31. März 2008

Die Karawane zieht weiter!

Ja ja, man kann durchaus sagen, es sei verrückt innert nur gerade 6 Wochen zum zweiten Mal den Wohnort zu wechseln. Aber besondere Umstände erfordern nun halt mal besondere Massnahmen. Nicht dass meine aktuelle (zumindest noch bis heute Abend aktuelle) Wohnung nicht schön gewesen wäre, nein überhaupt nicht. Jedoch bietet sich mir die Möglichkeit, eine neue Wohnung oder besser gesagt, ein kleines Haus mitten in der Altstadt zu beziehen. Klar, Downtown klingt für eine Kleinstadt wie Aarau mit etwas über 16'000 Einwohnern vielleicht etwas gar übertrieben, aber es ist nun halt mal mitten in der Altstadt und sowas habe ich mir - nach entsprechenden Erfahrungen in Luzern und Marseille - schon immer gewünscht.

Im Hinblick auf den nun anstehenden, erneuten Umzug waren die letzten Wochen in der aktuellen Wohnung natürlich etwas chaotisch. So ganz ausgepackt habe ich nie, aber gewisse Dinge des täglichen Lebens musste ich natürlich trotzdem aus den Bananenkisten holen. So kam es dann aber auch immer mal wieder vor, dass ich zum Beispiel den Dosenöffner oder nen Schwingbesen suchen musste, um dann festzustellen, dass diese Sachen doch noch in den vollen Zügelkisten im Keller liegen. Ähnlich erging es mir in Sachen CDs oder DVDs, wo ich mich auf ein Minimum beschränkt habe. So gesehen freue ich mich, ab dieser Woche wieder definitiv irgendwo heimisch zu sein, durchaus mit längerfristigen Tendenzen.

So eine Wohnung in der Altstadt birgt natürlich durchaus auch "Gefahren". So könnte es sein, dass ich den Sommer vermehrt in Gartenbeizen oder in der freien Wildbahn verbringe, schliesslich habe ich ja künftig keinen Balkon mehr und muss mich entsprechend andersweitig nach Alternativen umsehen. Durchaus rechne ich zudem vermehrt mit spontanem Besuch, da ich ja künftig quasi mitten in der Aarauer Partymeile (gibts überhaupt sowas in Aarau ausserhalb der EM?) wohne. Entsprechend haben sich schon Menschen angemeldet, für den Maienzug, die Fussball-EM oder den Bachfischet. Sei es zum Apéro, zum übernachten oder auch nur zum Pinkeln auf einem sauberen Klo. Schauen wir mal.

Jedenfalls hab ich jetzt innert kurzer Zeit zum zweiten Mal das Vergnügen, mich an neue Geräusche zu gewöhnen. Die erste Nacht wird entsprechend wieder lustig werden. Holz das knackt, Kirchenglocken die läuten und Passanten die reden. Die letzte Nacht im alten Heim die habe ich bereits hinter mir, ab heute wird quasi fremdgeschlafen. Und ich gebs zu, ich freu mich auf die neuen Eindrücke, obwohl ich jetzt schon weiss, dass ich in den ersten Nächten im frischen Heim wohl mal wieder kein Auge zu machen werde. Die letzten Erfahrungswerte konnte ich ja eben erst unlängst sammeln.

Altstadt, ich komme! Weitere Eindrücke (Erste Begegnungen mit den Aarauer Ratten? Nächtliche Einsätze der Polizei und Feuerwehr? Die verzweifelte Suche nach Nachbarn?) gibts natürlich in Zukunft, wie gewohnt hier im Blog.

30. März 2008

Der Song zum Wochenende

Ich hab das Video bei Myspace zufällig gesehen und fand es sowas von abgefahren, dass ich mir gedacht habe, sowas muss ich hier reinstellen. Die Musik, naja. Geht halt so. Aber man kann sich zur Not ja das Video anschauen und im Hintergrund iTunes laufen lassen oder so. Der Song heisst "Shoulda know" und kommt von Atmosphere.


28. März 2008

Zitat des Tages

Gehört gestern Abend in einer Kneipe in Aarau. Unterhalten sich zwei junge Frauen, sagt die eine plötzlich:

"Wenn wir in 10 Jahren unsere Freunde nicht mehr haben, dann bist du meine Gebärmutter..."

Ob der Satz wirklich so gemeint war, wie sie ihn gesagt hat, weiss ich nicht. Jedenfalls hatte die Frau die Lacher kurzerhand auf ihrer Seite.

27. März 2008

Adieu Thierry Gilardi!

Im Alter von 49 Jahren ist der bekannte und beliebte französische Sportjournalist Thierry Gilardi an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Gilardi kommentierte beim Fernsehsender TF1 unter anderem die Spiele der französischen Fußball-Nationalmannschaft und der Champions-League an der Seite von Jean-Michel Larqué. Außerdem präsentierte er die wöchentliche Kult-Sendung "Téléfoot".

Am gestrigen Mittwochabend sollte Thierry Gilardi das Freundschafts-Länderspiel Frankreich gegen England (1-0) auf TF1 kommentieren. Dazu kam es nicht mehr, Franck Ribéry widmete sein Tor seinem Freund Thierry und zeigte das den Fans mit einem entsprechenden Schriftzug auf dem Unterleibchen:



Länderspiele bei TF1 ohne die markante Stimme von Thierry... daran muss ich mich wohl oder übel erst noch gewöhnen. Adieu Mr. Gilardi!

26. März 2008

Hokuspokus vs. Realismus

Ja, man kann durchaus sagen, dass ich als Realist durchs Leben gehe. Immer mal gerne stelle ich Fragen nach dem "Wie" und "Warum". Oder bei einem Zaubertrick, wie der wohl gerade funktioniert hat. Ich lese gerne und oft nach, was hinter gewissen Phänomenen steckt, lasse mich ungern überraschen und so weiter. Entsprechend bin ich auch äusserst skeptisch wenn es um Sachen wie Kartenlegen oder Hellsehen geht. Da hab ich zwar schon viele - schier unglaubliche - Geschichten gehört, habe aber immer gleich meine Zweifel angemeldet.

Nun ergab es sich in letzter Zeit häufiger, dass Gespräche mit verschiedenen Menschen auf eben solche Themen wie Kartenlegen oder Hellsehen kamen. Von einigen Gesprächspartnern weiss ich sogar, dass sie unregelmässig solche "Dienste" in Anspruch nehmen und entsprechend begeistert sind. Ich selber habe den Geschichten zwar immer freundlich zugehört und mich auch an den Diskussionen zum Thema beteiligt, wollte und konnte dem Ganzen aber nichts abgewinnen, dass mich überzeugt hätte. Obwohl ich zugeben muss, seit mir David Copperfield mal was in meine komplett geschlossene Hand "gezaubert" hat, gebe ich durchaus zu, dass es "etwas" gibt zwischen Himmel und Erde. Und seien es auch nur ein paar wirklich gute Zaubertricks.

Der Zufall (die genaue Geschichte um Zufall oder nicht hier weiter zu erläutern würde zu weit führen) wollte es nun, dass ich die Möglichkeit bekam, zu erfahren, was französische Tarotkarten so zu meiner aktuellen Lebenssituation meinen. Anfangs wollte ich davon gar nichts wissen, schliesslich war der "Gwonder" (Neugierde) dann aber trotzdem grösser und ich liess mich auf den Versuch ein. Und was soll ich sagen, der Skeptiker Fischer wurde kurzzeitig etwas kleinlaut. Ohne ein Vorwissen über meine Person und aktuelle Geschehnisse in meinem Leben wurden mir Dinge gesagt, die eigentlich gar niemand wissen kann. Es wurde von Menschen erzählt die in mein Leben getreten sind und von anderen Personen die meine Lebensgeschichte verlassen haben. Natürlich gabs keine Namen, dafür Altersangaben oder soziale Hintergründe. Das wäre ja irgendwie auch noch durchaus erklärbar gewesen, weil es doch eher allgemein gehalten war. Als dann aber noch Details zu zwei Menschen aus meinem Umfeld, sowie meine Beziehung zu ihnen zu Tage kamen, war ich für nen Moment komplett ruhig gestellt.

