29. Juni 2011

Das Wort zum Tag von Steff La Cheffe

Ja, ihr Titel "Wo besch?", zusammen mit James Gruntz hat schon was. Irgendwie. Aber ich habe mir in den letzten Tagen ihr Album ein paar mal angehört und finde immer mehr Songs und Textstellen, welche mich zünftig ansprechen: "Besser wenn i ga" ist nur ein weiteres Beispiel. Warum gerade Steff La Cheffe? Nun, sie tritt am Freitag als Hauptact beim Chrutwäje Openair im Aarauer Schachen auf. Und eben, ihre Texte passen gerade perfekt zu meinem Leben. 

28. Juni 2011

Musig i de Altstadt '11 mit Sina!

Auf zu Nummer sieben! Tatsächlich bereits zum siebten Mal geht am 26. und 27. August in diesem Jahr das beliebte Festival „Musig i de Altstadt“ an den Start, Austragungsort sind auch in diesem Jahr die prächtigen Gassen der Aarauer Altstadt. Sieben Mal, da darf man getrost schon von einer erfolgreichen Tradition reden, erst recht, weil es den Organisatoren auch anlässlich der diesjährigen Auflage gelungen ist, namhafte KünstlerInnen in die Kantonshauptstadt zu locken.
Ein paar Namen gefällig? Bitte sehr. Headliner ist in diesem Jahr ganz sicher die Walliser Mundartsängerin SINA. Mit ihrem Song „I Schwöru“, ein Duett mit Patent Ochsner Frontmann Büne Huber, ist sie derzeit in allen Radiostationen des Landes zu hören und natürlich in der Hitparade vertreten. Ebenso wird man SINA in diesem Jahr noch auf vielen nationalen Bühnen live erleben können, nur bildet ihr Auftritt in der Markthalle Aarau dabei eine grosse Ausnahme: SINA kann man nämlich beim Festival „Musig i de Altstadt“, wie alle anderen KünsterInnen und Bands, dank der Unterstützung von Sponsoren und Gönnern, gratis erleben! Ein weiteres Highlight verspricht der Auftritt der legendären Aarauer Psychobilly-Combo Hi-Grip. Die vier Herren sind seit Mitte der 80er Jahre im In- und Ausland unterwegs und garantieren eine musikalische Reise in die grossen Zeiten des Surf-Punk. Ebenfalls mit dabei in diesem Jahr, unter anderem, die erfrischenden Sieger des Aargauer Band X Contest: Ricky Harsh und Raven. Neu und gut, Ringo: die Band wurde im Mai auf DRS3 als Best Talent ausgezeichnet.

Das ganze Programm ist noch nicht bekannt, aber insgesamt treten an den zwei Tagen Ende August über 30 Bands, verteilt auf zahlreiche Bühnen in der ganzen Aarauer Altstadt, auf. Das musikalische Spektrum lässt auch bei "Musig i de Altastadt" 2011 lässt keine Wünsche offen. Es gibt Rock, Pop, Schlager, Folk, Indie/Punk, Flamenco, Weltmusik, Ländler, Hip Hop oder Chansons... für jeden Geschmack wird also den Besucherinnen und Besucher Musik geboten. Viele der Bands kommen zudem aus der Region und werden entsprechend viel Publikum anziehen. Es empfiehlt sich darum dringend, die Aargauer Kantonshauptstadt am letzten Weekend im August einmal mehr auf musikalische Art und Weise zu entdecken. An jeder Ecke der Altstadt wird zwei Tage lang musiziert, vor oder aus jedem Lokal wird Sound erklingen. Neben der Musik haben die Aarauer Wirte an den zwei Tagen für ihre Gäste traditionell spezielle Drinks und Speisen im Angebot.

Eine Übersicht über alle Bands, Künstler und teilnehmenden Lokale gibt es auf der Webseite von „Musig i de Altstadt“: www.mida-aarau.ch. Um das Festival auch in den kommenden Jahren gratis anbieten zu können und die Zukunft längerfristig zu sichern, sind die Organisatoren auf der Suche nach neuen Sponsoren und Gönnern. Eine Übersicht über die Leistungen gibt es ebenfalls auf der erwähnten Homepage oder direkt bei rosi@mida-aarau.ch.

27. Juni 2011

Aarau hat (s)einen Maienzug-Hit

Am Freitag ist es wieder so weit: Das Fest der Feste für alle Aarauerinnen und Aarauer. Bleibt zu hoffen, dass sich bis dahin auch bei mir die Festlaune noch einigermassen einstellt. Einen Grund zur Freude haben auf jeden Fall schon mal die SchülerInnen des Gönhard-Schulhaus. Für den diesjährigen Maienzug haben sich die Primarschule Gönhard und die Aarauer Band "Snöff" etwas ganz Spezielles einfallen lassen.

Schulleiter und Snöff-Keyboarder Dani Mettauer komponierte einen "Aarau-Song", dessen Refrain von über 100 Schülern vom Gönhard gesungen wird. Einen ähnlich grossen Chor hatte die Snöff-Truppe vor Jahren bereits an ihrer Seite, als man zusammen mit Fussballfans den "FC Aarau"-Song aufgenommen hatte. Nun also eine Art Neuauflage in Sachen Liebe zur Stadt. Ernst Buchinger von den Aarauer Turmbläsern lieferte dazu den passenden Bläsersatz. Anlässlich der Morgenfeier im Telliring findet die Uraufführung statt.


An der Plattentaufe am Samstag bekamen alle Mitwirkenden das Lied erstmals in seiner finalen Version zu hören. Schulleiter und Bandleader Daniel Mettauer lobte dabei seine Schülerschaft: "Ihr dürft stolz sein. Der Song wird bestimmt für alle Aarauer zum Ohrwurm." Taufpatin war übrigens die Stadträtin Jolanda Urech. Die CD ist ab sofort im Tourismusbüro Aarau Info für zehn Franken erhältlich.

ODER... direkt hier. Die ersten paar LeserInnen welche mir ein Email auf monsieurfischer(at)gmail.com schicken, erhalten eine Aarau-CD geschenkt!

26. Juni 2011

Happy Birthday Hero!

Werbung? Nein, aber immerhin hat mein Vater sein halbes Leben in der Lenzburger Firma verbracht. Und ich kenn vermutlich kein Hero-Produkt, welches ich nicht irgendwann schon mal probiert habe. Egal ob Rösti, Konfi oder die legendären Sip-Fruchtsäfte. Darum, Happy Birthday Hero: Die Idee, frisches Gemüse und Früchte haltbar zu machen, hatten vor 125 Jahren die zwei Schulkameraden Gustav Henckell und Gustav Zeiler. Sie gründeten 1886 die Lenzburger "Conservenfabrik" und bald lief die erste Erbsenkonservendose vom Band. Nach nur drei Jahren starb Zeiler. Dafür wurde ein Markenname geboren: Die Anfangsbuchstaben von HEnckell und des neuen Teilhabers Carl ROth ergaben "Hero" - inzwischen fast ein anderes Wort für Büchsen-Ravioli, Fertigrösti oder Erbsen extra-fein.

Bereits 1912 wurden aus Lenzburg 25 Sorten Konfitüre vertrieben, vom 500-Gramm-Glas bis hin zum 55 Kilogramm schweren Eichenholzkübel. Zum Klassiker auf Schweizer Tellern entwickelten sich die 1948 erstmals produzierten Ravioli aus der Dose und die Fertigrösti. Rund 4 Millionen Dosen oder 2000 Tonnen Ravioli wurden im vergangenen Jahr verkauft. Doch die Ravioli wie die Rösti aus dem Beutel produziert Hero längst nicht mehr selbst. In Lenzburg wird vielmehr Konfitüre für die Schweiz und den Weltmarkt gekocht. Asien ist - wie ich als Sohn eines ehemaligen Hero-Exportlers weiss - mit Abstand der wichtigste Markt. In Hongkong wird seit Jahren eine Zweigniederlassung betrieben. Aber auch am Stadtrand von Lenzburg nahm der Konzern im Frühling ein modernes Produktions- und Verwaltungsgebäude in Betrieb. Die Investitionen beliefen sich auf 35 Millionen Franken.

Nach der Übernahme durch Oetker vor 16 Jahren war Hero neu ausgerichtet und das Markengeschäft forciert worden. Die Zukunft von Hero liege bei der Babynahrung, sagte der Vorsitzende der Konzernleitung anlässlich der Geburtstags-Medienkonferenz. Tja, da werd ich dann wohl als Kunde nicht unbedingt in Frage kommen.

25. Juni 2011

Der Song zum Wochenende

Wenn Worte aufhören, dann beginnt Musik. Mit Jan Plewka würd ich heut gern zum Kafi gehen.




24. Juni 2011

Tonight

Live on Stage @ KiFF: Austra! Manchmal reicht ein einziger Auftritt, der für eine Band einfach alles verändert. Für Austra war das ihr Konzert beim diesjährigen SXSW Festival in Austin, Texas. Seitdem werden die Kanadier rund um Sängerin Katie Stelmanis als einer der besten Acts 2011 gefeiert. Egal ob NME, Pitchfork oder Stereogum, die Musik-Magazine überschlagen sich mit The Knife- oder Fever Ray-Vergleichen. Und da beide dieser Bands absolut nach meinem Geschmack sind, werd ich ins KiFF pilgern. Katie Stelmanis wunderbare und klassisch trainierte Stimme und die Synthie-Gothic-Grooves des Trios aus Toronto werden bald auf den ganz grossen Bühnen der Welt zu hören sein, da wette ich drauf!





23. Juni 2011

Engel. Teufel.

Liebe!
                                                                   Verlust.
                               Trauer.
                                                                                                                Wut.
                                                                                          Kummer.
                                         Einsamkeit.
              Tränen.
                    Antriebslosigkeit.
                                                          Zukunftsangst.
                                                                                         Todessehnsucht.
                                                                           Sehnsucht.
             Erwartung.
                                                Hoffnung.
                          Glaube.
                                                                   Dunkelheit.
                                     Verletzung.
                                                                                                                    Mut.
               Motivation.
                                                                                          Wille.
 Effort.
                                       Scheideweg.
                                                 Rückschlag.
                Neustart.
                                                                                                     Pläne.
                     Zukunft.
                                                                         Erfolg.
Liebe?

