die Kroaten und die Türken stehe. Da werd ich wohl mal schnell meine Frankreichfahne wieder vom Hausfenster wegnehmen.... Ach Quatsch, allez les Bleus! Aber Spass macht der Team-o-mat trotzdem.

15. Mai 2008

Keine Lust

Ist heute Vollmond oder spinne ich als einziger? Ich hab tierisch schlecht geschlafen (hab ich überhaupt geschlafen?), dann schliesslich verschlafen. Scheiss Start in den Tag! Kurzfristiger Stress am frühen Morgen, anschliessend deswegen nen wichtigen Termin verhängt. Zu Mittag gegessen (wenigstens das war fein!), dazu viel geredet. Jetzt dafür viel zum studieren über das Geredete. Blöder Tag, geh vorbei, geh weg! So schnell wie du am Morgen gekommen bist. Die Armee des Wahnsinns ist nah...




14. Mai 2008

Heute zum Znacht: Salade Niçoise

Ich war soeben kurz einkaufen und aufgrund der grossen Auswahl an frischem Gemüse stand schnell mal fest, es gibt Salat. Nun, so nur Salat ist irgendwie langweilig. Aber jeden Tag Fleisch muss dann auch nicht sein. Die Lösung heisst darum Salade Niçoise. Ich liebe diese Kombi von Fisch, Salat, Eiern und Gemüse. Darum, her mit dem Feierabend, die Küche ruft. Vive la France! A propos, mein Shirt für die Euro 08 ist bestellt und sollte in den nächsten Tagen geliefert werden, inkl. Nummer und Name auf dem Rücken.

Aber zurück zum Essen. Für alle die, die noch nicht wissen, was sie heute Abend essenstechnisch auf den Tisch zaubern sollen, hier noch ein tolles Rezept für den feinen Salat aus der provinzialischen Küche. Leider kann ich euch nicht einladen, es hat nur für 2 ;-)


Salade Niçoise

Vinaigrette:

2 Knoblauchzehen, 2 - 3 El Weißweinessig, 6 El Olivenöl, Salz, Pfeffer

Salat:

120 g Prinzessbohnen, Salz, 1 gelbe Peperoni (200 g), 1/2 Salatgurke, 4 Tomaten, 1 kl.Bd. Radieschen, 200 g Thunfisch (in Öl), 50 g Sardellen (in Öl), 4 Eier hart gekocht, 50 g kleine schwarze Oliven (ohne Stein), 2 El kleine Kapern, 120 g gemischter Blattsalat, 3 Stiele glatte Petersilie

Zubereitung:

Für die Vinaigrette die Knoblauchzehen fein würfeln und mit Essig und Olivenöl verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, beiseite stellen.

Für den Salat die Bohnen putzen, halbieren und in kochendem Salzwasser 3 Min. kochen, abschrecken und in einem Sieb abtropfen lassen. Paprika längs vierteln, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Salatgurke in 3 - 4 mm dicke Scheiben schneiden. Tomaten in Spalten schneiden. Radieschen putzen und in dünne Scheiben schneiden.

Thunfisch in einem Sieb gut abtropfen lassen und grob auseinander zupfen. Sardellen in einem Sieb abtropfen lassen und schräg halbieren. Eier pellen und längs sechsteln.

Alles mit Oliven, Kapern und geputztem Blattsalat auf eine Platte geben. Vinaigrette über den Salat gießen. Mit Petersilienblättern bestreuen.

13. Mai 2008

Sonnige Pfingsten, Cablecom!