Ich habe dann dankend darauf verzichtet, "Fakten" aus der näheren Zukunft zu erfahren. Mir wurde es irgendwie plötzlich zu unheimlich. Wie können solch olle Karten meine aktuelle Lebenssituation mehr oder weniger genau auf den Punkt bringen? Ich habe mich bisher immer mit dem Spruch verteidigt "was diese Scharlatane da erzählen, ist sowas von allgemein gehalten, als dass es auf jede Person zutreffen könnte". Wenn dann aber plötzlich Details einfliessen, die überhaupt nicht allgemein sind, sondern wie die Faust aufs Auge passen, dann räume ich das Feld lieber wieder.

Hmmmm... ja, mehr weiss ich derzeit auch gar nicht zu schreiben. Vielleicht hat ja auch schon jemand von euch solche oder ähnliche übersinnliche Erfahrungen gemacht? Ich bin auch jetzt noch ziemlich geplättet von der Aktion. Und dass mir die Person am Ende des Gesprächs noch den gut gemeinten Satz "im Sommer und gegen Ende des Jahres werden für Sie 2 Wünsche in Erfüllung gehen" mit auf den Weg gegeben hat, beruhigt mich irgendwie auch nicht wirklich... Tsss...

25. März 2008

Ich will Sex mit Charlotte Roche!

Wer jetzt schon beim Titel ungläubig den Kopf schüttelt, der bildet sich seine Meinung und lässt das Lesen und den Kommentar einfach sein. Wer weiterliest, versteht dann am Schluss vielleicht auch den Titel. Ab jetzt wird es erst so richtig schmuddelig. Wer ist Charlotte Roche? Deutsche Moderatorin, Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin, Produzentin und Autorin mit englischen Wurzeln. Einzelnen Menschen seit Jahre bekannt durch VIVA Zwei, Arte oder ARD. Ich hab mein Herz spätestens an Frau Roche verloren, seit ich ihr Kult-Interview mit Robbie Williams gesehen habe.

Seit einigen Wochen kennt ein Gros der deutschsprachigen Welt zumindest den Namen "Charlotte Roche". Es vergeht nämlich fast keine Woche in der nicht eine Boulevardzeitung (und wir haben ja schon so viele davon) über die 29jährige Frau berichtet. Grund ist ihr Buch "Feuchtgebiete". Alle Talkshows reissen sich um Frau Roche, ihre Lesetour ist beinahe jeden Abend ausverkauft und das Buch ist den Charts. Ich habe mir das Buch vor einigen Wochen auch gekauft, naiv ohne etwas über den Inhalt zu wissen, weil zum Zeitpunkt meiner Bestellung der Hype noch nicht ausgebrochen war und ich einfach wissen wollte, was Frau Roche so schreibt. Geht mir übrigens auch bei Sarah Kuttner, Harald Schmidt, Roger Willemsen oder Michel Houellebecq jeweils nicht anders. Inzwischen ist Roches Werk als "Schmuddelbuch", "Pornolektüre" und so weiter bekannt. Und die Bildzeitung titelte am Wochenende:

Wieviel Porno steckt in Frau Roche?

Es wird von Lesern berichtet, die sich scheinbar beinahe übergeben mussten, während sie sich "Feuchtgebiete" zu Gemüte geführt haben. In Internetforen wird sogar über ein Verbot des Buches diskutiert. Nun, was soll ich sagen? Das Buch ist bestimmt kein literarisches Meisterwerk. Die Sätze sind einfach gehalten, der Schreibstil erinnert an einen Blog oder ein Tagebuch. Entsprechend liest es sich locker flockig. Der Inhalt darf durchaus als pornografisch bezeichnet werden. Wenn man das Buch zufällig auf irgend einer Seite aufschlägt, springen einem quasi ausnahmslos Ausdrücke wie "Muschi" oder "Schwanz" ins Auge. Wobei solche Wörter noch zu den harmloseren gehören. Das Buch ist auch meiner Meinung nach eine Provokation und bestimmt nicht für Kinder geeignet. Trotzdem, wo ist das Problem?

Das 220 Seiten starke Werk ist auf Platz 2 der deutschen Bestsellerliste. Regen sich also mal wieder die gleichen Menschen darüber auf, die sich heimlich daran aufgeilen? Naja, ehrlich gesagt muss man schon einen sehr speziellen Geschmack haben um an dem Geschriebenen etwas "geil" zu finden. Ausschnitte gefällig?

"Ich benutze mein Smegma wie andere ihre Parfümflakons. Mit dem Finger kurz in die Muschi getunkt und etwas Schleim hinters Ohrläppchen getupft und verrieben..."

"Ich greife mir immer in die Muschi, wenn ich auf dem Klo sitze..."

"...Doggystellung, also auf allen vieren, Gesicht nach unten, er von hinten kommend Zunge in die Muschi, Nase in den Arsch, da muss man sich geduldig vorarbeiten, weil das Loch ja von dem Gemüse verdeckt wird."

Weiter erzählt uns Frau Roche, dass es durchaus unnötig sei, sich untenrum regelmässig intensiv zu reinigen und dass ein Mann zwischen den Beinen auch gerne mal etwas streng riechen darf. Naja, das sagt natürlich nicht Charlotte Roche selber, sondern ihre Hauptdarstellerin Helen, die im Spital liegt. Das Buch darum nur auf Pornografie zu beschränken, wäre zu einfach. Andererseits hat mir persönlich die grosse Message ebenfalls gefehlt. Darum habe ich am Wochenende einer Freundin auf ihre Frage "Leihst du es mir mal aus, lohnt es sich?" geantwortet, ein Must ist es nicht. Aber eben, da es in den Medien seit Wochen gehypt wird, kann man es sich durchaus mal kurz durchlesen.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Charlotte Roche hat den Nerv der Zeit getroffen. Wer heutzutage nicht provoziert, der fällt gar nicht mehr auf. Tag für Tag erscheinen unzählige Bücher, CD's und Filme. Wer nicht auffällt, der geht unter. Die bekennende Feministin Roche hat ein Thema aufgeriffen, wo wohl niemand damit gerechnet hat, dass gerade eine Frau sowas im Detail aufschreiben könnte. Sie hat das - unterstelle ich ihr jetzt einfach mal - ganz bewusst getan, weil sie als Medienprofi genau weiss, wie man sich Aufmerksamkeit schafft. Ihr Erstling hat eine solch grosse Beachtung gekriegt, wie es sich bestimmt jeder Schreiberling wünschen würde. Und da nehme ich mich nicht aus! Jede Bloggerin und jeder Blogger merkt es ja selber, wenn bestimmte Worte im Blog auftauchen, steigt die Besucherzahl.

So hat nun auch Frau Roche "Muschi" und "Schwanz" zu ihren Freunden gemacht und darf sich nun über unzählige verkaufte Bücher, ausverkaufte Vorlesungen und eine riesige Medienpräsenz freuen. Beste Voraussetzunge also für ihr zweites Buch, das bestimmt mal folgen wird. Denn bis dahin kennt bestimmt jeder den Namen Charlotte Roche. Ob dieses Getue, heiliger als der Papst und die oft übertriebene Prüderie der Öffentlichkeit dabei nötig sind, sei dahingstellt. Wer nämlich zum Beispiel bei Bild-Online den letzten Bericht über Charlottes Buch gelesen hat, der wurde links und rechts vom Text mit Werbung wie "Soll ich dich bügeln?" oder "Ich zeig dir meine Küche" zugemüllt. Fragt sich dann, was wirklich bescheuert ist. Der clevere Schachzug von Charlotte Roche, mit einem durchschnittlichen Buch Aufmerksamkeit zu erlangen oder diese billig gemachte Sex-Werbung, die direkt neben einem Text steht, in welchem sich der Journalist über Pornografie aufregt.

PS: Wer sich jetzt immer noch fragt was der Titel soll, dem sei gesagt, Frau Roche zeigt ja gerade, dass man mit etwas Provokation durchaus LeserInnen gewinnen kann. Und ich lerne schnell...

23. März 2008

Der Song zum Wochenende

Nach einem "La Boum"-Marathon wie ich ihn heute erlebt habe, gibts natürlich nur zwei Möglichkeiten in Sachen Musik. Da "Reality" doch schon etwas ausgelatscht ist, habe ich mich für "Your Eyes" von Cook da Books entschieden. Allen noch ein schönes Osterfest und ein MERCI an die La Boum-Mitschauer ;-)

20. März 2008

Projekt52: Ich hab noch Schulden....

... nämlich die Fotos der letzten 2 Wochen. Da ich am Ende des Jahres aber tatsächlich 52 Fotos haben möchte, liefere ich diese Bilder jetzt für Saris Projekt nach.