21. Juni 2011

Und jetzt auch noch die Sportschau

Irgendwie kann man sich in diesen Tagen aber auch so auf rein gar nichts mehr verlassen. Als ob die eigentlichen Baustellen des Lebens nicht reichen würden, droht jetzt noch die Gefahr, dass die 50 Jahre alte ARD Sportschau den Bach runter geht. Vorbei mit den Fussballspielen, jeden Samstag um 18 Uhr im Ersten. Ein Witz? Nein, wer die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen der DFL und den Medien anschaut, kann durchaus diese Entwickling da rein interpretieren. Denn die Deutsche Fussball Liga  DFL hat hat ab der Spielzeit 2013/14 eine Verhandlungsoption mehr. Neben der aktuellen Aufteilung: Sky zeigt die Liga live und die Sportschau bringt vor acht Uhr eine Zusammenfassung der Partien und das ZDF kriegt das Abendspiel, könnten die Highlights nun statt in der ARD bald im Internet laufen. Richtig gelesen, im World Wide Web. Die erste Free-TV-Auswertung der Rechte würde auf einen späteren Zeitpunkt am Samstag rutschen, was wiederum die Exklusivität für Sky erhöht und die Attraktivität der ARD weiter senkt.  


Das klingt alles nicht so, als ob die Liga ein sonderlich grosses Interesse daran hätte, weiterhin auf die 50jährige ARD-Sportschau als wichtigsten Free-TV-Partner zu setzen. Bereits vor Wochen kündigte beispielsweise Yahoo an, dass man ernsthaft die Möglichkeit prüfen würde, in einem Poker um die deutschen Fussball-Rechte einzusteigen. Auch die Telekom mit ihrem großen T-Online-Portal und ihrem eigenen IPTV-Angebot T-Home dürfte ein gewisses Interesse an den Spielen von Bayern München, Borussia Dortmund und Co. haben. Dass diese Ideen keine reine Utopie sind zeigt das Beispiel Frankreich, dort hat sich der Telekommunikationsanbieter Orange gewisse Liga-Spiele gesichert, die kann man dann entweder übers Smartphone oder den Computer anschauen. Ebenso gibts nach jedem Spieltag eine komplette Zusammenfassung mit allen Toren, direkt übers Telefon, iPad oder den Laptop.

Zurück nach Deutschland. Die ARD wird nicht bereit sein, die Fussball-Zusammenfassung erst nach der 20 Uhr-"Tagesschau" zu zeigen. "Die Bundesliga ist nach 20.00 Uhr bereits einmal grandios gefloppt, und sie wird wieder floppen. Aber nicht in der ARD, denn daran haben wir kein Interesse", sagte Steffen Simon, als WDR-Chef verantwortlich für die Sportschau, in einem Interview. Der Moderator glaubt jedoch auch nicht, dass die Zuschauer eine Web-Sendung wirklich lieben würden. Und tatsächlich denke ich auch, dass man zwar gerne auf Youtube mal schnell ein Filmchen guckt, aber sich um 18 Uhr für zwei Stunden vor den Rechner zu setzen... ich weiss es nicht.  Und dann noch die Vorstellung, dass man nicht alleine, sondern in Gesellschaft schauen will? Klar, es gibt heute schon tolle TV-Geräte, welche Sendungen direkt aus dem Internet streamen. Die stark steigenden Zugriffs- und Nutzungszahlen der Mediatheken zeigen, dass die Nutzer immer häufiger bereit sind, sich längere Sendungen online anzusehen. Aber dafür dann auch noch bezahlen? Ich habe meine Zweifel. 

Traurig find ich an der ganzen Geschichte, dass man sich halt in der heutigen schnelllebigen Zeit wirklich so ziemlich auf gar Nichts mehr verlassen sollte. War die Sportschau in der ARD über Generationen die wohl beliebteste Fussballsendung überhaupt, muss man nun befürchten, dass sie bald vom Bildschirm verschwinden wird. Und so geht es doch in überall. Sei es privat, geschäftlich, gesellschaftlich. Was nicht zeitgemäss ist oder nicht mehr ins aktuelle Konzept passt, wird kurzerhand abgeschafft. Traditionen mit Füssen getreten. Ich will hier bestimmt nicht den Spruch bringen, dass früher alles besser war. Aber immerhin hat man sich doch an gewissen Werten orientiert, die nicht nur schlecht waren. Und so erinnere ich mich gerne an die Zeit, wenn mein Vater (ja sogar mein Grossvater) am Samstag punkt 18 Uhr mit einem Pastis und ein paar Salznüsschen vor dem TV Gerät sass und ich mich dazu gesellen durfte, während man den Spielern von Bayern München oder Borussia Dortmund bei der Arbeit zuschauen konnte.

Wie sich Sparmassnahmen, die Verwässerung der Inhalte oder Lizenzpoker aufs Programm auswirken können sieht man beim Schweizer Fernsehen. Fussball aus der Challenge League gibts zum Beispiel nicht mehr und die Zuschauerzahlen bei allgemeinen Programm sind auf einem der tiefsten Level aller Zeiten angelangt.

20. Juni 2011

Wahre Worte, Robbie, wahre Worte

Aus der allseits beliebten Serie ""Wenn Liedertexte sowas von ins Schwarze treffen", heute Robert Peter Williams mit seinem traurigen Liedchen "Kein Bedauern". Schönen Tag allerseits, all denen die ihn geniessen können.



Tell me a story
Where we all change
And we'd live our lives together
And not estranged

I didn't lose my mind it was
Mine to give away
Couldn't stay to watch me cry
You didn't have the time
So I softly slip away...

No regrets they don't work
No regrets they only hurt
Sing me a love song
Drop me a line
Suppose it's just a point of view
But they tell me I'm doing fine

I know from the outside
(Some people said)
We looked good for eachother
Felt things were going wrong
When you didn't like my mother

I don't want to hate
But that's all you've left me with
A bitter aftertaste and a fantasy
Of how we all could live

No regrets they don't work
No regrets now, they only hurt
(We've been told you stay up late)
I know they're still talking
(You're far too short to carry weight)
The demons in your head
(Return the videos they're late)
If I could just stop hating you
(Goodbye)
I'd feel sorry for us instead

Remember the photographs insane
The ones where we all laugh so lame
We were having the time of our lives
Well thank you, it was a real blast

No regrets, they don't work
No regrets, they only hurt
(We've been told you stay up late)
Write me a love song
(You're far too short to carry weight)
Drop me a line
(Return the videos they're late)
Suppose it's just a point of view
(Goodbye)
But they tell me I'm doing fine

Everything I wanted to be
Everytime I walked away
Everytime you told me to leave
I just wanted to stay
Everytime you looked at me
And everytime you smiled
I felt so vacant you treat me like a child
I loved the way we used to laugh
I loved the way we used to smile
Often I sit down and think of you for a while
And then it passes me by
And I think of someone else instead
I guess the love we once had
Is officially
Dead!

19. Juni 2011

Zitate des Tages



"Viele Menschen versäumen das kleine Glück, 
während sie auf das grosse Glück vergebens warten."




PS: Jennifer Lopez kennt weder Status Quo, noch weiss sie was Formel 1 ist - dafür zeigt sie ihren Busen? Gute Nacht gelobtes Abendland. Ansonsten fand ich die letzte "Wetten dass..."-Sendung aus Mallotze ja eher dürftig unterhaltsam. Fazit: Sebastian Vettel war spontan und total witzig (Zu Bohlen mit einer Badekappe in der Hand: "Wenn du schon fünf Kinder hast wirds langsam Zeit, dass du lernst wie man mit so einem Ding umgeht"). Gottschalk und Michelle Hunziker zeigten sich in bester Gastgeberlaune. Dieter Bohlen ist auf dem Sofa beinahe erfroren. Cameron Diaz (Hotpants) und Heidi Klum (Catsuite) überzeugten mit guter Figur. Die Musikauswahl (JLo, zwei DSDS-Bubis aus Deutschland und drei aus Italien, Status Quo) war, mit Ausnahme der Rocky Horror Picture Show, mies. Die witzigste Wette - der Philippino der Kokosnüsse aufbeissen konnte - hat leider nicht gewonnen. Cindy aus Marzahn war auch da. Frank Elstner ist ein netter Herr, aber kein Moderator mehr. Kevin James? Nie gehört. Das Schwimmflossen-Rennen zum Schlusss fand ich herrlich chaotisch. In Sachen Gottschalk-Nachfolge gabs keine News und ich wette, das letzte Wort ist in dieser Geschichte auch noch nicht gesprochen. Denn gerade weil der Rücktritt in aller Munde war, wurden gestern vor Ort scheinbar bis zu 1000 Euro für einen Eintrittskarte geboten und die Quoten dürften auch sehr gut gewesen sein. Schlechtes Wetter draussen und keine Alternativen in der Glotze.

PPS: Nein, das erste Zitat bezieht sich definitiv nicht auf "Wetten dass...".

18. Juni 2011

Der Song zum Wochenende

El Matador feat Brasco - "Tapage Nocturne"

... à cause d'elle....! 




C’ est ma ville la nuit, on rêve de belles sommes,
Partout c’ est le même sort
Malgré tous ces défauts, c’ est ma zone
Tu seras le bienvenu chez moi
Dans ma ville, la nuit, la haine nous dévore
Mais ça nous rend plus fort
On tue l’ ennui dans le shit au sous sol
Pour oublier ce que nous sommes

Minuit passé, y’ a que des putes et plus de cendrillon
Investis sur l’ album, écoutes la délinquance
En échantillon
Y a des petits, des grands qui montent dans ce pays
Où la violence triomphe
Les règlements de compte
Au vingt – heures en disent long
C’ est pour nos secteurs, les environs
Dédié aux coupables innocents de taule,
A cause d ‘une balance qui se trompe
Ici ça trafique shit, coke, exta ou champignons
Parce que plus personne compte sur l’ Euromillion
Y a ce côté chaud et froid qui fait qu’ on se tue
A la vodka ou au Dillon
Demandes si c’ est la merde, mes khos te diront
De la maternité à la morgue,
Crois pas que le chemin soit aussi long
Mon son, les groupies l’ ont, au bec un gris pilon
C’ est pour les mecs de zone d’ ombre
Qui traînent en petit nombre
Ça part en couille car le manque de conscience,
La folie comble
J’ esquive l’ ambulance et le commico
Mon flow est au niveau ,
C’ est du processus verbal braco, mino.