Nach einem entspannten, äusserst sonnigen, kommunikativen, komplett unverplanten und sehr geselligen Pfingstwochenende (siehe Fotos) hat die neue Woche am frühen Morgen mit einem ersten Anfall von Ärger begonnen. Verantwortlich dafür war ein Cablecom-Mann. Über Pfingsten ist zu Hause mein Internet ausgestiegen. Nach einem ersten Anruf am Samstag auf die Hotline musste ich erfahren, dass man bis Dienstag nichts unternehmen könne und ich mich wohl oder übel gedulden müsse. Naja, wie gesagt, Pfingsten stand vor der Türe, die Wetterprognose waren Hammer. So gesehen, wer braucht da schon Internet? Ausser das eine Ricardo-Auktion zu Ende ging und ich eventuell mal nen Blog geschrieben hätte, bestand also durchaus die Möglichkeit, das verlängerte Wochenende auch ohne WWW-Anschluss zu überleben.

Heute dann aber der grosse Ärger. Der (knurrige) Mann am anderen Ende der Cablecom-Hotline meinte, das erneute Aufschalten meines Anschlusses koste 40 Franken. Hä? Er führte aus, dass ich meine Februar (!) Rechnung nicht bezahlt hätte. Auf meine Frage hin, ob man mir das dann nicht hätte vorgängig mitteilen können meinte er, es wäre wohl noch ne Mahnung raus. Irgendwie hat er dann aber vermutlich gesehen, dass ich in der Zeit um Februar gleich zweimal umgezogen bin und diese Mahnung dann wohl an eine alte Adresse gegangen ist. Jedenfalls wurde der gute Mann auf einmal etwas kleinlaut und sagte, ja das könne ja mal passieren und ich wäre ja so ein guter Kunde, der immer alles bezahlt hat bis anhin.. Blablabla... Als es dann aber darum ging, dass er mir meinen Anschluss - den offenen Betrag hab ich inzwischen überwiesen - in dem Fall wieder aufschalten würde, schlug die Bürokratie wieder zu. Das System würde das selbstständig steuern, er hätte da überhaupt keinen Einfluss. Der Anschluss sei erst in zwei, bis drei Tagen wieder online. Oder eben, ich würde eine Aufschaltgebühr von 40 Franken bezahlen.

Kurzum, wir waren also wieder gleich weit wie am Anfang. Anbieter macht Fehler, Kunde achtet sich im Zügelstress nicht wirklich, bezahlt aber umgehend und wer schaut am Schluss in die Röhre? Genau! Nach 7 Jahren Cablecom wäre vielleicht ein Wechsel angebracht. Hat jemand Erfahrung mit dem neuen Sunrise-Kombi-Angebot, Internet und Handy?? Grrrrrr....

11. Mai 2008

Entdeckt!


Beim oder besser gesagt am Halden-Tor in der Altstadt von Aarau. Wer den wohl vermisst?

10. Mai 2008

Der Song zum Wochenende

So. Und schon wieder Samstag und schon wieder dauert das Wochenende etwas länger als die üblichen Weekends. Das Wetter soll gut werden und darum nutze ich bei diesem Beitrag zum ersten Mal die Option, des "Planens". Sprich ich hab den Beitrag nicht eben erst geschrieben, weil ja eben Samstag und schönes Wetter ist und ich entweder noch am Schlafen oder dann bereits wieder irgendwie unterwegs bin. Blogger sei dank, stellt sich der Beitrag nun von selber rein. So der Blogger-Gott das so will. Bei anderen Anbietern gibts diese Möglichkeit schon lange, ich weiss. Aber ich weiss auch, warum ich Blogger treu geblieben bin. In den letzten Wochen und Monaten haben die Betreiber sauber an ihrem Produkt gearbeitet und inzwischen lässt es beinahe keine Wünsche mehr offen.

Aber nun zurück zur Musik. Der Song zum Wochenende kommt dieses Mal aus Kroatien und geht so richtig herrlich ab. Ich versteh zwar nur eine Bruchteil, aber die Musik macht das Nichtverstehen des Textes wieder wett. Ein Kumpel von mir - ein Heimwehkroate - hat mich auf diese Band gebracht und mir zum Geburi 2 CDs geschenkt. Die laufen derzeit - neben Eddie Vedder - heiss in meinem Auto-CD-Player. Also, der Sommer kommt und der Bandname heisst übersetzt "Kaltes Bier", was gibts passenders... Alles anschnallen und ab gehts: Hladno Pivo - "Zimmer frei"!