KW 10 war das Thema "Architektur". In Zürich ist mir vor dem James Blunt-Konzert der Neubau des Theater11 aufgefallen:

In der KW 11 ging es um "Meinen Arbeitsweg". Ich fahre derzeit Tag für Tag am Aarauer Fussballstadion Brügglifeld vorbei und weil es gegen den FCZ so ein tolles Resultat gab, hab ich am Samstag spontan abgedrückt.

Und damit ich in dieser Woche nicht mehr daran denken muss (Ostern und Co. lassen grüssen!) liefere ich auch gerade noch das Thema "Kindheitserinnerungen" nach. Erinnerungen gehen häufig durch den Magen. So denke ich immer wieder an meine Kindheit zurück, wenn ich zum Beispiel ein "Yogi Drink" geniesse. Eben so ergeht es mir, wenns irgendwo "Himbo" gibt. Leider stirbt das Getränk langsam aus, ein Hersteller aus Bellinzona stellt es allerdings noch her. Was noch lustig ist, weil ich mein erstes Mal "Himbo" doch tatsächlich im Tessin genossen habe, von genau diesem Hersteller!

Und bevor sich wieder ein paar anonyme Menschen in den Kommentaren über die Qualität meiner Fotos beschweren erwähne ich noch einmal, alle Bilder für das Projekt52 mache ich mit der Cam meines Sony Ericsson Handys und bearbeite sie dann auch nicht mehr nachträglich. Leben live halt!

19. März 2008

Missverständnis = Sich falsch verstehen!?

Wussten Sie, dass in Russland in der Regel die Männer den Frauen zur Begrüssung nicht die Hand geben und man das im Westen durchaus mal fehl interpretieren kann? Oder dass man in gewissen Ländern wenn man fertig gegessen hat, das Besteck nicht so auf den Teller legt wie bei uns und das dann vom Personal falsch verstanden wird? Oder dass ein gut gemeinter Satz im falschen Moment durchaus ein mittleres Gefühlschaos auslösen kann? Oder mal eine Sekunde nicht richtig zugehört und naja.... die Aufzählung ist endlos, jeder von uns kennt doch die unangenehmen Missverständnisse!

Meist passiert ja etwas total Harmloses, das Gegenüber nimmt es anders auf als es gemeint war und perfekt ist die Chose. Ähnlich wie bei den Katzen und den Hunden. Während ein Hund durchaus mal aus Freude mit dem Schwanz wedelt und seine Vorderbeine auf den Boden legt wenn er spielen will, empfindet die Katze genau diese Gesten als Aufforderung zum Kampf bzw. als Bedrohung. Und der Rest ist dann Geschichte. Ich gebs zu, dass ich leider auch immer mal wieder das Flair habe, in gewissen Momenten Sachen zu sagen oder zu tun, die dann in genau dem Moment falsch verstanden werden. Wenn ich dann merke, was ich gerade angerichtet habe, ist es meist zu spät für Entschuldigungen.

Es gibt aber auch Menschen, die ziehen Missverständnisse geradezu an. Wenn zum Beispiel zwei verschiedene "Welten" aufeinander treffen, dann braucht es nicht viel und Kandidat A verwirrt Kandidat B mit seiner Aussage und als Krönung empfindet dieser das dann auch gleich noch als Beleidigung. Meist lässt sich B dann nichts von seiner Wut anmerken, ausser dass er A freundlich ignoriert. A stellt das dann natürlich irgendwann mal fest und fragt sich, was wohl in B gefahren ist. Aus lauter Stolz meldet er sich aber auch nicht mehr bei B und so nimmt das Unglück seinen Lauf. So haben nicht nur Freundschaften geendet, sondern auch schon Kriege begonnen.

Beliebt sind Missverständnisse aber natürlich auch immer mal wieder in den Medien. In einem Interview fällt ein Satz, die Zeitung nimmt ihn aus dem Zusammenhang bevor sie ihn druckt und danach gibt es kein Halten mehr. Es folgt eine Rechtfertigung, welche die Geschichte auch nicht verbessert und so weiter. Egal ob Sport, Politik oder Wirtschaft.. hat man sich erst einmal in der Wolle gestaltet sich das gemeinsame Miteinander schwierig.

Warum ich auf all diese - wohl nicht allzu neuen - Erkenntnisse komme? Nun, erstens passiert es mir wie erwähnt regelmässig, dass ich mit nem falschen Spruch im falschen Moment mal kurz für ein Chaos sorge. Meist dann noch bei Menschen die ich eigentlich mag. Und zweitens hab ich mir überlegt, was ist die beste Reaktion auf so ein Missverständnis? Ich bevorzuge, das direkte Ansprechen des Problems oder besser gesagt der Person. Das stösst zwar viele Menschen vor den Kopf, aber ich finde, wenigstens ist es ehrlich. Und es ist in meinen Augen die einzige Möglichkeit, den teuflichen Kreislauf zu durchbrechen. Für bessere Lösungen bin ich aber durchaus dankbar!

Womit sich dann der Kreis zum Anfang der Geschichte wieder schliesst: am Wochenende habe ich in einem Restaurant beobachtet, wie eine Frau ihr Besteck eben nicht so auf den Teller gelegt hat, wie wir es uns gewohnt sind, wenn wir genug gegessen haben. Das hat dann dazu geführt, dass die Bedienung nicht wusste, ob sie abräumen durfte oder nicht. Danach verschwand sie in der Küche, kurz darauf kam der Koch raus und erkundigte sich bei der Frau, ob denn das Essen nicht geschmeckt habe. Aufgrund der "Stellung" von Messer und Gabel sei bei ihm dieser Eindruck entstanden. Das Missverständnis konnte zum Glück schnell aufgeklärt werden, die Frau war schlicht und einfach satt. Wäre es doch nur immer so einfach im Leben!

18. März 2008

Dä Roschee machts wieder!

Ja ,er tut es ja wieder. Seit gestern am Morgen um halb 7 sendet der ehemalige Radiopirat wieder. Roger Schawinski hat mit "Radio 1" innert recht kurzer Zeit ein neues Projekt verwirklicht, das - zumindest nach dem ersten Tag - Lust auf mehr macht. Wir haben gestern im Geschäft SWR 3 und DRS 3 für einmal links liegen lassen und übers Internet den neuen Sender gehört. Die Altersschere der Zuhörer hätte idealer nicht sein können, aber am Feierabend kamen alle zum gleichen Ergebnis: "Roger kanns noch!" Ok, er selber hat gestern ja mit Ausnahme einer Talkshow am Abend nicht wirklich viel on Air geleistet. Aber man weiss ja, dass er dahinter steht und es ja auch erfunden hat. Wie er nach eigenen Aussagen immer alles erfindet. Wobei die Geschichte mit Radio eins ja nicht so ganz neu ist, in Deutschland gibts ein Radio das gleich heisst und musikalisch auch die gleichen Ziele verfolgt.

Das Thema ist denn auch die Musik. Gestern gab es so gut wie keine Wiederholungen. Madonna fällt mir grad spontan ein, aber das war ihr ganz neuer Song. Dafür gab es Gassenhauer aus den 70er und 80er Jahren. Wie lange ist es her seit ich "Pickin'up the Pieces" in der langen Version gehört habe oder Metallica mal ohne dass die Gitarre geschnitten wurde. Diesbezüglich gäbe es unzählige Beispiele von Songs, die uns gestern das Herz erwärmt haben. Perlen, die leider in der aktuellen Radiolandschaft vergessen gingen. In Sachen Moderatoren hat Radio 1 ebenfalls ein paar Schmankerl zu bieten. Namen nenne ich hier aber bewusst keine. Einfach mal reinhören, man merkt dann schnell wo sich die Spreu vom Weizen dreht. Nun, die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wie sich das neue Kind von Schawinski entwickelt und ob ihm das Konzept recht gibt. Wichtig dürfte sein, dass er mit dem Sender bald mal aufs Kabel kommt und so ein noch grösseres Publikum ansprechen kann. Ich persönlich freue mich jedoch darüber, dass im Erfolgsfall viele Radiochefs über die Bücher gehen werden und unter Umständen das Konzept ihrer Station etwas verändern. Als Konsument kann mir das nur recht sein. Denn 10 Mal "Apologize" pro Tag kanns einfach auch nicht sein.