Refrain

En direct des quartiers difficiles,
Paroles explicites
Chez nous, même les culs de jatte
Font des délits de fuite
Des mecs se font canner,
Et c’ est trop tard pour composer le dix – huit
Ici, y a que des princes de la récidive
Tout le monde regrette les années collège
Les collègues ont le choix entre l’ abonnement
De l’ O.M. et celui des Baumettes
Plus on avance et plus on se dit que l’ espoir est dead
C’ est pas parce que l’ accent est joli que l’ histoire est belle
Avant de vouloir soulever des montagnes
Je commence par savoir changer ma roue
Quand y’ a mon pneu qui crève sur un dos d’ âne
Un – trois, bitume matricule
Prises de sueur froide, les vieilles ont peur de moi comme
D’ une canicule
On squatte sous l’ abris – bus avec toute la tribu
C ‘est l’ étiquette des voitures qui brûlent, qu’ on nous attribue
Elle est moins belle la vie de la Côte – d’ Azur
Ne te fies pas aux cartes postales
L’ odeur de la pisse, nous on l’ assume

Refrain

Les bruits et les sirènes retentissent
Devant une belle, pour du sexe, les bandits s’ attendrissent
Ça vole, ça mendie. On traîne tard en ville.
Esquive les flics pour voir notre argent sale blanchi
Pendant qu’ en taule ça se branle et ça cantine
Représente les coins pas tranquilles
Sur la trajectoire de la balle que Satan tire
Passe la bouteille que je l’ enquille
Tout va bien, je me jetterai pas dans le vide
Ce soir, c’ est les hyènes face aux chiennes de Sarkozy
Tu veux sortir en boîte, en poche, y a pas un centime
Quand c’ est la merde, faut apprendre à pas la sentir
Comme l’ ont très bien dit certains,
Dehors ça glisse donc gare à ton fils
Ou sois garanti qu’ il atteindra pas trente piges
Ce flic apprenti flippe et s’ attend au pire
Ce voyou fait grise mine et n’ a pas le temps de fuir
Nombreuses sont les victimes, on va pas se mentir
Ne fais pas les fils si tu ne sais pas conduire.

17. Juni 2011

Manchmal. In der Nacht.

Manchmal, wenn man denkt, am Ziel seiner Träume angekommen zu sein, 
manchmal stellt man dann fest, dass genau dieses Ziel in weite Ferne rückt.
Sich so weit entfernt, dass es unerreichbar wird. Das Ziel wandelt sich am 
Horizont erst zu einem kleinen Punkt, dem man hinterher eilt. Immer mit
der Hoffnung und im Glauben, dass man ihn einholen wird. Nie aufgeben, heisst
das neue Ziel. Auf einmal ist dieser Punkt jedoch weg, verschwindet im Dunkel
der Nacht. In genau diesem Moment wird der helle Tag zur dunklen Nacht. Eine Nacht,
die nie mehr enden will. Ohne Ziel. Als wäre es nie da gewesen.
Nach Hilfe suchend reckt man die Hände in die Finsternis.
Aber es gibt keine Hilfe, ohne ein Ziel.
Die Nacht hat gesiegt.


16. Juni 2011

Nomen est Omen und viel mehr

Nicht wahr, mein alter Kumpel Rio?



Sieben Uhr aufstehen, Kaffee trinken,
zur Arbeit fahren, freundlich sein, den Chef grüßen,
nicht sagen, was ich denke, nicht denken, was ich sage.
Ich möchte am liebsten tot sein und von allem nichts mehr sehen.
Ich möchte am liebsten tot sein und von allem nichts mehr sehen.

Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?
Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?

Fünf Uhr, Feierabend, zum Bus rennen,
n'Abend Alter, n'Abend Alte, Abendessen,
in die nächste Kneipe gehen, Bier trinken.
Ich möchte so besoffen sein, daß ich alles nicht mehr seh.
Ich möchte so besoffen sein, daß ich alles nicht mehr seh.

Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?
Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?

Soll ich morgen abhauen und gehen, wohin ich will?
Soll ich die Papiere holen und machen, was ich will?
Soll ich mir'n Schuß machen und von allem nichts mehr sehen?
Ich möchte endlich frei sein, aber wohin soll ich gehen?

Lithium



I'm so happy 'cause today
I found my friends
They're in my head
I'm so ugly, that's okay
'Cause so are you
Broke our mirrors
Sunday morning is everyday
For all I care
And I'm not scared
Light my candles, in a daze
'Cause I've found God

Yeah yeah yeah yeah

I'm so lonely, that's ok
I shaved my head
And I'm not sad
And just maybe
I'm to blame for all I've heard
I'm not sure
I'm so excited
I can't wait to meet you there
And I don't care
I'm so horny, that's okay
My will is good

Yeah yeah yeah yeah

I like it I'm not gonna crack
I miss you I'm not gonna crack
I love you I'm not gonna crack
I killed you I'm not gonna crack

13. Juni 2011

Filmtipp: "Hachiko" (Schluchz!)

Wer heute Lust auf Film hat, dem kann ich eine wahre Geschichte aus Japan ans Herz legen. "Hachiko: A Dog's Tale"! Aber vorsicht, tonnenweise Nastücher bereit legen, denn wer bei dem Film keine Träne verdrückt, der hat kein Herz... Zur Story: Hachiko war ein Hund, er wurde am 10. November 1923 in Odate in der Präfektur Akita geboren. 1924 nahm ihn sein Besitzer, der Universitätsprofessor Hidesaburo Ueno, mit nach Tokio. Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab. Auch dann noch, als sein Herrchen plötzlich nicht mehr kam. Der Mann verstarb, Hachiko wartete 10 Jahre lang am Bahnhof auf seinen menschlichen Freund - Tag für Tag. 1935 verstarb dann auch der vermutlich treuste Hund der Welt, an seinem Warteplätzchen steht seither ein Denkmal und die Bahnhofshalle wurde nach Hachiko benannt. Schluchz...

12. Juni 2011

Remember Reinhold Roth

Reinhold Roth? Nie gehört? Klar, heute kennen wir Namen wie Valentino Rossi, Casey Stoner oder Tom Lüthi. Spitzenfahrer im Motorrad-Rennzirkus. Reinhold Roth war auch einer von ihnen. Bis zu seinem schweren Unfall, der sich in diesen Tagen wieder einmal jährt. Ich hab mich unlängst selber dabei ertappt, dass ich bei Wiki nach Reinhold Roth gesucht habe und dann im ersten Moment überrascht war, dass da kein Todesdatum steht. Das mag beim ersten Lesen makaber klingen, aber Roth war vor über 20 Jahren ein Superstar, ist sehr schwer gestürzt, seither ein Pflegefall, komplett aus der Öffentlichkeit verschwunden, aktuelle Fotos gibt es keine mehr. Seine Fans haben den sympathischen Allgäuer aber nie vergessen! Ich selber mag mich an seine stets witzigen Auftritte in der TV-Sendung "Blickpunkt Sport" erinnern und habe mich darum oft gefragt, wie es dem Mann wohl inzwischen geht.


Eine Rückblende auf den 17. Juni 1990. Reinhold Roth ist damals 37 Jahre alt - wenn man vergleicht wie jung die Fahrer heute sind, ein Renn-Opa! Er geht beim Grossen Preis von Jugoslawien in der Nähe von Rijeka an den Start. Der zweimalige Vizeweltmeister in der 250er-Klasse gehört zu einem deutschen Trio an der Spitze des Feldes. Die Piste ist vom Regen nass, als die Drei den Australier Darren Milner überrunden wollen. Martin Wimmer und Helmut Bradl können gerade noch ausweichen, Reinhold Roth knallt ungebremst ins Heck des langsameren Motorrads und stürzt schwer. Die Ärzte stellen ein Schädel-Hirn-Trauma fest. Die medizinische Versorgung vor Ort ist äusserst schlecht, Roth bleibt über 5 Minuten ohne Sauerstoff. Die Ärzte geben ihm gerade einmal 10 Prozent Überlebenschance geben ihm. Sechs Wochen liegt er im Koma, er ist seitdem ein Pflegefall, querschnittsgelähmt.

Seither kümmert sich seine Frau Elfriede Roth um ihren Mann. Aufopferungsvoll nimmt die neue Situation an, wie sie ist. Gibt ihr Leben quasi auf, leidet gesundheitlich unter der Situation und sagt aber trotzdem: "Wir haben 16 wunderschöne Jahre miteinander verbracht", sagt sie noch heute, "und er hat mir so viel geboten, da müssen andere mindestens 80 Jahre alt werden - und dann haben sie nicht so intensiv gelebt wie wir.". Die Krankenkassen würden schon lange nicht mehr zahlen, sagte sie einst der Stuttgarter Zeitung. Die tapfere Frau, die vom früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg erhielt, konnte aber trotzdem inzwischen ein Pflegeteam organisieren, das sich zwölf Stunden am Tag um ihren Mann kümmert. Aus purem Selbstschutz, damit auch sie wieder einmal unter die Leute kommt und auf ihre eigene Gesundheit schauen kann. Ich ziehe den Hut vor dieser Frau! Aber auch Reinhold Roth musste vor zwei Jahren einen weiteren Rückschlag wegstecken. Er erkrankte an einer Lungenentzündung und kämpfte erneut um sein Leben. Seither wird er durch eine Magensonde ernährt. Er, der laut seiner Frau immer so gerne gut gegessen hatte. Abschliessend ein Zitat aus der Stuttgarter Zeitung, die Roth vor einem Jahr besuchen durfte. Ich denke, es fasst gut - wenn auch sehr traurig - zusammen, wie er ehemalige Motorrad-Star heute lebt:

"Aus dem Nebenzimmer dringen Geräusche in die Küche. Dieses Nebenzimmer ist Reinhold Roths Zimmer. An der Sprossenwand hängt seine Lederkombi, oben auf einem Absatz stehen die Pokale. Sein Kopf hängt leicht nach rechts vorne, die rechte Hand liegt auf der Brust. Als Reinhold Roth den Besucher sieht, hebt er die Hand zum Gruß an. "Hallo", kommt es dumpf aus seinem Mund. Seine Frau Elfriede sagt: "Reinhold, das ist ein Journalist, er will eine Geschichte über dich schreiben, so wie früher. Kennst du ihn noch?" Große Augen schauen herauf. Das leichte Kopfschütteln wird verstärkt durch ein sehr klares "Nein". Kein Grund zur Enttäuschung - die Freude über den guten Zustand von Reinhold Roth überwiegt."