9. Mai 2008

Gefickt eingeschädelt

Ich schreib mir wenn ich unterwegs und unter Leuten bin immer mal gerne ein paar Versprecher/Sprüche/Zitate auf, die ich mal irgendwo gehört habe. Nun ist es mal wieder an der Zeit, diese aufs Papier (das waren noch Zeiten, als noch auf Papier geschrieben wurde) zu bringen. Gehört in den Strassen, Gassen und Beizen in oder um Aarau und jeweils kurz im Handy notiert. Zugegebenermassen kamen diese Sprüche meist unter Alkohol-Einfluss zu Tage, darum verzichte ich an dieser Stelle auch auf Angaben von Namen.

"Wenn man von hinten kommt, kommt man schneller" (Es ging bei diesem Gespräch ums Anstehen an der Kasse!)

"Wer anderen eine Grube gräbt hat meist ein Schaufel dabei. Oder so... "

"Du kannst online Wetten bis zum Bettende!"

"Wenn es beim 1 zu 1 bleibt, dann haben wir gewonnen!"

"Aller Laster Anfang ist eine Stossstange."

"Ist die Kirche erst in den Brunnen gefallen, kann man das Kind auch im Dorf lassen.
Jetzt haben wir wieder Sommerzeit, das heisst die Sonne brennt heute länger."

"Ok, ich bin echt müde und muss wirklich nach Hause... Gute Nacht zusammen.. oder kommt noch jemand in den Boiler?" (Boiler = ein Club in Aarau)

"Der Jubel der Römer nach dem Sieg gegen die Deutschen bei der Weltmeisterschaft ähnelte den Feierlichkeiten zur Befreiung Italiens nach dem 3. (dritten!) Weltkrieg!"

"Können wir bitte beim Töggelikasten die Mannschaften und die Seite wechseln, ich spiele lieber links."
(Töggelikasten = Tischfussball)

"Ich mag kein Raclette, weil ich keinen Käse mag. Fondue? Doch das liebe ich!"

8. Mai 2008

Eishockey WM, who cares?

Bin ich der Einzig der erst gestern Abend gemerkt hat, dass in Kanada die Eishockey WM stattfindet? Ich gebe ja zu, dass ich nicht der besonders grosse Hockeyfan bin. Früher war ich mal regelmässig im Hallenstadion anzutreffen, aber das war zu Zeiten von Chomutov und Kruthov. Also ewig her. Aber irgendwie kann ich mich in der Zwischenzeit mit dem aktuellen Modus der Schweizer Liga nicht so wirklich anfreunden. Ich hab immer den Eindruck, dass die Teams pro Saison etwa 40 Mal gegeneinander spielen und es dabei aber erst in den Playoffs so wirklich spannend wird. Die Playoffs fallen dann aber meist auf den Frühling, sodass ich dann auch keine Lust mehr habe in ein Eisstadion zu gehen.

Erst recht nicht, wenn draussen die Sonne scheint. Und im Moment scheint ja bei uns sowas von die Sonne. Und da soll man sich noch für eine Eishockey WM interessieren? Wo doch jetzt schon alle Sportfans nur noch ein Thema haben, nämlich die Fussball EM. Und als ob Eishockey im Frühsommer nicht schon zuviel wäre, läuft parallel auch gleich noch die Weltmeisterschaft der Eiskunstläufer. Stéphane Lambiel und Sarah Meier in Ehren, aber draussen erreicht das Thermometer am Pfingstwochenende neue Rekordtemperaturen und die Vorstellung vor der Kiste zu sitzen und den beiden - oder auch der Schweizer Hockeynati - die Daumen zu drücken.. naja. Lieber nicht. Warum sind diese Anlässe überhaupt erst so spät? Die Amis und die Kanadier sind soviel ich weiss eh noch mitten in den Playoffs und spielen entsprechend nicht mit ihren besten Mannschaften.