Ach ja, den Satz des Tages hab ich aber gestern bei DRS3 gehört, als im Auto unterwegs war. Die nette Moderatorin hat mir gesagt "Höt verzelle mer euch uf DRS3 de Onterschied zwüschem Oschterhaas...." hmmm, ja dem Osterhasen und was noch? Ich weiss nicht ob sie danach selber etwas verstört war über das vermeintlich fehlende Satzende, jedenfalls war der darauffolgende Song ein anderer als angekündigt. Egal, für nen zünftigen Schmunzler hat es alleweil gereicht.

Heute läuft bei uns im Geschäft übrigens Radio 24. Mal hören was die so treiben, nachdem fast das halbe Team zu Roschee gewechselt hat.

17. März 2008

Peking 2008 boykottieren?

Nach den Meldungen der letzten Tage aus dem Tibet stelle ich mir diese Frage ernsthaft. Klar, ich persönlich bin ja von einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen bzw. eben einem Boykott ja nicht wirklich betroffen. Aber trotzdem frage ich mich, ob man nicht wenigstens ein kleines Zeichen setzen könnte, mit einer solchen Boykottdrohung. Übers Wochenende waren ja bereits erste Statements zu hören, sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz haben sich Vertreter der Olympischen Komittees zu Wort gemeldet. Klare Statements gab es jedoch nicht. Aus Deutschland hiess es gar, Sportverbände müsste nicht Politik machen, dafür seien andere Instanzen zuständig. Naja, den Satz mit "den Anderen" die immer schuld sind oder endlich mal was unternehmen sollen, den kann ich eh nicht so wirklich ausstehen.

Warum nicht mal hinstehen und klar sagen, wenn sich nichts ändert und die Chinesen die Tibeter (und es sind ja nicht nur die!) nicht in Ruhe lassen oder noch besser endlich anerkennen, dann könnt ihr im Sommer eure Olympischen Spiele ohne uns durchführen. Klar müssten diesem Aufruf auch noch andere Länder folgen. Allen voran die Weltpolizei aus den USA! Vielleicht könnte man die chinesische Regierung, welche es ja mit den Menschenrechten nicht immer so wahnsinnig genau nimmt, zum Einlenken bewegen. Der Sport hat diesbezüglich nämlich vermutlich mehr Macht, als das gewissen Funktionären lieb ist. Nicht umsonst stehen Sportstars immer mal wieder hin und verkünden Botschaften. Ich hoffe, dass sich auch zu diesem Konflikt dann mal ein Promi äusserst, analog der Burma-Geschichte. Ob es dann am Schluss auch wirklich was bringt, das weiss im Vorfeld natürlich niemand. Aber ein Zeichen setzen hat noch nie geschadet.

Abschliessend vielleicht noch eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die bislang geschehen sind und mich überhaupt zu diesen Überlegungen gebracht haben. Im Tibet laufen seit Tagen Proteste zur Befreiung der Provinz aus den Fängen Chinas. Erst waren die Proteste friedlich, danach kam es zu Unruhen, die schliesslich von der chinesischen Armee mit gewohnt harter Hand unterbunden wurden. Dabei hat es Tote gegeben, laut offiziellen chinesischen Angaben starben ein Dutzend Menschen, nach Augenzeugeberichten sollen es gegen hundert Opfer gegeben haben. Inzwischen hat China die Grenze zum Tibet dicht gemacht und ausländische Touristen und Journalisten aufgefordert, das Land zu verlassen. Unzählige Demonstranten wurden bei Razzien verhaftet und abgeführt. Der Dalai Lama sprach inzwischen von "Völkermord".

14. März 2008

Wieviel Toleranz darf es denn sein?

Gestern Abend wurde ich in einem Aarauer Restaurant Zeuge einer komischen und zum Schluss auch unagenehmen Szenerie. Zwei Männer aus dem arabischen Raum sassen an einem Tisch und diskutierten heftig miteinander, dazu tranken sie eine Literflasche Bier. Das Gespräch wurde von Minute zu Minute angeregter, was jedoch kaum einer der anderen Gäste wahrgenommen hätte, wäre nicht der Lautstärkenpegel ebenfalls minütlich angestiegen. Jedenfalls kam es soweit, dass der Wirt zu den beiden Gästen ging und sie bat, sich etwas in der Lautstärke zu mässigen, es hätte schliesslich noch andere Gäste im Resto.

Einer der beiden Herren wollte davon jedoch gar nichts wissen und begann... Koranverse zu rezitieren/singen. In einer Lautstärke, die auch den letzten Gast in der Beiz auf ihn aufmerksam gemacht hat. Der Wirt zeigte sich äusserst tolerant und liess den Möchtegern-Muezzin gewähren. Auf Anfrage sagte er uns dann, schliesslich wäre das dem Gast seine Religion und er drücke jetzt mal für ein paar Momente beide Augen zu. Als der Mann aus dem nahen Osten jedoch auch noch 5 Minuten noch am singen war, ging der Wirt nochmal vorbei und bat ihn erneut, sich in der Lautstärke etwas zu mässigen. Aus Rücksicht auf die anderen Gäste. Wir, also eben die anderen Gäste, waren dem Mann aber scheinbar egal. Jedenfalls regte er sich lautstark darüber auf, dass er hier nicht sein Gebet durchführen dürfe. Leider war um diese Zeit aber gar keine Gebetszeit, was ich ihm dann auf Französisch probierte zu erklären. Etwas überrascht über meine Sprache und mein Wissen über die Gebräuche des Islam stand er auf und wollte das Lokal verlassen.

Dann kam sein Kumpel ins Spiel. Er schwafelte was von Rassismus und bat den Wirt um ein letztes Bier. Dieses müsse er ihm gewähren, wenn er ein guter Mensch sei. Während er mit dem Chef des Hauses diskutierte, versuchte der Sänger eine Flasche Rotwein mitgehen zu lassen. Da verlor der sonst äusserst geduldige Wirt die Nerven und bat die beiden in einem bestimmten Ton, das Lokal sofort zu verlassen, es sei zudem jetzt bald Sperrstunde und er zögere auch nicht die Polizei zu holen.Die Ausdrücke "Polizei" und "Sperrstunde" waren dann wohl zuviel für die beiden Chaoten, die restlichen Gäste wurden als Rassisten beschimpft, der Wirt als Asozialer und so weiter.

Um die Geschichte zu verkürzen, es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Typen, dem Wirt und einem Gast, Gläser fielen zu Boden, die Polizei kam (mit rund 25 Minuten Verspätung, weil die Aarauer Polizei bei einem Einbruch war, kamen die Kollegen aus Zofingen) und der Abend endete für alle anwesenden Gäste eher ungemütlich. Die Polizei entschuldigte sich dann fast - nicht wegen dem zu spät kommen -, da sie gegen die beiden Randalierer nicht wirklich was unternehmen könne. Es hätte eine Anzeige gebraucht, grösseren Sachschaden oder zumindest ein paar Verletzte. Ein Hausverbot wäre noch eine Möglichkeit gewesen, darauf verzichtete der Wirt allerdings, weil er sagte, dass er seinem Personal nicht zumuten könne, dieses gegenüber solchen Gewalttätern auch umzusetzen. Sprich, die beiden betreten das Lokal und eine weibliche Serviceangestellte ist in dem Moment gerade alleine im Einsatz... und wenn dann die Polizei wieder 25 Minuten hat bis sie eintrifft?

Naja, Fakt ist, ich fand es schade, dass es in einer an sich friedlichen Kneipe - es war sogar noch ein Junggesellenabend im Gang - zu solchen Szenen kommen muss. Der Wirt handelte in meinen Augen fair und bewies lange Ruhe, liess den Sängerknaben sogar noch seine Koranverse runterbeten. Toleranz wurde also gross geschrieben und trotzdem wurde von Seiten der beiden Unruhestifter immer weiter provoziert und probiert wie weit man gehen kann. Ob das jetzt Ausländer waren oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Tatsache ist in meinem Augen jedoch, dass immer mehr Toleranz gefordert wird, Rücksicht und Fairness dann aber Fremdwörter sind! Schade...

13. März 2008

Von MySpace- und Facebook-Freunden

Die Welt wird immer voller und als ob es nicht schon genug eng wäre an gewissen Plätzen unseres Planeten rutschen die Menschen auch übers Internet immer näher zusammen. Auf zahlreichen Internetplattformen treffen sich Tag für Tag Millionen von Menschen um sich auszutauschen. Über MySpace habe ich ja an dieser Stelle schon ein paar mal geäussert, ich finde diese Community wegen der Musik durchaus spannend.