Er lebt. Und seine Fans werden den ewigen Kämpfer nicht vergessen!

11. Juni 2011

Der Song zum Wochenende

Heute mal eine vielleicht etwas "schräge" Nummer. Im Original ist der Titel "All by myself" von Eric Carmen, allerdings haben ihn seit seit den 70er Jahren unzählige Künstler gecovert: Celine Dion, Frank Sinatra, Tom Jones, Sheryl Crow, Leona Lewis und Helene Fischer. Die Frau Fischer find ich ja eine ganz Nette... wären da nicht zwei grosse negative Punkte in ihrer Vita. Erstens singt sie Schlager und zweitens - fast noch tragischer - sie ist mit diesem ollen Florian Silbereisen zusammen. Aber ganz ehrlich, sie hat eine grossartige Stimme. Über die letzten Weihnachtstage kam mal ein Konzert von ihr im TV, da hab ich zufällig reingezappt und eben ihre Version von "All by myself" gehört.

10. Juni 2011

Freudenhaus Olympique de Marseille

Ja, es geht wieder los. Zum Meistertitel hat es in diesem Jahr nicht ganz gereicht, immerhin aber zur direkten Champions League Quali - aber das ist in Marseille zu wenig! Und so hat es gestern in der Mittelmeermetropole mal wieder zünftig gerumpelt und es blieb kein Stein auf dem anderen. Präsi weg, Trainer auf dem Absprung und die Besitzerin des Clubs (Foto) sorgt spontan für zusätzliche 20 Millionen Euro auf dem Bankkonto... Fakten gefällig? Bitte sehr.


Seit gestern ist klar, Didier Deschamps wird auch in der kommenden Saison Olympique de Marseille trainieren. Deschamps war schon als Spieler für Marseille aktiv und ist bei den Fans entsprechend beliebt. 1993 gewann er (gegen Milan) die allererste Ausgabe der Champions League. Zu seinen grössten Erfolgen als Trainer gehören: Meisterschaft, Ligapokal, Supercup, Gruppenphase in der CL. Sein Vertrag gilt noch bis 2012 und das ist gut so! Der Club bestätigte erst am Montag, dass an den kursierenden Abwanderungsgerüchten rund um den Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1998 nichts dran sei. Am Dienstag dann erneut Gerüchte über Angebote aus dem Ausland, die sich bis gestern tapfer hielten - erst dann war klar: Deschamps bleibt! In meinen Augen waren all diese Gerüchte nur einen Nebenschauplatz, um im Hintergrund den wahren Deal zu planen.

Während der Trainer also bleibt, gab es dagegen einen eher überraschenden und vorallem plötzlichen Wechsel an der Spitze des Vereins. Der neunmalige französische Meister hat per sofort einen neuen Präsidenten. Der bisherige 40jährige Vincent Labrune (Foto rechts) übernimmt das Amt von Jean-Claude Dassier (Foto links). Der geborene Pariser und ehemalige TF1-Fernsehmann hatte es in Marseille nie einfach. Er war vom Typ her bei den Fans nicht beliebt, seine Transferpolitik liess zu wünschen übrig, die Titelverteidigung wurde erwartet, aber nicht erreicht und eben - er kam aus Paris! Das war zuviel für das Pulverfass OM, Dassier wurde, zusammen mit seinem Kollegen Antoine Veyrat, kurzerhand in die Wüste geschickt - mit einem 2 Millionen Euro Rucksack. Es ist nun damit zu rechnen, dass Labrune Trainer Deschamps mehr Freiheiten gibt in Sachen Transfers. Damit das auch funktioniert hat die Besitzerin des Vereins, Margarita Louis-Dreyfus (die Witwe des ehemaligen Schweizer Besitzers RDL), mal schnell 20 Millionen Euro locker gemacht, welche für allfällige Defizite und neue Spieler eingesetzt werden dürfen. 20 Millionen Euro? Damit würde der FC Aarau lockere 5 Jahre überleben... 

Nun, Vincent Labrune ist wohl nur die Notlösung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Newbie längerfristig auf dem Präsidentensessel von OM sitzen bleibt. Das Stadion wird aktuell - nur gerade 13 Jahre nach dem Komplettumbau - zu einem modernen Fussballtempel umgebaut, die Ansprüche der Fans sind überirdisch und auch das Sponsoringumfeld fordert weitere Titel. Nationale Meisterschaften und internationale Erfolge sind gefragt, dazu sollen Nationalspieler wie Alou Diarra ins Vélodrôme gelockt werden. Aber wer ist verrückt genug diesen Job zu übernehmen? Kommt der alte und äusserst beliebte Präsi, Pape Diouf, zurück oder ein Bekannter aus ganz früheren Tagen? Bernard Tapie wurde von einer französischen Sportzeitung angefragt, ob er denn noch einmal Lust hatte. Sagen wir mal so, ein Dementi sieht anders aus. Aber ganz ehrlich, wer sonst ausser Tapie (Foto) würde besser ins Irrenhaus OM passen... die Chancen dass der Club dann in ein paar Jahren wieder komplett pleite und zwangsabgestiegen ist sind gross, aber das kümmert heute natürlich noch niemanden. Hauptsache man feiert zuvor noch ein paar Erfolge!

PS: Ein kurzes Wort noch zum gestrigen Finale von Germay's Next Top Model Finale bei Pro7. Die Jana hat gewonnen. Ich wusste gar nicht, dass Pferde und/oder Breitmaulfrösche bei diesem Wettbewerb auch zugelassen waren... mein Fall ist die Jana Beller auf jeden Fall überhaupt gar nicht. Aber auch egal, analog der letzten Siegerin Alisar oder den Pro7-Popstars-Bands wird man sich in gut einem Monat eh nicht mehr an diese junge Frau erinnern.

9. Juni 2011

Robbie Williams hat einen...

Jane Fonda ebenso. Michael Douglas, zusammen mit Catherine Zeta Jones. Und nun hat also auch Robbie Williams einen. Debra Messing und Barbra Streisand ebenso. Die Rede ist vom Coton de Tuléar- der Capo-Rasse. Aber eine Frage sei erlaubt: hat Rob die Restbestände von Gadaffis Viagralieferungen ganz alleine gefressen?



Aber immerhin hatte er unten rum noch etwas an, im Gegensatz zum Schweizer Model Angela Martini. Sie liefert auf dem roten Teppich einen medienwirksamen Upskirt und man(n) stellt fest: Frau Martini mags luftig.

8. Juni 2011

RIP Kino.to - na und?

Und weg ist sie, die Webseite aller Streamingfans! Die Seite Kino.to war der Filmindustrie seit Jahren ein Dorn im Auge. Jetzt hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden das Portal abgeschaltet und die Domain beschlagnahmt. Alles deutet auf einen lange geplanten Schlag gegen die bösen bösen Raubkopierer hin: In mehreren Ländern, u.a. Spanien, Frankreich und den Niederlanden, gab es Hausdurchsuchungen, 13 Personen wurden verhaftet. Allein in Deutschland durchsuchten über 250 Polizisten und Steuerfahnder zeitgleich über 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren.

Anlass dieser radikalen Massnahme ist der sog. "Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerblichen Begehung von Urheberrechtsverletzungen", wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilt. Auf der Webseite Kino.to ist seit heute nur noch diese Einblendung zu sehen:

Während Kino.to offiziell immer angab, nur als eine Art Aggregator Streams von aktuellen Filmen zu sammeln und bereitzustellen, hat die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben Hinweise, die das widerlegen sollen. Es gebe Indizien auf eine enge Verflechtung von mehreren Streamhostern mit der Portalseite. Zudem ermittelt die Behörden darum gegen weitere File- und Streamhoster von Raubkopien, zu denen Links auf kino.to zu finden waren. Kino.to gehörte mit 5,1 Millionen Unique Visitors pro Monat zu den 70 beliebtesten Seiten Deutschlands. Es war das mit Abstand grösste Portal für Streamhoster von Spielfilmen.

Bloss, Kino.to ist auch nur eine Art Baueropfer. Denn wer Filme und Serien übers Internet konsumiert, wechselt nun einfach zum nächsten Anbieter; es gibt schliesslich mehr als genug Alternativen im WWW. Zudem haben die Kino.to Betreiber heute Abend über Twitter angekündigt, dass das Thema noch nicht abgeschlossen sei und man demnächst unter neuem Namen wieder an den Start gehen will. Das Katz- und Mausspiel zwischen Filmindustrie und Usern wird - analog den MP3 - also so lange weitergehen, bis es bezahlbare, gute und legale Streamingdienste gibt. Apple machts mit dem iTunes Store vor, aber auch dieses Angebot ist noch ausbaufähig - da zu teuer und die Filme zu wenig aktuell. Kommt dazu, dass wir in der Schweiz in Sachen Filesharing nicht ans EU Recht gebunden sind und darum sowieso einen Sonderstatus geniessen. In diesem Sinne, schade zwar um Kino.to aber wie heisst es so schön: Der König ist tot, lang lebe der König!

ICF - ein Wolf im Schafspelz

Wer hat gestern Abend den "Club" im Schweizer Fernsehen angeschaut - oder besser hat ihn sich angetan? Ich war dabei, obwohl ich eigentlich mit einem ganz anderen Thema gerechnet hatte: Ich dachte ja, da heute in Bern die grosse Atomdebatte auf dem Programm steht, es gäbe noch eine Art Vorschau auf diesen vielleicht historischen Parlamentsentscheid. Nix wars, es ging um religiöse Heiler. Aufhänger für dieses Thema ist der Auftritt des umstrittenen Predigers Reinhard Bonnke am kommenden Weekend im Hallenstadion Zürich, beim sogenannten "The Big 15". Der Prediger und Missionar Bonnke versetzt Menschenmassen auf der ganzen Welt in blinde Euphorie, weil er behauptet, dass durch ihn Blinde wieder sehen und Taube wieder hören können. Er verspricht, wie Jesus himself, schlimmste Krankheiten heilen zu können. Am Pfingstsamstag predigt er vor ein paar tausend gläubigen Christen in Zürich, auf Einladung der selbsternannten Freikirche ICF. Freikirche? Für mich ist die International Christian Fellowship ICF eine Art Sekte, welche erzkonservative Inhalte verbreitet. Ich kenne eine Handvoll Menschen, die vor einiger Zeit auf den ICF-Zug aufgesprungen sind und inzwischen nicht mehr sich selbst sind. Oder anders gesagt, sich so verändert haben in ihren Ansichten und ihrem Wesen, dass da - meine Meinung! - nur eine zünftige Gehirnwäsche dahinterstecken kann.