Nun, wie ich heute in den Nachrichten gehört habe, läuft es den Schweizern dafür umso besser. Super, das freut mich sogar! Auch wenn ich vermutlich keine Minute dieser WM live sehen werde: Hopp Schwiiz!

6. Mai 2008

Zahlenohnmacht

Die UBS schreibt 19 Milliarden Franken ab und entlässt 5500 Angestellte. 15'000 Tote 80'000 Opfer durch den Zyklon in Burma. In China sind 9000 Kinder an einem gefährlichen Darmvirus erkrankt. Ob all dieser schier unglaublichen Zahlen stellt sich bei mir jeweils eine gewisse Ohnmacht ein. Oder anders gesagt, es sprengt mein Vorstellungsvermögen. Und irgendwie merke ich immer häufiger, dass ich solchen Meldungen dann bewusst aus dem Weg gehe. Selbstschutz? Auch die ganze Amstetten-Geschichte war irgendwie einfach zuviel, als dass ich mich damit ernsthaft beschäftigt hätte. Zumindest nicht privat.

Und wenn ich die rasant ansteigenden Zahlen aus China und Burma höre, dann befürchte ich, werde ich auch in diesen Fällen bald mal meine Ohren und Augen verschliessen (müssen). Nicht weil ich diesen Sachen aus dem Weg gehen will, vielmehr weil ich mir das Ausmass schlicht gar nicht vorstellen kann. Für mich ist schon eine Schulklasse wo die Masern ausgebrochen sind traurig, weil ich immerhin weiss, wie sich Masern anfühlen. Aber die Vorstellung, dass über 9000 Kinder an einem und dem gleichen Virus erkrankt sind, ist schon heftig. Das gleiche gilt für Burma. Wenn hier in der Gegend ein Unglück passiert und es kommen zum Beispiel bei einem Autounfall 4 Menschen ums Leben, dann fahren einem solche Meldungen schon recht ein. Wie soll man dann über 15'000 Tote durch eine Umweltkatastrophe denken oder empfinden? Ich weiss es nicht. Ab ins Schneckenhaus...

5. Mai 2008

Oh du goldigs Sönne-eli....

Was tun wenns brennt? Eine grundlegende und gute Frage, die uns mal in einem Til Schweiger Film gestellt wurde. Eben so elementär finde ich die Frage: was tun während meiner Mitagspause wenn die Sonne scheint? Genau diese Frage habe ich mir heute gestellt. Man weiss genau, die Zeit ist beschränkt und doch möchte man soviel Sonne abkriegen wie möglich.

Gerne erinnere ich mich in solchen Situationen immer mal wieder an meine Zeit in Marseille zurück. Da wurde die Mittagspause jeweils zelebriert. Ok, sie war auch fast doppelt so lang wie hier. Aber es gab nicht selten mal einen Pastis zum Apéro, regelmässig ein Pichet Rotwein und - wenn der Chef ganz gut gelaunt war - lag sogar noch eine Partie Boule drin. Naja, in der Schweiz geht das meist etwas anders ab. Hier sieht man viele Menschen mit Sandwiches durch die Gegend rennen und noch irgendwelche Besorgungen machen, bevor sie dann wieder in den grauen Bürogebäuden verschwinden.

Ich hatte heute irgendwie keine Pläne. Wusste einfach, dass ich unbedingt was Kleines essen muss. Aber sonst war ich offen. So kam es dann, dass ich mir erst mal ein Veloschloss, einen Kopfhörer und ein paar Flipflops gekauft habe und gleich als ich mir ein Stück Pizza holen wollte, traf ich eine gute Freundin, die ich ewig nicht mehr gesehen hatte. Sie war mit ihrem kleinen (3 Monate alten) Bub ebenfalls in der Stadt am Einkaufen. So haben wir uns kurzerhand in den Stadtpark begeben, ich mit Pizza und sie mit Trinkfläschchen für Baby bewaffnet. Tja und noch selten war eine Mittagspause so kurz wie die heutige. Mein guter Vorsatz, wieder mit meinem neuen uralten Velo (Möchte übrigens jemand ein Militärvelo kaufen?) zurück ins Geschäft zu fahren wurde kurzerhand über den Haufen geworfen, weil wir komplett die Zeit vergessen hatten.