Inzwischen hat sich aber bei MySpace so eine Art "IG Aarau" entwickelt. Sprich, fast jede Woche trifft man online wieder jemanden, der aus der Grossregion Aarau kommt und sich ebenfalls bei MySpace tummelt. So kommt es, dass man dann im Ausgang auch immer mal wieder jemanden trifft, den man kurz vorher schon online und virtuell im Netz getroffen hat. Witzig, wie ich finde. Wobei ich sagen muss, dass gerade MySpace schon recht international ist und Schweizer User die Ausnahme bilden. Aber Kontakte nach Deutschland und Frankreich sind ja auch nicht ohne! Besonders gut lassen sich diese übrigens über die neue Chat-IM-Funktion pflegen.

Bei Facebook geht es ähnlich zu und her. Da hab ich schon den einen oder anderen Blogger getroffen. Das Kommunizieren funktioniert bei Facebook ähnlich wie bei MySpace. Man hinterlässt sich entweder Kommentare oder schreibt sich Mails. Neben den Bloggern hab ich bei Facebook unter anderem meine ehmalige "Unterstiftin" (Lehrtochter im Jahr unter mir!) getroffen oder einen Kumpel der seit einiger Zeit durch Asien und Australien reist oder eine junge Frau, die ich über Weihnachten mal zufällig an einer Party kennengelernt habe. Die Welt ist wirklich klein, manchmal sehr klein.

Natürlich gibt es noch so Sachen wie Xing oder Badoo oder StudiVz. Aber irgendwie fehlt einem dann ja auch mal die Zeit um all diese Plattformen regelmässig zu betreuen. So schaue ich täglich mal bei MySpace und Facebook rein, das reicht mir. Für Xing hab ich mir ein Mail-Abo genommen, das mich informiert, wenn jemand was von mir will. Ich muss aber zugeben, dass diese Plattformen durchaus ihren Reiz und ihre Vorteile haben. Ein paar Kontakte sind tatsächlich erst durch MySpace und Co. wieder aufgeflammt. Ein schönes Beispiel ist eine Kollegin, die ich vor weit über 15 Jahren mal im Tessin an einem Badestrand getroffen habe. Zwischenzeitlich haben wir den Kontakt leider verloren, inzwischen mailen wir aber wieder regelmässig, nachdem sie mich bei Xing entdeckt hat. So gesehen führen solche Internetseiten durchaus auch mal wieder Menschen zusammen, was ja nicht schlecht ist!

Schwierig wird es dann, wenn man solche Seiten und ihre Inhalte zu wichtig nimmt. Erst eben hab ich wieder von jemandem gehört, der total wütend wurde, weil er bei nem Kumpel nicht unter den Top MySpace-Freunden zu finden war. Das ist für mich dann übertrieben, ich könnte nicht behaupten, dass die Freunde, die in der Liste weiter oben sind, die besseren Menschen sind, als die, die weiter unten sind. Ok, es mag sein, dass ich gewisse besser und manchmal sogar persönlich kenne und sie darum weiter oben sind. Aber mehr da hinein zu interpretieren find ich etwas übertrieben! Ähnlich Mühe hab ich mit Menschen, die sich hinter ihrem Avatar verstecken. Sprich, die eigentlich nur im Internet stattfinden. Es mag Zeiten geben, da ist man gerne allein und widmet sich entsprechend der virtuellen Welt, da ist nichts dagegen einzuwenden. Aber gerade auf solchen Plattformen findet man dann immer wieder Menschen, die vermutlich 24 Stunden pro Tag online sind und - mein Eindruck - gar keine Lust mehr haben, mit der richtigen Welt zu kommunizieren. Da ersetzt das Internet dann die Beiz oder die Freunde. Durchaus eine der Gefahren, welche unter anderem solche Plattformen in sich bergen.

Zum Schluss noch die Bemerkung, dass man über diese kommunikativen Seiten nicht nur plaudern kann, sondern dass man da auch immer mal wieder lustige Sachen findet. So zum Beispiel im Facebook bei Blogger André. Viel Spass und Oropax nicht vergessen:


12. März 2008

TV-Schrott über die Digi-Box

Danke, Danke, Danke liebe Cablecom (Vorsicht Ironie!). Da stell ich mir eure Digital-TV-Kiste ins Wohnzimmer und freu mich über die gestochen scharfen Bilder, den tollen Ton und die grosse Auswahl an Sendern. Ebenfalls war es immer lustig, dass gewisse Sendungen zeitverschoben ausgestrahlt wurden, sprich scheinbar in der originalen Version und darum etwas früher als der Schweizer Stream. So wusste man als Digitalbox-Besitzer zum Beispiel 3 Minuten früher als der Rest der Schweiz, wer "The Next Uri Geller" ist (wobei das in Tat und Wahrheit eigentlich ja unbedeutend ist) oder bei DSDS hatte der Box-Inhaber ebenfalls einen Wissensvorsprung von ein paar Minuten, wenn es darum ging zu erfahren, wer fliegt. Nun, ich hatte gut ein Jahr den Plausch an meiner Box.

Und jetzt der Schock. Vorbei ist es mit den deutschen Versionen von Pro7, RTL, Sat1 und Co., denn es gibt nun auch über die Cablecom-Box die Schweizer Versionen der Sender. Was heisst das? Am Sonntag zum Beispiel auf DSF keinen Krombacher Sportstammtisch mehr, keine Wiederholungen von grossen Samstagabendkisten mehr, kein "Genial daneben" mehr bei Regenwetter am frühen Sonntagmorgen und so weiter. Dafür unzählige, schlecht gemachte Schweizer Formate, die niemand wirklich sehen will. Ich hab mal einen Blick in die Fernsehzeitschriften geworfen und geschaut, was mich denn da so erwartet. Da gibt es natürlich immer noch "Joya rennt", dann eine Zügelsendung, bei Pro7 "Faces TV" mit der unmöglich talenfreien Blondine mit dem noch unmöglicheren Züri-Släng, weiter steht eine Auktionsshow auf dem Programm und "Celebretions" mit Björn dem Hering wird es bestimmt auch noch geben. Ok, das alles betrifft mich nicht wirklich, weil es zu Zeiten kommt, wo ich eh nicht vor der Flimmerkiste sitze. Vielmehr hab ich Mühe mit dem nächtlichen Programm. Da kommst du am Sonntag spät nach Hause, willst noch kurz ein bisschen rumzappen und was kommt? Dämliche Telefonspiele und Sex-Werbung en Masse. Bei Sat1 gab es glaub ich sage und schreibe 1 Stunde lang nur Werbespots für 0900er-Erotik-Nummern. Einer ist mir übrigens geblieben, da erzählt eine junge Frau, Michelle heisst sie, aus dem Aargau über ihre erotischen Erlebnisse auf dieser Sexnummer. Oben steht dann irgendwie ein Einblender von wegen, das sei alles original. Dumm nur, dass es in der ganzen Schweiz - ausser das Teil in Lausanne - keine U-Bahn gibt und dieses sogenannte "Originalvideo" in einem U-Bahnschacht gedreht wurde. Nun, wenn ich jetzt jedenfalls des Nachts durch die digitalen Sender zappe sehe ich eigentlich ausnahmslos nur noch Brüste, Hotbuttons, Automarken mit A, Hinterteile und aufgedrehte Moderatoren die mich anschreien: "Komm jetzt in die Leitung!"

Liebe Cablecom, wenn ich - und ja eben nicht nur ich - schon Monat für Monat mehr bezahle, würde ich mich darüber freuen, wenn ich dann auch ein qualitativ etwas hochstehenderes Programm geniessen dürfte, als diese blöden Schweizer Fenster. Ich würde mich wirklich freuen über die Möglichkeit, mir irgendwann mal wenn ich am Sonntag wieder um 9 Uhr erwache (und nicht erst dann vom Ausgang nach Hause komme) und es regnet draussen, ich mir dann zum Beispiel den Hugo Egon Balder antun könnte. Ob ich es dann auch wirklich schauen würde, weiss ich nicht, aber es würde immerhin meine Laune besänftigen. Dieser dicke Mann im blöden Teletipp-Shop, der mir Tag für Tag uralte Kameras und billige Bodenputzgeräte verkaufen will, den mag ich nicht sehen. Das Problem ist aber, dass er an gewissen Tagen glaub auf allen Sendern gleichzeitig erscheint. Und manchmal will er mir sogar erzählen, dass wir jetzt gerade Weihnachten hätten. Jetzt, im März. Dieser Teletipp-Shop gehört verboten oder besser gesagt, ich möchte den einfach nicht haben in meinem Flimmerkistchen. Geh weg, böser Walter Freiwald. Ich habe dich schon bei "Der Preis ist heiss" nicht gemocht!