In der Schweiz verdanken wir die ICF dem Leo Bigger - er war gestern Abend auch zu Gast im Club beim Schweizer Fernsehen. Wenn man ihn anschaut, dann könnte man denken er sei gerade erst von Take That abgesprungen und mache nun eine Solokarriere als Popstar. Doch, es ist schon ein paar Jahre her, da hab ich als Journi diesen werten Herrn einmal getroffen. Unser Gespräch war sehr kurz, aber meine Meinung war auch schnell gemacht. Tja und da ich ahne wie die Anwälte von ICF funktionieren, belasse ich es nun auch mit weiteren Meinungsäusserungen zu diesem Thema. Ich möchte aber gerne aus der WOZ vom 4. November 2010 zitieren. Printjournalist Carlos Hanimann hat Leo Bigger fast 3 Stunden lang interviewt, die ICF durchleuchtet und unter dem Titel "Der Seelenfänger von Zürich" ein eindrückliches Profil erstellt:

"Irgendwann verliert er die Beherrschung. Seit zwei Stunden lässt sich Leo Bigger befragen – über Gott und über die Welt. Im wörtlichen Sinn. Bigger ist Senior Pastor der International Christian Fellowship (ICF), der grössten Freikirche in der Schweiz. Er wählt seine Worte sorgfältig, wägt ab, relativiert. Er gibt sich offen, tolerant, ausgeglichen. Keineswegs der christliche Fundamentalist, als der er mir vorgängig beschrieben wurde, für den nur die Bibel zählt, der die Welt in Gut und Böse einteilt, in Christen und Nichtchristen, in Himmel und Hölle. Doch dann redet sich der Pastor plötzlich in Rage. In Frankreich sei es einfacher, eine Moschee zu bauen als eine Freikirche. Er verschränkt die Arme. Wartet. Er spreche aus Erfahrung, sagt er dann, und um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen: «Ich habe nichts gegen Moslems, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Frankreich ein muslimisches Land ist.» Der Satz kommt unerwartet. Bigger legt den Kopf nach hinten, streckt sein Kinn trotzig nach vorne. Ist das sein Ernst? Oder nur Provokation? «Und in der Schweiz?», frage ich. «Besteht diese Gefahr auch hier?» – «Ja, logisch. Dort, wo man die Moslems reinholt, ist das nur eine Frage der Zeit.»

Leo Bigger, gebräuntes Gesicht, blonde Kurzhaarfrisur, trägt ein weisses Poloshirt, das er vorne über der Gürtelschnalle in die Hose gesteckt hat, leicht zerrissene Jeans und eine schwarze Jacke. In der Linken hält er einen Kaffeebecher, in der Rechten eine Bibel mit orangem Umschlag, die er sich unter den Arm klemmt, um uns zu begrüssen... Wir folgen Bigger in die grosse Halle. Das alte Fabrikgebäude auf dem Maag-Areal dient der ICF-Gemeinde seit 2003 als Kirche. 3500 Quadratmeter, verteilt auf drei Stockwerke: Seminarräume, Arbeitsplätze, ein Café – und natürlich die sogenannte Celebration Hall, wo an diesem Tag vier Gottesdienste, eine Kindersegnung und eine Taufe stattfinden. 35 000 Franken Miete zahlt die Freikirche jeden Monat. Neunzig Prozent der Kosten deckt sie durch regelmässige freiwillige Spenden, den biblischen Zehnten, den ihr die Anhänger abliefern. Rund zehn Prozent erhält die ICF über Kollekten während des Gottesdienstes. Insgesamt macht das pro Jahr in der Schweiz 4,2 Millionen Franken Einnahmen...

Bis zu 3000 Gläubige kommen jeden Sonntag hierher, um Pastor Leo predigen zu hören, mit ihm zu beten und Gott zu lobpreisen. Aber eineinhalb Stunden vor der ersten Celebration, wie der Gottesdienst in der ICF heisst, ist die Halle kalt und leer. Knapp zwei Dutzend Freiwillige und Angestellte sitzen auf anthrazitfarbenen Plastikstühlen und lauschen aufmerksam einer jungen Frau, die fröhlich den Tagesablauf erklärt: Celebrations, Theaterstück, Klaviersolo des zwölfjährigen Cédric, Kindersegnung – und am Abend die Taufe als Höhepunkt, für die in der Hallenmitte ein kleines Bassin aufgestellt wird. Sie gilt als eigentliche Initiation, sie ist das Bekenntnis zu Jesus: Die erwachsenen Frauen und Männer, die sich taufen lassen, schliessen mit ihrem alten Leben ab und versprechen, ihr Leben fortan mit Gott zu gehen.

Mittendrin sitzt auch Leo Bigger... Die Stimmung ist gut, fast schon unwirklich: keine Morgenmuffel, keine Müdigkeit, kein Misstrauen. Im Gegenteil: Freundlichkeit überall, Offenheit, Herzlichkeit. Es scheint, als wären die Anwesenden auf unseren Besuch vorbereitet...

Bigger wuchs in Buchs im St. Galler Rheintal in einer katholischen Familie auf, besuchte wöchentlich die Kirche, war später Minis­trant, pilgerte einmal im Jahr mit der Familie nach Einsiedeln. Er fand das «megageil» und «krass». So redet Bigger, der 42-jährige Kopf der ICF. Ein Erwachsener mit Jugendsprache. Auf den ersten Blick scheint das aufgesetzt, künstlich. Aber Bigger hat die Rolle des coolen, jung gebliebenen Priesters in den letzten fünfzehn Jahren so verinnerlicht, dass er sich tatsächlich immer so ausdrückt. Seit 1996 leitet er die Freikirche... Leo Bigger verkörpert die ICF wie kein anderer. So, wie er auftritt, ist auch die Kirche: modern in der Erscheinung, erzkonservativ im Inhalt.

Er gab der Kirche ein modernes Kleid, nur zwei Sachen waren für ihn unantastbar: Gott und die Bibel. Angelehnt an angelsächsische Evangelikale, ist die ICF heute eine eigentliche MTV-Kirche: multimedial, poppig, massentauglich. Ihre Botschaft verbreitet sie auf allen Kanälen: in der Kirche, über Face­book und Twitter und neuerdings auch im Fernsehen auf den Privatsendern StarTV und Das Vierte...

Einen Monat lang besuchte ich sonntags die Celebrations der ICF, sah mir alte Predigten von Leo Bigger und seiner Frau Susanna als Podcasts an und hörte christliche Lieder, sogenannte Worshipmusik. Die Botschaft war im Wesentlichen immer dieselbe: Gott liebt dich, Gott nimmt dich auf, wenn du so lebst, wie er es verlangt. Was fasziniert Tausende, vorwiegend junge Erwachsene an dieser Kirche, ihrer Botschaft und ihrem Priester? Warum verstehen aufgeklärte Menschen Homosexualität oder ausser­ehelichen Sex als Sünde? Warum erklären sie psychische Krankheiten mit dämonischer Besessenheit? Oder warum lehnen sie es ab, Harry Potter zu lesen, weil es in diesen Büchern um Zauberei und dunkle Mächte geht?...

Raphael wirkt entspannt, wenn er spricht, offen und ehrlich. Schon nach wenigen Minuten wird er persönlich und erzählt von den Schwierigkeiten in einer «Mischpartnerschaft mit Nichtgläubigen» und warum es richtig sei, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten («Das hat mich davor bewahrt, ungewollt Kinder zu kriegen»). Meine Skepsis, was die konservativen Botschaften der ICF angeht, überstrahlt er mit einem Lächeln. Er weiss Gott auf seiner Seite. Daran kann niemand rütteln...

Die wöchentlichen Gottesdienste machen nur einen kleinen Teil des christlichen Lebens aus. «Mit Gott zu gehen» bedeutet, immer im Sinne Gottes zu handeln, die zehn Gebote dienen als Anleitung dazu. In internen Unterlagen der ICF, wo die Anforderungen für Leiter der Kirche festgehalten sind, tönt das beispielsweise so: «Er hat einen guten Ruf. Er ist ehrlich, lügt nicht. Er hat kein Problem mit Alkohol. Er hat einen guten Umgang mit Geld. Er hat keinen ungläubigen Partner. Er soll nur mit einer Frau verheiratet sein. Wer den Sex ausserhalb der Ehe auslebt, kann diesen Punkt nicht erfüllen.» In einem anderen Papier heisst es: «Du kannst nicht Christ sein ohne Mission, ohne zu dienen.» Oder zum Thema Selbstverantwortung: «Ich verstehe mich als treuer Verwalter meines Geldes und gebe Gott, was ihm gehört, indem ich den Traum von ICF finanziell mittrage.»

Trotzdem stellt sich die ICF gerne als weltoffene Gemeinde dar, verwahrt sich gegen den Vorwurf, dass sie sich und ihre AnhängerInnen abgrenze und eine eigentliche Parallelgesellschaft bilde. Auch die Vorwürfe, dass sie ihren AnhängerInnen das Geld aus der Tasche ziehe, weist die Freikirche vehement von sich. Das sei ein Versuch, die ICF als Sekte zu verunglimpfen. Aber auch für die konservativen Inhalte wird die ICF immer wieder kritisiert. Das Schwarz-Weiss-Denken, die Spannungen mit Nichtchristen, die engen gesellschaftspolitischen Ansichten – das alles verträgt sich kaum mit einer offenen, komplexen und uneindeutigen Welt...

Leo Bigger trinkt einen Schluck Wasser und schimpft über die Journalisten. Nach zwei Celebrations, einer Führung durch die ICF-Räumlichkeiten und einem längeren Gespräch mit dem Pressesprecher sitze ich Bigger in einem kahlen Büroraum gegenüber. Er lese keine Zeitungen, sagt er. Was da alles verdreht und gelogen werde. Einzig Radio Energy hört er manchmal, er mag den Sender. Mainstream, poppig, einfach gestrickt. «So wie ich auch bin. Das finde ich cool.» Aber was sogenannt seriöse Zeitungen schrieben, sei ärgerlich. Fast zwanzig Minuten lang wettert er drauflos. Einige Tage vor unserem Treffen war ein Zeitungsartikel über Bigger erschienen, der ihm unterstellte, den jungen AnhängerInnen jährlich Millionen abzuknöpfen. Bigger wirkt getroffen, verletzt, ein wenig unberechenbar wie ein angeschossener Löwe. Er ist in Verteidigungshaltung, spricht über die jahrhundertelange Verfolgung der Kirchen, über Hetzkampagnen, mit denen versucht werde, die ICF in die Sekten­ecke zu drängen. Er hätte jetzt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen zu Mittag essen können, statt sich interviewen zu lassen. Es klingt wie eine Drohung: «Don’t fuck around with my time», sagt er, bevor ich endlich eine Frage stellen kann.