Aber hey, der Sommer kann kommen. Wer übrigens übern Mittag mal in Aarau ist und nicht weiss, wohin er gehen soll, dem kann ich das "Pärkli" wärmstens empfehlen. Hat ein echt südländisches Flair. Alle sitzen im Rasen. Essen, trinken, quatschen, lernen, rauchen, schlafen, hören Musik. Wunderbar. Eine Stunde Kurzurlaub während der Mittagspause, was will man mehr. Und hundert Mal besser als in diesem ollen Starfucks fast 10 Franken
für nen Kaffee zu bezahlen. Dens in der Migros oder noch besser beim Italiener gleich nebenan übrigens in ähnlicher Ausführung zum halben Preis gibt.

Sommer, du kannst kommen!

4. Mai 2008

Mon Weekend plus merveilleux

Ich weiss, das Wochenende ist ja noch gar nicht rum und Beitragstitel mit höchsten Steigerungsformen (das beste, das schönste, das tollste... überhaupt) sind uncool. Aber irgendwie hab ich diesen Titel vor kurzem in einem französischen Blog gelesen und fand ihn einfach gut. Nun, das Wochenende hat ja letzte Woche irgendwie bereits am Mittwoch angefangen. So gesehen war es für viele Leute ein sehr langes Weekend, womit dann der Titel auch wieder entschuldigt wäre.

Um meine letzten Tage - in denen ich nicht so wirklich viel online war - zusammenzufassen, hab ich mit meinem Handy ein paar Fotos geschossen. Da gab es zum Beispiel den Umtrunk im Butcher's Pup in Aarau. Oder - wenn wir schon beim Thema Trinken sind - die Erkenntnis, dass man für nen Pina Colada besser frische Kokosmilch nimmt, als solche, die schon ein paar Tage (Wochen?) im Kühlschrank steht. Lustig übrigens auch, dass wenn man im angeblich einzigen "französischen" Restaurant in Aarau einen Pastis bestellt, man dann zwar Pastis kriegt, aber serviert in einem Shotglas. Ganz ohne Wasser und ganz ohne Eis. Vive la France!

Musikalisch stand am Freitag Philip Fankhauser auf dem Programm. Der Blueser mit Berner Wurzeln spielte im KIFF-Saal ein grossartiges Set, begleitet von tollen Musikern. Mir persönlich war es etwas zu ruhig. Ich mag zwar Blues durchaus, aber irgendwie fehlt mir so nach ner Stunde dann jeweils etwas der Schwung. Aber eben, das ist meine subjektive Meinung, entsprechend möchte ich auch kein schlechtes Wort über dieses Konzert verlieren. Es war vom Musikhandwerk her absolute Spitzenklasse! Zudem ist Fankhauser während den Songs ein witziger Entertainer.

An diesem Wochenende habe ich übrigens meine persönliche Velosaison eröffnet und meinen Drahtesel auf Vordermann gebracht. Dummerweise hat gleich beim ersten Ausflug das Rücklicht wieder seinen Geist aufgeben und ich hab das Schloss irgendwo versifft. Bravo Monsieur Fischer. So gibts halt demnächst noch einen weiteren Velo-auf-Vordermann-bringen-Tag. A propos Velo, meins ist zwar wirklich toll und sehr bequem, hat aber wie alle Armee-Fahrräder den Nachteil dass es nur einen Gang hat und gerne mal geklaut wird. Nun wollte es der Zufall, dass ich an diesem Wochenende Bekanntschaft mit einem anderen Fahrrad machen durfte und ich muss sagen, ich glaub ich schlag der Besitzerin nen Tausch vor. Das Ding ist total leicht, herrlich kitschig bemalt, hat 5 Gänge und ist uralt. Klaufaktor vermutlich gleich null, was wiederum praktisch ist, wenn man wie ich regelmässig die Schlösser bzw. deren Schlüssel verlegt.