Aber eben, auch auf meiner Fernbedienung hat es oben links einen roten Knopf der Gold wert ist und ehrlich gesagt, so wenig in die Glotze geschaut wie in den letzten paar Wochen (ausgenommen mal von MTV und M6) hab ich eh schon lange nicht mehr. Dafür läuft mein iPod/iTunes auf Hochtouren.

11. März 2008

Spürt Ihr alle schon den Frühling?

Nachfolgend die Topten-Suchbegriffe des heutigen Tages. Was ist denn auch los mit meiner Leserschaft? Frühlingsgefühle? Osterlaune? Wobei ich gleich noch bemerken möchte, dass sich der "Sex Oma"-Suchbegriff auf meine Erwähnung der Baby Jail-Platte "Oma kochte Enkelkind, denn sie wollte Sex" bezieht und die Besucher wohl entsprechend enttäuscht gewesen sein dürften. Zum Glück auch!

1. gina wild

2. Sex Oma

3. kindernamen

4. Sophie Marceau nackt

5. tina ruland nackt

6. Saskia Valencia Playboy

7. katy winter

8. Sarah Kuttner im Playboy

9. ina menzer

10. playboy april 2008

Grieeeeechischer Wein.... *sing*

Ich hab am Wochenende mal wieder fein gegessen. Oder anders gesagt, ich esse öfter mal gut, aber am Samstag hab ich mir was bestellt, wo ich mal wieder keine wirkliche Ahnung hatte, was dann schlussendlich auf den Tisch kommt. Wir waren beim Griechen und auf der Karte stand "Kokoras Krasatos"und in Klammer war erwähnt, dass es die Spezialität der Region Chania auf Kreta sei. Nun, no Risk no Fun, vorallem nachdem die Serviceangestellte noch gemeint hat, dass für dieses Essen ein "wildes Tier" gefangen und geschlachtet werde. Nach ein paar leckeren Vorspeisen (wie immer hätte man ja eigentlich bereits nach dieser Auswahl genug...) kam dann ein heisser Tontopf auf den Tisch, gefüllt mit Poulet-Stücken. Dazu gab es Kartoffeln an Knoblauch. Noch immer hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, was da genau auf dem Tisch stand. Nach dem ersten Biss war mir aber klar, ich hatte richtig bestellt. Es war eine Art Coq au Vin, also Huhn in Rotwein. Der Unterschied zur französischen Variante war aber extrem viel Knoblauch, unzählige frische Tomaten und - besonders lecker - eine Zimtstange.

Ich brauche wohl nicht extra zu erwähnen, dass mir griechische Tavernen besonders sympa sind, weil es da meist gleich bei der Bestellung einen ersten Ouzo gibt. Schon während dem Essen fiel mir auf, dass am Tisch direkt hinter uns eine grosse griechische Festgemeinde sass. So kam es, dass plötzlich die Musik auf "laut" (wirklich laut!) gestellt wurde und die Menschen zu tanzen begannen. Wer mich kennt weiss, dass es mir jeweils sehr schwer fällt, ruhig zu sitzen, wenn irgendwo Musik läuft. So war es auch am Samstag, schon während dem Poulet essen, wippte ich mit den Beinen. Das blieb einer älteren Frau nicht verborgen und so kam es, dass ich den letzten Bissen noch nicht wirklich runter geschluckt hatte als ich auch bereits mitten unter den Griechen am tanzen (naja, nennen wir es mal so...) war. Wer sich verausgabt wird auch belohnt, so hatte ich dann umgehend einen Schnaps in der Hand. Einmal dran schnuppern und mir war klar, das war kein Ouzo. Das Gesöff nannte sich Tsipouro und hatte nach meinem Empfinden etwa 99 Volumenprozent. Wiki sei dank weiss ich inzwischen, dass es sich bei diesem Schnaps um einen traditionellen Tresterbrand handelt, der häufig in Eigenregie hergestellt wird. Ich war dem Getränk aber nicht besonders abgeneigt, da es bei der Produktion mit Anis angereichert wurde... Nein, ich bin danach nicht mehr Auto gefahren :-) Sogar den Eintrag ins Gästebuch - welches uns freundlicherweise angeboten wurde - habe ich gerne freiwillig meiner Kollegin überlassen. Die schreibt eh viel schöner als ich.

Nun, was mir an solchen Abenden immer besonders gefällt ist, wie unkompliziert gewisse Menschen doch sind. Da spielt es keine Rolle woher du kommst, was du machst und wer du bist. Du bist einfach herzlich eingeladen zum mitfeiern und so eine fremde, spannende Kultur kennenzulernen. Ich frage mich dann nach solchen spontanen Anlässen immer, ob es wohl Ausländer, die in der Schweiz zu Besuch sind ähnlich empfinden. Also jetzt die Gastfreundschaft der Schweizerinnen und Schweizer. Rutscht man da auch mal spontan in einer Fete, feiert dann mit und lässt es sich gut gehen? Oder sind solche Sponti-Aktionen tatsächlich doch eher eine Sache für Italiener, Spanier, Franzosen, Griechen, Kroaten und so weiter? Vielleicht hat ja jemand der aus Deutschland mitliest entsprechende Erfahrungen gemacht mit uns Schweizer. So rein vom Ruf her, sind wir glaub nicht so als besonders Gastfreundlich bekannt, oder täusch ich mich?

Ach ja, in diesem griechischen Restaurant gibts übrigens ein Menü Surprise. Da gibts dann zahlreiche Gänge, ohne dass man genau weiss, was man eigentlich genau bestellt hat. Das lass ich mir beim nächsten Mal glaub nicht zweimal sagen. Jamas!

Fotos: Flickr

10. März 2008

James Blunt macht Laune!

Ich gebe es offen und ehrlich zu, spätestens als das SMS meiner Kollegin ankam mit den Worten "Was machst du als nicht schwuler Mann an einem Konzert von James Blunt?" hatte ich schon ein paar Zweifel ob ich gestern Abend wirklich am richtigen Ort war. Zudem kamen mir im Vorfeld Konzerte von Bob Dylan, Sting oder Seal in den Sinn, bei denen ich nach 30 Minuten mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte, weil die meisten Songs doch eher langsam waren. Nach den ersten 3 Takten im Zürcher Hallenstadion waren alle diese Zweifel allerdings wie weggeblasen (und das ist kein Wortspiel!). Zwar war ich unter all den verliebten Paaren und den unzähligen (in James Blunt verliebten) Single-Frauen vielleicht tatsächlich ein wenig ein Exot, was mich aber nicht daran gehindert hat schon nach wenigen Augenblicken in den den höchsten Tönen mitzusingen.

Mr. Blunt präsentierte Hit um Hit und da spielte es dann bald auch keine Rolle, das 90 Prozent dieser Lieder nicht über das Tempo einer Stehblues-Ballade hinaus gekommen sind. Seine Band war schlicht perfekt, schade war nur die teils miese Akustik in der neuen Halle. Von hinten gabs mit einer halben Sekunde Verzögerung leider während des ganzen Konzerts immer nochmal das Schlagzeug zu hören. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Wobei eben, das Thema Stimmung. Genau diese war gestern Abend doch eher speziell. Sie hat das Konzert zu dem gemacht, was es war, ziemlich einzigartig. Ich habe doch schon so einige Acts live gesehen, aber irgendwie lag gestern eine spezielle - nennen wir es mal - Magie in der Luft. Während den wirklich ruhigen Songs - die ja in der Mehrzahl dann auch eher traurige und nachdenkliche Texte haben - war das Publikum überraschend still. Manchmal erinnerte es fast an eine Stimmung während einem klassischen Konzert, vorallem dann wenn Blunt alleine am Flügel sass und sang. Da war dann Gänsehaut angesagt (analog dem Güggel den ich am Vorabend beim Griechen in Olten verputzt habe!), vergleichbar mit Auftritten von Paul McCartney und "Yesterday" oder wenn Bono"'One" zum besten gaben. So zumindest habe ich es empfunden.