In der Folge sprechen wir über seinen katholischen Hintergrund, über seine Prinzipien, über die Botschaften, die er verbreitet. Dabei gibt sich Bigger äusserst tolerant und vorsichtig. Auch beim Thema Sexualität hält er sich zurück, relativiert. Er behauptet, dass es «tonnenweise» Schwule in der ICF gebe. «Die Kirche ist offen für jede Person.» Erst als ich frage, wie er es fände, wenn seine Söhne schwul wären, stockt er. «Dann hätte ich natürlich schon ein paar Fragen.»

Bigger ist ein Mann der Widersprüche, das wird in unserem fast dreistündigen Gespräch klar. Er predigt gegen den Schönheitswahn, gegen MTV, gegen den schnöden Mammon. Gleichzeitig könnte der trainierte Pastor, der sich einmal im Monat eine neue Frisur verpassen lässt, ebenso gut als hipper Moderator des Musiksenders durchgehen.

Bigger ist ein Versteckspieler. Im Gespräch weicht er aus und verliert sich in Anekdoten. Erst wenn er in die Ecke gedrängt und provoziert wird, sagt er beispielsweise: «Egal, ob jemand schwul ist, ausserehelichen Sex hat oder süchtig ist: Irgendwo ist in seiner Identität etwas verkrümmt. Das muss man geradebiegen.»

Bigger ist ein Fundamentalist – was sachliche Diskussio­nen fast verunmöglicht. Alles läuft auf die gleiche Antwort hin­aus. Jede Kritik, jedes Zweifeln wehrt er ab. Denn am Ende einer Fragereihe steht immer das endgültige, unüberprüfbare und dar­um unangreifbare Argument: Gott.

Bigger ist ein Provokateur. Er behauptet, mit Macht nichts anfangen zu können, betont aber während des Gesprächs immer wieder, wie viel Einfluss er und seine Kirche hätten. Obwohl sich Bigger als unpolitisch bezeichnet, steht er der SVP nahe, mag Blocher, weil der «es mal sagt». Und vielleicht funktioniert Bigger sogar nach einem ähnlichen Prinzip: Er gibt einfache Antworten, wo es keine einfachen Antworten gibt. Das lockt die Leute an. In ungewissen Zeiten sowieso. So fängt er die verlorenen Seelen ein.

Aber irgendwann verliert Bigger während des Gesprächs die Beherrschung. Er holt aus zu einer Tirade gegen den Islam, versteigt sich zu Verschwörungstheorien, wonach es einen muslimischen Plan gebe, Europa zu erobern, indem «die Araber» mehr Kinder zeugten als die Europäer. Er glaubt, dass die Schweizer ihr Land aus den Händen gäben, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis wir in einem «Moslemstaat» lebten. Er empört sich, dass die Journalisten versuchten, die ICF mit missionarischem Eifer zu bekämpfen, dass seinem Sohn in der Schule beigebracht werde, dass der Mensch vom Affen abstamme, dass den Landeskirchen vom Staat «das Geld in den Arsch» geschoben werde. Der Rundumschlag dauert eine halbe Stunde."

Der obige Beitrag besteht aus Auszügen aus dem Originalbericht, welcher hier bei der WOZ nachzulesen ist. Fotos: Facebook

7. Juni 2011

Open Air Chrutwäje 2011: Das Programm!

Die Tage werden so langsam wieder länger, der Sommer naht mit grossen Schritten und mit ihm auch der schönste Tag im Aarauer Kalender: der Maienzug! Zum ersten Mal seit Jahren wohn ich nicht mehr direkt in Aarau, aber okay, dafür liegt das Chrutwäje Open Air in diesem Sommer quasi direkt vor der Haustüre. Bei allzu grosser Müdigkeit könnte ich es also auch vom hauseigenen Garten (sogar ohne die Live Übertragung von Kanal K) her geniessen, aber eben - wer will das schon. Hingehen und mitfeiern ist auch in diesem Jahr das Motto - kein Wunder bei dem Programm, welches die Macher wieder auf die Beine gestellt haben. Und hey, man bedenke dass der Event auch 2011 wieder gratis ist - ganz im Gegensatz allen anderen Open Airs im Lande!

Was gibt es 2011 zu sehen und zu hören? Los geht es um 19 Uhr mit "Bambi Beast". Eine Band die man sonst vielleicht eher als Abräumer zu später Stunde erwarten würde, aber das ist eben Aarau. Wir sind ein bisschen anders hier und lassen gleich zu Beginn die Fetzen fliegen. Die Aarauer Indie Band spielt Noiserock vom Feinsten und überzeugt durch eine starke Bühnenpräsenz. Es ist kein Zufall, dass die Jungs schon in Clubs im ganzen Land (Schüür, Fri-Son oder Merkker) gespielt haben. Wers also gerne hart hat, der sollte schon in den frühen Abendstunden im Reitstadion Schachen sein. Erst recht, weil es ja auch immer leckere Sachen zum Znacht gibt und vereinzelte Sitzplätze in der Abendsonne sind um diese Zeit auch noch verfügbar.

Weiter geht es um viertel nach 8 mit den Lokalmatadoren von "Lockstoff". Viele Worte braucht man um die Combo um die Garcia-Brothers nicht mehr zu verlieren. Sie gehören inzwischen zum Aarauer Kulturgut wie die MAG und die Kettenbrücke. Ausserhalb der Stadt sind sie durch gute Airplay-Zahlen auf DRS 3 und starke Auftritte an zahlreichen Festivals zur nationalen Grösse aufgestiegen. Während beim ersten Act die Headbanger auf ihre Kosten kommen werden, darf bei Lockstoff ruhig getanzt werden - immerhin hört die erfolgreiche Singleauskopplung auf den Namen "Zrugg i Disco" und erinnert an geile Partyzeiten aus den 80er Jahren!


Gegen 22 Uhr dann - in meinen Augen - das Highlight des Chrutwäje 2011-Abends. Meine Facebook-Freundin Stefanie Peter! Hä? Nie gehört? Besser bekannt unter ihrem Künstlernamen "Steff La Cheffe" tourt sie fleissig durchs Land und überzeugt ihre Kritiker, die immer noch meinen Rap sei nichts für Frauen. Oh doch, Steff La Cheffe beweist, dass es gut kommt, wenn Frauen zu  guter Musik mit Wörtern jonglieren. Darum jetzt die offizielle Lobeshymne auf Frau Peter: Noch keine 25 und bereits mehr als fett abgeräumt: 2009 holte sich Steff La Cheffe den M4Music "Newcomer of the Year"-Award sowie den ersten Rang in der Kategorie "Urban". In Berlin machte sie sich im selben Jahr einen Namen mit dem Titel als Vizeweltmeisterin im Beatboxing. 2011 gewinnt sie bei den Swiss Music Awards in der Kategorie "Best Talent", wird am Prix Walo als "Newcomerin" gefeiert und staubt den Berner Kommunikationspreis ab und am Freitag, 1. Juli tritt sie im Reitstadion Schachen auf! Wer diesen Act verpasst, ist selber schuld.


Weiter geht es dann mit "Aloan", das ist Trip Hop aus Genf. Viele elektronische Samples, ein bisschen Rock'n'Roll, zwei Musiker und eine zauberhafte Sängerin mit viel welschem Charme. Bei uns ist das Trio noch nicht wirklich bekannt, wer allerdings hier und da mal in der Romandie unterwegs ist und Couleur 3 hört, dem dürfte der eine oder andere Song durchaus bekannt vorkommen. Mehr als ein Geheimtipp, wenn schon bereits schön dunkel ist im Aarauer Schachen! Um 1 Uhr 10 gehts dann gleich "welsche" weiter: das Elektro-Pogo-Duo "Chic And The Tramp" aus Neuchâtel dreht noch einmal so richtig auf und stampft mit fetten Beats bis tief in die Nacht hinein. Damit folgt das Chrutwäje Open Air der Tradition, tanzbare Elektronik gabs schon in den vergangenen Jahren zum Abschluss - in meiner bester Erinnerung "Fiji"! 

Fazit: das Programm 2011 überzeugt total. Mit Ausnahme der ersten beiden Acts wagt man sich dieses Mal über die Kantonsgrenzen hinaus und zieht von Bern her westwärts in Richtung Romandie. Was mir persönlich natürlich besonders sympa ist. Aber seien wir ehrlich, rein geschichtlich gesehen sind wir Aarauer der Romands (oder gar Franzosen) sowieso näher als den St. Gallern oder den Luganesi. Aber Schluss mit Regionalpolitik, der Maienzug ist ein Fest über alle Parteigrenzen hinaus und so kommt es auch am Chrutwäje Open Air traditionell immer wieder zu guten, friedlichen Gesprächen über Gott und die Welt. Wobei Moment, in diesem Jahr könnten diese Talks eventuell wegfallen, schliesslich gibts auch während den Umbaupausen der Bühne noch Live Musik: Traktorkestar spielen drei Mal auf. Balkan-Brass ist nicht nur in Aarau gross in Mode, entsprechend darf man auf die Auftritte der Abgänger der Berner Swiss Jazz School gespannt sein! 

So, das wars dann auch schon wieder mit der Programmvorschau fürs 2011. Ich kann jedem einen Besuch nur ans Herz legen. DAS ist nämlich ein traditioneller Teil des Maienzugs, ideal zu Fuss erreichbar vom Maienzugplatz oder der Schanz her. Der Eintritt ist frei, es gibts leckeres Essen und eine Bar mit erfrischenden Getränken. In diesem Sinne: See you there!

6. Juni 2011

Nieder mit der Sprossenwand!