Am Samstag wurde dann geheiratet, also nicht ich. Gott bewahre. Stephan und Nicole gaben sich das Ja-Wort, Glückwünsche nochmal an dieser Stelle. Ebenfalls am Samstag hab ich dann an einem grossen Grillfest noch ein Beispiel von typisch Schweizerischer Intoleranz erlebt. An dem Fest gab es Kinder, Hunde, etwas Musik und Menschen aus allen Herren Ländern. Beim Tischfussball gabs mal die Konstellation, dass ein Nigerianer, ein Italiener, eine Deutsche und ein Franzose zusammen gespielt hatten. Der Gastgeber war ein Kroate, der ein wunderbares Spanferkel und schmackhafte Cevapcici für seine Gäste bereit gestellt hatte. Alles in allem also ein herrliches Fest. Ja bis die olle Nachbarin ankam und meinte, sie würde die Polizei rufen, wenn das hier mit dem Lärm nicht aufhöre. Hallo? Lärm? Ja, es gab zwar etwas Musik, aber die Frau kam bereits um 18 Uhr an und motze ein erstes Mal. Später hat sie dann vermutlich Benissimo geschaut, weil das zweite Mal kam sie erst kurz nach 22 Uhr. Aber da lief gar keine Musik mehr und die Kinder waren zu einem grossen Teil im Bett. Die Polizei kam dann tatsächlich angefahren und hat sich beinahe für ihr Erscheinen entschuldigt.

Bei diesem Anlass hab ich übrigens auch das Zitat des Wochenendes aufgeschnappt. Beim Töggele (Tischfussball) meinte meine deutsche Teampartnerin mit Wohnsitz Rom plötzlich:

"Der Jubel der Römer nach dem Sieg gegen die Deutschen bei der Weltmeisterschaft ähnelte den Feierlichkeiten zur Befreiung Italiens nach dem 3. (dritten!) Weltkrieg!"

Der Briefkasten der Zukunft

[Trigami-Review]
Online shoppen wird immer beliebter, zumindest ich stelle das bei mir fest. Es gibt im Netz so viele gute Angebote, welche einem gerne dazu verleiten, mal über etwas online zu bestellen. Egal ob CDs, Klamotten oder Computerzubehör. In vielen Fällen gibts in den Onlineshops ein grosses Sortiment, zu fairen Preisen. Problematisch wirds manchmal nur, wenn es um die Bezahlung oder den Versand der bestellten Artikel geht. So ist es auch schon mal vorgekommen, dass ich ein cooles T-Shirt gesehen hätte, der Hersteller aber nicht in die Schweiz oder Deutschland liefern konnte oder wollte. Die Firma BPM-Lux liefert für solche Fälle nun die Lösung.

Und die ist eigentlich ganz simpel, dafür umso besser: ein externes Postfach! BPM-Lux bietet Lösungen für regional oder weltweit aktive Einzelpersonen und Unternehmen an. Zentrale Dienstleistung ist ein rund um die Uhr zugänglicher Depotservice, der es jedem ermöglicht, Pakete und Post an BPM statt an die eigene Hausadresse zu schicken zu lassen. Die Gründe dafür sind vielfältig, sei es eben, der Verkäufer (zum Beispiel bei Ebay) liefert nicht in das Land, in dem man wohnt oder man möchte seine private Adresse nicht online kundtun. Wenn das Paket oder der Brief dann im Postfach angekommen ist geht es ganz schnell. Der Empfänger erhält beim Eingang der Sendung eine Nachricht per E-mail oder SMS und kann sein Paket dann während 24 Stunden an 7 Tagen bei BPM abholen. Einzige Voraussetzung dafür ist eine einmalige Registrierung über Internet.