Spannend war auch die Bühne und deren Aufbau, welche von einer riesigen Leinwand im Hintergrund dominiert wurde. Darauf gab es abwechslungsweise Livebilder, Musikvideos oder Collagen zu sehen. Bei "No Bravery" wurden dann zum Beispiel selbstgemachte Videos aus dem Kriegsgebiet im Kosovo gezeigt, wo James Blunt vor seiner Karriere als Blauhelmsoldat im Einsatz war. Was dann natürlich wiederum dazu geführt hat, dass das Publikum in seiner Partylaune etwas gebremst und eher nachdenklich wurde. Aber es muss ja nicht immer nur lustig sein an so nem Abend und so einem Konzert, denn das Leben ist zwischendurch tatsächlich auch kein Ponyhof. Alles in allem waren es gute 90 Minuten mit grossartiger Musik dank einer tollen Band und einem gut aufgelegten Blunt, der sichtlich Spass hatte am gestrigen Abend in Zürich. Lustigerweise hat er sich übrigens während den Songs immer wieder auf französisch zum Publikum unterhalten. Multilinguale Schweiz halt.

Zum Schluss noch einen Gruss an die etwas reiferen Damen, welche wir im Zug nach Hause angetroffen haben: Das Lied heisst - obwohl der James das immer wieder so singt - nicht "Simona" sondern "1973"... hihi... Aber was solls, immerhin habe ich ihnen ja (Zitat der lustigen Frauentruppe) "das Leben gerettet", dadurch dass ich der Damenriege mein Cola geschenkt habe, nachdem sie den Zug nur noch durch einen mühsamen Sprint erreichen konnten und dann sichtlich ausser Atem in die Sitze fielen. Und das alles wegen dem schönen James... der mir nach gestern Abend weniger durch sein Aussehen, als viel mehr durch die folgenden zwei Textstellen im Kopf geblieben ist:

"Goodbye my lover, goodbye my friend. you have been the one for me.
I'm a dreamer and when i awake you can break my spirit, it's my dreams you take.
I love you and thats the truth, i can't live without you"


Und diese hier:

"And maybe someday we will meet and maybe talk and not just speak...
I'm not calling for a second chance, i'm screaming at the top me my voice.
Give me reason but don't give me choice. Cause i'll just made the same mistake again."


Fazit: Der Typ hats definitiv drauf und es ist nur ein Gerücht dass ich letzte Nacht noch eine Weile wach lag und mir gewisse Songs und vorallem deren Texte noch einmal zu Gemüte geführt habe. Und ach ja, Vorurteile sind nur dazu da, um sie über den Haufen zu werfen! Und hier gibts noch den kläglichen Versuch meinerseits, den Abend per Handy-Video in Erinnerung zu behalten. An mir ging def. kein Regisseur verloren... Bei Youtube gibts aber noch bessere Filme von gestern, zum Beispiel diesen hier.

8. März 2008

Der Song zum Wochenende

Da morgen Sonntag ja das Konzert im Hallenstadion auf dem Programm steht, gibts heute James Blunt. Und weil man ja inzwischen so ziemlich alle seine Songs ein bisschen auswendig kennt, hab ich bei Youtube eine tolle Coverversion gesucht und gefunden. James Blunt goes U2 und zwar mit "In a little while". Wäre zu schön wenn er den morgen auch spielen würde. Naja, vielleicht liest er ja mit ;-) Mist, ich glaub der James kann kein Deutsch, Pech.

7. März 2008

Aufträge aquirieren über den Blog


Wenn es so einfach wäre, dann würden wohl noch mehr Menschen auf diesem Planeten einen Blog betreiben, als dies ohnehin schon der Fall ist. Nun, es gibt aber tatsächlich immer mal wieder die Möglichkeit über einen Blog an Aufträge und schlussendlich an Geld zu kommen. Schon 9 Jahre widmet sich die Firma projektwerk GmbH dem Thema Arbeitvergabe übers Netz.

Die projektwerk GmbH wurde 1999 gegründet und betreibt unter der Adresse www.projektwerk.de eine Internet-Plattform zur Vergabe und Akquisition von Aufträgen und Projekte. Das Angebot von projektwerk richtet sich zur Hauptsache an Unternehmen und Freelancer aus den Bereichen IT, Kreation und Beratung.

Die Idee ist einfach und logisch: Auftraggeber schreiben Projekte und Aufträge aus und nutzen so die Plattform zum Rekrutieren von spezialisierten Dienstleistern für zeitlich befristete Projekte und Aufträge. Auftragnehmer stellen im Gegenzug ihre persönlichen Profile und Angebote ein und bewerben sich dann entsprechend auf die für sie interessanten Ausschreibungen. Der Kontakt zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber erfolgt in der Regel bereits innerhalb weniger Stunden.

projektwerk.de hat über 25.000 Nutzer, die teilweise die Dienste von projektwerk schon seit mehreren Jahren nutzen. Monatlich werden über 700 Aufträge und Projekte auf projektwerk.de veröffentlicht. Entsprechend muss natürlich die Kommunikation zwischen allen beteiligten Parteien einwandfrei sichergestellt werden. Und was bietet sich da besser an als ein Blog. Seit Dezember 2007 bietet darum auch projektwerk seinen Kundinnen und Kunden einen solchen an, natürlich mit der Möglichkeit sich aktiv daran zu beteiligen.

Laut den Betreibern soll der projektwerk-blog die Möglichkeit der offenen und direkten Kommunikation zwischen Mitgliedern, Interessenten und den Mitarbeitern von projektwerk bieten. Im Blog werden entsprechend die neuesten Trends vorgestellt und in den Kommentaren soll es dann zu Diskussionen zu den verschiedenen Themen kommen. In unserem Blog stellen wir Ihnen die neusten Trends vor, informieren Sie in bestimmten Kategorien und diskutieren mit Ihnen über interessante Themen. Derzeit läuft das mit den Kommentaren noch etwas schleppend, aber ich bin mir sicher, der Blog wird an den Erfolg der projektwerk-Seite anknüpfen. Die Themenauswahl im Blog ist sehr vielfältig, mir persönlich sind ein paar Posts etwas zu allgemein gehalten, ich hätte mich über mehr Details gefreut. Aber eben, der Blog ist gerade mal seit Dezember online, da gibts natürlich noch Verbesserungspotential.

6. März 2008

Oma kochte Enkelkind: Sie wollte Sex!

Nein, das ist keine Blick- oder Bildschlagzeile sondern der Titel eines Songs der Schweizer Band "Baby Jail". Hat damals noch die halbe - konservative - Schweiz über die Texte der Züri-Pönks den Kopf geschüttelt, gehören heute beknackte Lyrics scheinbar zum Alltag und sind schlicht salonfähig. Oder wie sonst liesse sich die aktuelle deutsche Single-Hitparade erklären?

Auf Platz 1 der Charts gibts in dieser Woche das Häschen Schnuffel mit dem "Kuschel Song". Wer gedacht hat, dass mit Schnappi der Höhepunkt in Sachen Ohrenkrebs erreicht wäre, der hat sich - genau wie ich - leider getäuscht. Dieser bescheuerte Hase jodelt irgendwas von:

"Kuschel, kuschel, kuschel, kuschel,
Du bist mein kleiner süsser Schnuffel,
Du bist mein kleiner süsser Stern,
hab dich zum kuscheln gern.
Lla,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la...."


Ich glaub mich knutscht kein Elch, sondern für einmal ein Hase. Zum Glück ist bald Ostern und dann kommt Meister Lampe hoffentlich in die Pfanne. Naja, einen solchen Song würde die Hitparade ja noch vertragen. Aber nein, es geht gleich weiter in einer ähnlichen Art und Weise:

Platz 07: DJ Ötzi - "Ich will Leb'n"
Platz 08: Alex C - "Doktorspiele"
Platz 09: DJ Ötzi - "Ein Stern"
Platz 17: Markus Becker feat. Mallorca Cowboys - "Ein rotes Pferd"
Platz 18: Olaf Hennig - "Cowboys und Indianer"
Platz 19: Scooter - "Jumping all over the World"
Platz 25: Tim Toupet - "Ich bin ein Döner"
Platz 30: Alex C. - "Du hast den schönsten Arsch der Welt"
Platz 36: Ralf Schmitz - "Shaun das Schaf"
Platz 43: Peter Wackel - "Joana, du geile Sau"
Platz 46: Wir3 - "Omi ist der Hit"
Platz 71: Achim Petry - "Dschungel Wahnsinn"
Platz 73: Baby Lilly - "Hallo Papi"
Platz 79: Bernd Stelter - "Hörst du Regenwürmer husten"

Und so weiter und so weiter, bis Platz 100. Der Ötzi kommt nochmal, die Höhner ebenfalls. Bei dieser Aufzählung habe ich erst noch bewusst auf Sachen wie Fettes Brot ("Bettina, zieh dir bitte etwas an"), Das Bo ("Ohne Bo") oder Culcha Candela ("Chica") verzichtet, weil von diesen Künstlern zumindest bekannt ist, dass sie in der Regel durchaus hör- oder besser gesagt tanzbare Songs produzieren.