Ich habs ja als Kind schon gewusst: Sprossen sind doof! Oder mal ehrlich, wer fand die Sprossenwand in der Schulstunde damals lustig? Ich nicht. Und siehe da, im Frühsommer 2011 kommt es endlich ans Licht, die Sprossen sind sogar gefährlich. Lebensgefährlich! Also, weg mit diesem blöden Turngerät und auch in allen Baumärkten gehören all die Leitern mit den tödlichen Sprossen abgeschafft.... Wie, ich verwechsel das? Nein, mal kurz Spass beiseite. Dieses Ehec-Bakterium soll nach neuesten Informationen also auf einem Biohof in Deutschland seinen Ursprung haben. Von da dann über Gewürzsprossen den Weg in unser Essen gefunden haben. Kennt ihr diese Sprossen? Es gibt sie ja in unzähligen Geschmacksrichtungen, diese kleinen leckeren Keimlinge: Bohnen-, Zwiebeln, Brokkoli-, Erbsen-, Kichererbsen-, Knoblauch-, Radieschen- und Rettichsprossen. Ob und inwiefern diese fiesen Grünlinge nun wirklich schuld sind am Ehec-Chaos in Deutschland, das soll sich im Laufe des heutigen Tages zeigen. Den Patienten (und Konsumenten) in Norddeutschland wäre es zu wünschen, dass die Behörden mal endlich Klarheit in diesen Foodskandal bringen.


Überhaupt wars ja mal wieder ein Weekend mit viel medialer Action. Der Stefan hat in der Nacht auf Sonntag über 5 Stunden gegen seinen Widersacher Tobias gekämpft und die letzte Ausgabe von "Schlag den Raab" vor der Sommerpause im letzten Moment für sich entschieden. In der Schweiz hatte man dafür aber keine Sympathien, denn hier konzentrierte sich alles auf das "Spiel der letzten Chance" der Schweizer Nati im legendären Londoner Wembley, gegen die Engländer. Am Schluss schaute im ersten Spiel nach Alex Frei und Marco Streller ein 2 zu 2 Unentschieden heraus, ein Achtungserfolg. Wenn ich auch der Meinung bin, dass man eine 2 zu 0 Führung - gegen eine englische Elf mit vielen Absenzen - nicht mehr hätte aus der Hand geben dürfen. Seis drum, die jungen Wilden haben eine gute Leistung gezeigt und der Fanaufmarsch in London sah auch gut aus. Obwohl ich ja gelesen habe, dass es für viele London Touristen ein wahrer Graus gewesen sein muss, die englische Hauptstadt fest in der Hand von johlenden Schweizer Nati Fans zu erleben. Tja, aber einmal im Jahr... zumindest hat man nichts von Ausschreitungen gelesen, was dann auch wieder für die CH-Fans spricht! Nicht ganz 10'000 Fans waren dann gestern in Paris anwesend, als Roger Federer mal wieder probiert hat, den Nadal auf Sand zu schlagen. Da sah es - analog der Schweizer Nati - zu Beginn auch sehr gut aus.. Leider hat es wieder nicht geklappt und der Spanier durfte sich zum 6. Mal gratulieren lassen. Trotzdem, King Roger hat es seinen Kritikern erneut gezeigt und sorgt für reichlich Vorfreude auf Wimbledon!

Wie schon erwähnt, in Sachen TV gabs an diesem Weekend nichts: ausser etwas Fussball und Tennis. Gestern Abend sass ich dann noch ein bisschen im Garten und hab auf das angekündigte Gewitter gewartet, so gegen 23 Uhr hab ichs dann aufgegeben. Zwar hats mal gedonnert, aber das wars dann auch schon. Bis dahin hab ich mich ein bisschen mit dem iPad vergnügt und einen neuen TV-Planer geladen: "On Air", der erste Eindruck ist nicht schlecht. Nur, mir ist dabei aufgefallen, dass schier kein Fernsehfilm mehr ohne einen personalisierten Titel auskommt. Was ich damit meine? Nun, es reicht nicht mehr den Film zum Beispiel "Der Unbestechliche" zu nennen. Nein, neu muss das heissen "George Gently - der Unbestechliche" heissen. Beim Durchblättern durch diese virtuelle iPad-TV-Zeitschrift ist mir dann aufgefallen, dass es unzählige solcher Beispiele gibt... analog "Bones - die Knochenjägerin" und Co., denn von US-amerikanischen Serien und ihren deutschen Übersetzungen kennen wir dieses Titelmuster ja schon. Aber nun geht auch bei deutschen Produktionen los. Da heissen die HauptdarstellerInnen und Autoren dann...

Inga Lindström - ...
Lena - ...
George Gently - ...
Rosamunde Pilcher - ...
Wilsberg - ...
Kommissarin Kucas - ...
Spooks - ...
Christopher Posch - ...
Alisa - ...
Alexander Kieling - ...
Bella Block - ...
Rosa Roth - ...
Marie Brand - ...
Hakan Nesser - ...
Utta Danella - ...
Der Wolf - ...
Lily Schönauer - ...
Commissario Brunetti - ...
Stieg Larsson - ...
Iris Radisch - ...

Und hinter jedem der Namen kommt dann, nach einem Bindestrich oder Doppelpunkt ein ach so dramatischer Titel... Gähn! Ich darf voller Stolz behaupten, noch keinen einzigen der oben erwähnten Filme je im Leben gesehen zu haben. Von den meisten hab ich nicht einmal eine Ahnung worum es denn gehen könnte oder was für eine Art Film es ist. Wahnsinnig toll - ironisch gemeint - klingen aber Bella Block, Lily Schönauer oder Rosa Roth. Wer bitte schaut sich sowas an oder gehören die gar zum Kinderprogramm bei KiKa? Nun gut, ich lobe mir den roten Knopf auf der Fernbedienung, muss aber je länger je mehr feststellen, dass wenn es im TV keinen Sport geben würde, ich so langsam aber sicher auf dieses Teil verzichten könnte. Nur noch Mist! Das deckt sich dann auch damit, dass ich gestern Abend im Garten dank Zattoo noch kurz über das Halbfinale (?) von Germany's Next Topmodel by Heidi Klum gestolpert bin. Nun, das letzte Topmodel war ja Alisar. Die war kurz im Gilette TV-Spot zu sehen, dann hat man erst ihre doofe Stimme rausgeschnitten und kurz danach wurde der Spot ganz abgesetzt. Letzte Woche war dann zu lesen, dass der Vertrag mit Heidi Klum von beiden Parteien aufgelöst wurde. Das klingt ja schon fast ein bisschen nach den "Popstars", die letzte Band gibts ja auch schon nicht mehr. Jedenfalls sind bei GNTM in diesem Jahr Jana, Rebecca und Amelie im Finale. Erstere besteht nur aus Mund und erinnert schwer an einen Breitmaulfrosch und Letztere find ich zwar total süss, aber ob das für eine Modelkarriere reicht?

So, das wars dann auch schon mit den unwichtigen Themen zum Wochenstart. Heut Abend gehts nach Zureich in "die Halle", da wird "The Wall" aufgeführt und ich lass mir das nicht entgehen. Zwar das vermutlich teuerste Konzertticket meines Lebens, aber die Herren von Pink Floyd - in dem Fall Roger Waters - werden ja leider auch nicht jünger. Und ich LIEBE dieses Album. Gänsehaut garantiert.

4. Juni 2011

Gebt mir Google + 1 - los jetzt!

Likes Tweets PlusOnesGoogle ein neues Feature: Google +1, sprich Google Plus One. Dabei handelt es sich um eine Art Like-Button wie wir ihn schon von Facebook kennen. Damit können die Leser meines Blogs diesen ab sofort bei Google bewerten. Diese Likes haben dann ein Einfluss auf das Ranking bei Google, sind also mitverantwortlich dafür, wie gut man (m)eine Seite oder (m)einen Beitrag beim Suchriesen findet. Den Google +1 Knopf findet ihr darum ab heute am Ende von jedem Text - ich danke jetzt schon für jeden Push! Bedingung um den gnazen Service nutzen zu können ist, dass man einen Google Account besitzt und bei diesem angemeldet ist. Durch einen Klick auf den +1 Button drückt man quasi aus, dass man diese Seite gut findet und weiterempfiehlt – wie Facebook Likes eben. Ein weiterer netter Nebeneffekt, der sich mit der Einführung des +1 Buttons ergibt, ist die Anzeige der Plus One von anderen Usern. Ganz im Sinne von Social Media kann man also sehen, wer diese Seite oder den Text auch geliked hat.

Zusätzlich erscheint der Plus One Button ausserdem neu bei den Adwords-Anzeigen. Laut Google soll diese Bewertung jedoch keinen finanziellen Einfluss haben. Google will den +1 Button etablieren, soviel ist schon mal klar. Und da die beiden grössten Konkurrenten Twitter und Facebook im Netz bereits sehr gut vertreten sind, will auch der +1 Button in dieser obersten Liga mitspielen. Deshalb steht ab sofort das entsprechende Widget auch für Webseiten zur Verfügung und entsprechend hab ich ihn auch auf dem Monsieur Fischer Blog eingebunden. 

Der Google +1 Button ist die konsequente Anwort von Google auf die Facebook Likes. Ob und inwiefern sich der +1 Knopf auf das Klickverhalten und die Positionen im Google Ranking auswirkt, bleibt allerdings abzuwarten. Wer mir also in Zukunft eine kleine Freude machen möchte, der klickt am Ende des Beitrags einfach auf dieses kleine, weissblaue Google +1 Logo. Merci! 

3. Juni 2011

Ein Anflug von Fernweh

Dazu ein freier Auffahrtstag, unzählige Fotos aus der "Heimat", die Musik von Patrick Fiori und ein simples Video-Maker-Programm. Das Ergebnis gibts hier und heute im Blog. Okay, einen Oscar krieg ich dafür wohl eher nicht, aber das kitschige Filmchen verkürzt mir die Wartezeit bis übernächste Woche - bis ich nach meiner Ankunft im Gare Saint Charles im Vieux Port, La Provence lesend, den ersten eisgekühlten Pastis geniessen kann. Hach!



Fussball gibts übrigens dieses Mal keinen. Die Saison in Frankreich ist rum, Marseille hat sie auf Rang zwei beendet und sich damit direkt für die Champions League qualifiziert. Derzeit wird das Stade Vélodrôme umgebaut, nach guten 10 Jahren reissen sie die Hütte nieder und bauen einen neuen Fussballtempel. Einen Blick auf die Baustelle werd ich mir darum wohl nicht verkneifen können...