Der BPM-Lux angebotene Lösung geht sogar noch einen Schritt über das Box-System hinaus. und da liegt für mich der eigentlich spannende Aspekt der Geschichte. Der Kunde kann nicht nur Ware zu seiner Box liefern lassen, sondern auch auf der Homepage des Anbieters (www.bpm-lux.com) Einzelheiten zur Lieferung erfahren. Briefpost kann so bei BPM auf Wunsch geöffnet, gescannt und digitalisiert werden und danach auf Distanz über Laptop oder Computer eingesehen werden. Man fährt also zum Beispiel in Urlaub und möchte während dieser Zeit über die eingehende Briefpost informiert werden. Früher hat das ja die nette Nachbarin übernommen und man wusste nie so genau, was sie mit den Briefen genau anstellt. Heute klappt das digtal. Das gesicherte Webserverkonto wird so zum mobilen Büro, mit der Möglichkeit die Post unabhängig vom persönlichen Aufenthaltsort zu lesen. Besonders für Menschen die viel unterwegs sind, dürfte dieser neue Service interessant sein.

Alles in allem finde ich das Angebot vom BPM-Lux noch recht spannend. Gerade bei Ebay-Geschäften kommt es häufig mal vor, dass der Verkäufer nur innerhalb einer bestimmten Region handeln und seine Ware versenden möchte. Da dieser Service derzeit in der Schweiz aber noch nicht verfügbar ist, kann ich mir natürlich derzeit noch kein endgültiges Urteil bilden. Kommt dazu, dass bei uns ja die Post mit ihren Postfächern etwas ganz ähnliches anbietet, mit dem Nachteil halt, dass diese Postfächer halt eben innerhalb der Landesgrenzen stehen. So wirklich praktisch find ich den Aspekt mit der digitalisierten Briefpost. Stelle ich mir wirklich toll vor, wenn ich für längere Zeit irgendwo unterwegs bin und trotzdem die Originalpost aus meinem Briefkasten durchlesen kann. So gesehen, durchaus innovative Ideen die BPM-Lux hier anbietet.

2. Mai 2008

Thanx God it's Friday...

So, bald Feierabend. Das Weekend steht vor der Türe, mit nem Feierabendbierchen zusammen mit einem guten Freund, dem Konzert von Philip Fankhauser, einer Grillparty und hoffentlich viel Sonne. Arbeitet heute überhaupt sonst noch jemand ausser ich? Als ich über die Mittagspause in der Stadt war, sah es da aus wie an einem Samstag. Menschenmassen tummelten sich durch die Aarauer Gassen. Nun, auch dieser Nachmittag im Büro wird vorbei gehen.

Aber irgendwie macht es mir heute lustigweise gar nicht soooo viel aus, dass ich arbeiten muss. Ich hatte eine hammermässige Geburiparty. Zwar in einem etwas kleinerem Rahmen als andere Jahre, aber dank guten Menschen und einem guten Umfeld (Butcher's und Boiler) und dem Umstand, dass am Donnerstag alle frei hatten, wurde der Abend zu einem Highlight. Danke an dieser Stelle an die Gästeund nächstes Mal darf man auch ohne Geschenk ankommen ;-) Gestern dann der absolute Relax-Tag. Spontan wurde ich in eine Châlet ins Berner Seeland eingeladen. Ein Tag ohne Radio, Internet, Handy. Dafür mit viel Sonne, selbstgekochtem Essen und einem Holzofen der regelmässig Nachschub gefordert hat. Entspannung pur.

Kein Wunder vielleicht, bin ich heute - trotz äusserst gehetzten und nervigen Kunden - irgendwie zufrieden mit mir und der Welt. Und an alle die heute frei haben und nun gerade diese Zeilen lesen: Hey, ab an die Sonne, anstatt hinter dem Computer zu sitzen!

PS: Ist noch lustig, so nach nem Tag ohne News (TV, Radio, Internet) kriegt man nicht mal die alljährlichen 1. Mai-Krawalle in Zürich, Hamburg und Berlin mit. Und braucht sich entsprechend auch nicht darüber zu nerven.