2. Juni 2011

Auffahrt, was nun?

Was bei uns in der Schweiz Auffahrt heisst, nennt in Deutschland bekanntlich hoch offiziell Christi Himmelfahrt. Das klingt dann auch gleich so wie ein richtiger, kirchlicher Feiertag. Unterm Strich läuft bei unseren nördlichen Nachbarn aber am heutigen Freitag glaub mehr als bei uns, der Grund heisst: Vatertag! Nun, wie soll man den Tag erklären? Männer laufen mit einem Bollerwagen, Musik und Alkohol durch die Wälder und trinken sich dabei ins Koma. Also kein Verlgleich mit unserem Muttertag, kein Wunder heisst der Tag im Osten dann auch "Herrentag". Das triffts irgendwie schon eher. Ich hab bei YouTube ein lustiges Video gefunden, welches die Vorbereitungen zum Vater- oder eben Herrentag zeigt. Ja, ich glaub das würde mir - zusammen mit ein paar guten Kumpels und tollem Wetter  - durchaus auch noch gefallen...


In der Schweiz gehen wir es da schon ruhiger an. Ich weiss gar nicht, aber ich glaube, viele Lokale sind heute geschlossen und es ist Garten und Grillen angesagt. Viele Leute gehen auch Wandern oder machen sonstige Ausflüge in die Berge. Ich für meinen Teil freu mich aufs eine Runde Seele hängen lassen,  gut Essen und am Abend dann ab ins Kino, "Hangover 2" läuft in Aarau im Original. Wer sich im Laufe des Tages bequem auf dem Liegestuhl einen aktuellen Kinofilm anschauen möchte, dem lege ich die folgenden Seiten ans Herz: Kinokiste.com und Mobilfilme.com - ich verlink sie ganz bewusst nicht, weil sie nicht wirklich legal sind. Aber da gibts sämtliche aktuellen Kinofilme gratis als Stream aufs iPhone oder den iPad. Ja, richtig gelesen, als Stream. Es ist also kein Download nötig um sich Scream 4, Pirates of the Carribean 4 oder Alemanya anzuschauen. Klar, wer es downloaden möchte, der kann das gerne tun. Ansonsten brauchts lediglich ein Wlan/Wifi-Netz und einen bequemen Liegestuhl an der Sonne... Spass pur!

Ach ja, wer sich - so wie ich - Jahr für Jahr fragt, warum oder besser gesagt, was wir am heutigen Tag genau feiern, hier eine kurze Erklärung zum Thema Auffahrt bzw. Christi Himmelfahrt: Christi Himmelfahrt (lat. Ascensio Domini "Aufstieg des Herrn") bezeichnet im christlichen Glauben die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag des Osterfestkreises, also 39 Tage nach dem Ostersonntag, gefeiert. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April; der spätestmögliche der 3. Juni. Amen! 

Aber ich möchte jetzt nach nicht päpstlicher als der Papst sein und schliesse den heutigen Beitrag darum mit einem Geschenk an alle Väter und/oder Männer. Schliesslich ist es heute ihr Tag, zumindest in Deutschland. Den Vatertag gibts zwar auch in der Schweiz, am kommenden Sonnntag, aber irgendwie hat der eher was mit Emanzipation als mit Feiern zu tun. Darum, einen schönen Vatertag allerseits - wünscht euch Michelle Hunziker. Alle Jahre, wieder zeigt sie uns im Frühsommer ihre Kurven und irgendwie werd ich den Eindruck nicht los, die Frau wird einfach nicht älter! 

1. Juni 2011

EHEC, der Kachelmann ist schuld!

So, nach 30 Tagen mit Musik geht es ab heute wieder los hier im Blog mit Buchstaben. Vieles hat sich angestaut im letzten Monat, aber für 2 Beiträge pro Tag war dann nur selten Zeit. Egal, ab heute darf ich wieder in die Tasten hauen, Schluss mit der Musik. Und ich möchte zur Feier des Tages gleich mitteilen, dass ich das Rätsel um das EHEC-Bakterium gelöst habe. Also ich kann zwar auch keinen Impfstoff bieten, aber ich weiss, wer an dieser Kacke schuld ist: der Kachelmann wars!

Gestern wurde Jörg Kachelmann bekanntlich vom Gericht in Mannheim frei gesprochen. In meinen Augen ein korrektes Urteil. Klar, auch ich war in der vermeindlichen Tatnacht nicht dabei, aber der Kachelfrosch wurde in meinen Augen zu sehr an den Pranger gestellt, als dass es ein anderes Urteil als den Freispruch hätte geben können. Erst recht bei dieser Sachlage: Aussage gegen Aussage. Im Zweifel für den Angeklagten, hiess es da richtigerweise. Die ganzen Umstände rund um diesen Prozess waren schon irgendwie komisch, ich hab vor knapp 1 Jahr mal darüber geschrieben, wers noch genauer haben möchte, was ich mit komisch meine, der kann auf diesem Blog unzählige Ungereimtheiten nachlesen. Wenn der Richter den Vater des "Opfers" persönlich aus dem Turnverein kennt und Kachelmann in den Medien andauernd mit Namen und Foto, die Klägerin (bürgerlich Claudia Simone Dinkel aus Schwetzingen) hingegen mit falschem Namen und sauber verpixelt dargestellt wird, dann stinkt das in meinen Augen bis zum Himmel. Nun gut, Kachelmann wurde zwar freigesprochen, aber der Richter konnte sich scheinbar auch im finalen Moment die faule Sprüche nicht verkneifen und liess es so aussehen, als hätte er den Angeklagten eigentlich lieber ins Gefängnis gesteckt.


Jedenfalls hatte ich diesen Eindruck, nachdem ich mir ein paar deutsche Zeitungen durchgelesen und "Markus Lanz" im ZDF angesehen habe. So unter dem Motto "wir mussten ihn halt frei sprechen, es blieb uns Nichts anderes übrig. Aber wenn es nach mir gegangen wäre, dann...". So gesehen ist Kachelmann seit gestern eben doch kein wirklich freier Mann. Das Urteil wird ihn noch lange verfolgen, gewisse Medien werden alles dafür tun, ihn weiterhin als DEN Schuldigen darstellen zu können. So gesehen ist der Wetterfrosch gestraft, obwohl er ja laut Gerichtsrteil unschuldig ist. Entsprechend ist er nun einfach für alles schuld, was gerade anfällt: das aktuelle Regenwetter, die EHEC Bakterien und das elende Chaos bei der FIFA - oder will etwa jemand behaupten, das sei die Schuld von Sepp Blatter? Spass beseite. Was ich damit sagen will, Kachelmann wird sich hüten müssen, in Zukunft zB einen schlüpfrigen Witz in Richtung einer Frau zu machen. Auch flirten in einer Bar dürfte schwierig sein, ja sogar eine Tanzaufforderung am Turnerabend könnte zum Eigentor werden. Von Sessions mit der Blick/Ringier Fotografin Toini Lindroos rate ich ihm - aus bekannten Gründen - ebenso ab, wie vom Besuch der Luftgitarren-WM. Überall lauern die ehemaligen Lausemädchen. Die Medien haben den Mann sowas von durch den Dreck gezogen, dass eine Rehabilitation schwer fällt. Klar, es gibt bei der Geschichte auch die Seite der Frau, aber die wurde ja von Alice Schwarzer in diversen Talkshows immer wieder tränenreich erzählt. Zudem, und das ist meine ganz persönliche Meinung, für mich gabs diesbezüglich irgendwie zu viele Ungereimtheiten was ihre Aussagen angeht. Dieses Gefühl wird nun durch den Richterspruch bekräftigt, immerhin hiess es während dem Prozess, dass ihre nicht öffentliche Aussage auf das Urteil einen grossen Einfluss haben werde. Nun, scheinbar waren auch diese Ausführungen auch nicht ganz koscher...

Aber eben, ich war in dieser ominösen Nacht zum Glück nicht dabei. Es geht mich auch beim besten Willen nichts an, was Jörg Kachelmann in seiner Freizeit treibt und seine Ex Freundin kenn ich auch nicht persönlich. So gesehen fällt es mir natürlich leicht, aus der Ferne zu urteilen. Ohne wirklich die Details zu kennen. Aber immerhin drucke ich meine Spekulationen nicht auf Zeitungspapier und verkaufe sie für teures Geld - als angebliche Fakten getarnt.

A propos Fakten. Diese fehlen derzeit in Sachen Darmbakterien - EHEC ist das Stichwort. Scheinbar sind die Neuinfektionen derzeit rückläufig, gleichzeitig erfahren wir aber, dass die Gurken aus Spanien eventuell doch nicht die Bösen sind. Also dann doch die Killertomaten? Oder die Zucchini? Oder die Haustiere? Wer weiss es... Fakt ist doch, dass auch bei dieser Geschichte irgendetwas faul ist. Die Fälle treten eher regional auf, zudem gibt es eine Aussage, wonach eine ganze Ladung spanischer Gurken in Hamburg vom Laster gefallen ist. Und wer schon einmal so einen grossen Warenumschlagplatz live gesehen hat, der weiss, dass Hygiene anders aussieht. Zumindest am Hafen in Marseille möchte ich nichts essen, dass da schon einmal auf dem Boden gelegen hat. Und der Hamburger Hafen dürfte nicht viel sauberer sein. Nun, seis drum. Wir wissen derzeit nicht, was wir nicht essen dürfen. Im Internet wird darum schon einmal spekuliert, dass ja vielleicht die Islamisten schuld sein könnten am Übel. So eine Art Kachelmann-Effekt quasi, die armen Araber sind auch immer schuld, wenn man sonst niemanden mehr findet. Auch hier gilt, die ganze Sache ist unschön und für die Betroffenen traurig. Aber ist es nicht so, dass aktuell eventuell auch einfach mehr Leute zum Arzt gehen, wenn sie Durchfall, haben als sonst und die Statistik ankurbeln? Mal ehrlich, wie oft hat man mal Dünnpfiff, aber deswegen geht man doch in normalen Zeiten niemals zum Doktor. So gesehen kann es ja gut sein, dass wir alle schon einmal eine EHEC Infektion hatten in all den Jahren, aber es halt gar nicht gemerkt haben. Analog der Schweinegrippe. Nein? Ich liege falsch? Okay, Kachelmann ist schuld. Oder der Araber. Einzig Sepp Blatter kann nichts dafür, wie immer.