Was ist passiert? Naht der Untergang des Abendlandes? Oder muss "Musik" inzwischen einfach doof sein, dass sie sich verkauft? Ich hoffe einfach mal, dass die aktuellen Top100 der deutschen Single-Charts noch die Nachwehen der Karnevalszeit sind. Und vielleicht hat es ja auch damit zu tun, dass die Ski-Ferien so langsam aber sicher überall rum sind und sich die Leute noch das Aprés-Ski-Feeling mit nach Hause nehmen wollen. Andererseits gibts ja in jedem Jahr Fasnacht und Skiurlaub... Hoffnung macht zudem ein Blick in die Longplay-Charts. Da gibts auf den ersten Blick gleich ein paar Platten, die aufzeigen, dass gute Musik - ein subjektiver Begriff, ich weiss - eben doch noch geschätzt wird: Amy Winehouse, Jack Johnson, Lenny Kravitz, James Blunt, Led Zeppelin oder Herbert Grönemeyer sind nur ein paar Beispiele aus den Top20. Vielfach zwar super kommerziell, aber das ist mir dann doch noch lieber als Sachen wie:

"Joana, du geile Sau
geboren um Liebe zu geben du Luder
Verbotene Träume erleben du Drecksau
Ohne Fragen an den Morgen danach!"

Wer sich die "tollen" Songs übrigens selber mal anhören möchte, bei Musicload oder Youtube gibts Ausschnitte aller Lieder. Wer es tut, der tut es jedoch auf eine Verantwortung. Vor Risiken und Nebenwirkungen ohne den Einfluss von Alkohol wird ausdrücklich gewarnt!

5. März 2008

Huch, schon wieder Mittwoch

Ich muss also zugeben, dass ich schon ein bisschen erschrocken bin, als ich letzte Nacht durch den Schnee stapfen musste. Naja, klar es hat die Flocken nicht wirklich angenommen am Boden, aber trotzdem kam ich mir zwischenzeitlich vor wie im tiefen Kanada während einem Blizzard. Braucht es im März überhaupt noch Schnee und dann erst noch Mitten in der Woche? Von mir aus könnte nun so langsam der Frühling kommen, schliesslich ist ja in 2 Wochen bereits Ostern und da will ich dann draussen in der freien Natur Eier verstecken. Und diese armen Dinger sollen ja nicht unter metertiefem Schnee erfrieren.

Aber eben, kaum März und schon Ostern. Als ob das mit dem Schnee heute Nacht nicht schon gereicht hätte, stehen nun auch schon wieder die ersten heiligen Tage im neuen Jahr an. Irgendwie rennt die Zeit und kaum ist der Winter rum - oder eben halt auch nicht - folgen Ostern, Pfingsten, Geburtstag, Fussball EM, Sommerferien, Olympische Spiele, Herbst und bevor wir wirklich damit rechnen ist auch schon wieder Weihnachten. Und wer jetzt lacht, dem sei gesagt, dass ich erst vor wenigen Tagen ein Gespräch geführt habe um die Frage, was denn über Weihnachten 08 wohl so läuft. Dürfte ja bei mir unter etwas anderen Umständen ablaufen als die letzten Jahre. Trotzdem möchte ich jetzt das Thema Weihnachten nicht wirklich vertiefen, es ist März und die Schoggi-Osterhasen stehen in den Läden.

Bei uns im Geschäft läuft heute übrigens schon den ganzen Tag SWR3. Da feiert man sich gerade zünftig selber, weil man angeblich das beliebteste deutsche Radio sei. Hätte ich Zeit würde ich gerne mal umschalten auf Bayern3 oder Eins Live. Jede Wette, die erzählen heute die gleiche Geschichte. In irgend einer Gruppe die ausgewertet wurde ist immer ein Radio die Nummer 1. Sei es nach Alter, Wohnort oder Hörer innerhalb des eigenen Sendegebiets. Zur Feier des Tages verschenkt SWR3 übrigens Schwarzwald-Elche. Derzeit sind sie gerade in Rheinfelden. Aber ich glaube ich würde mir wenig Freunde machen hier im Büro, wenn ich mich mal für 2 Stunden abmelde um mir so nen Elch zu holen. Dabei möchte ich seit Jahren so ein Viech haben.

Am Sonntag geh ich übrigens zu James Blunt ins Hallenstadion. Hat den schon jemand live gesehen? Ich mag seine Lieder total, hab auch seine CDs. Aber irgendwie bin ich etwas skeptisch was so ein ganzes Konzert von ihm angeht und habe etwas "Angst", dass es vielleicht mal langweilig werden könnte. Nun, ich freu mich so oder so. Falls es aufgrund der langsamen Lieder eher etwas träge werden sollte, haben wir bestimmt andersweitig Spass in der Halle. Jedenfalls mehr, als wenn darin Eishockey gespielt würde. So und nun ist meine Pause auch schon wieder rum... und es ist - oh Wunder - immer noch Mittwoch!

PS: Hab ich schon erwähnt, dass ich gestern komplett die Champions-League verpasst habe und mir für den heutigen Fussballabend die "Paris je t'aime"-DVD ausgeliehen habe? Ich glaub ich komme in die Wechseljahre ;-)

3. März 2008

What is Love anyway?

Mit diesem Song hat Howard Jones in den 80er Jahren seinen Durchbruch geschafft, ich höre ihn mir bis heute immer mal wieder gerne an. Ich gebe aber zu, dass ich den Text von diesem Song noch nie wirklich genauer unter die Lupe genommen habe. Aber darum gehts hier eigentlich auch gar nicht. Die Geschichte ist eine andere. Am Wochenende hat mich eine Frau, die fast doppelt so alt ist wie ich es bin, während eines Gesprächs gefragt, wodurch sich eine "Freundschaft" von einer "Beziehung" unterscheide. Ich hab dann in einer ersten Reaktion ganz profan geantwortet "wohl durch die Liebe!" Und hab das Gespräch schnell in eine andere Richtung gelenkt.

Nun, am Sonntag hab ich mir dann die Frage lustigerweise ganz freiwillig noch mal selber gestellt. Am ehesten kam mir natürlich der Film "When Harry met Sally" in den Sinn, der auf herrliche Art und Weise die Unterschiede zwischen Freundschaft, Liebe und Beziehung darstellt. Um mir aber selber Antworten zu geben und nicht einfach nur den Film als Ausrede zu nehmen hab ich mir konkret die Frage gestellt, was für mich zum Beispiel eine gute Freundschaft ausmacht und was sie von einer Beziehung unterscheidet. Die Frage blieb lange im Raum stehen und irgendwie kam ich zum Schluss, dass die Unterschiede wohl nur in den Begriffen liegen. Denn sowohl mit einer guten Freundin, als auch mit "der" Freundin möchte ich zum Beispiel ins Kino oder Essen gehen, gute Gespräche führen, Lachen und Witze machen, sich angeregt unterhalten, Tanzen und so weiter und so weiter. Oder sind es grosse Worte wie Vertrauen, Ehrlichkeit und Treue die den Unterschied machen? Oder gibt es gar Sachen, die ich nur mit einer Partnerin erleben möchte, aber nicht mit der guten Freundin (so einer à la Sally im Film)?

Ok, der erste gedankliche Einwurf dürfte dann wohl das Thema Sex sein. Meiner Meinung nach eh ein in der Gesellschaft total überschätztes Thema, so ganz nach dem Motto "Oversexed but Underfucked". Eine Beziehung nur am Sex zu messen oder diese darum gar als Beziehung zu deklarieren wäre mir fast zu simpel. Schliesslich liest man in so manchem Magazin, dass das Sexleben vieler Paare nach kurzer Zeit bereits eingeschlafen ist. Und aus Gesprächen mit verheirateten Paaren kriegt man oft genug die entsprechende Bestätigung. Also wird es kaum der Sex sein, der eine Partnerschaft von einer Freundschaft unterscheidet. Ist es also doch die Liebe? Nun, ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich meine engsten Freunde und Freundinnen nicht auch gern habe. Oder ich liebe zum Beispiel auch meine Eltern oder meinen Opa. Manche Menschen lieben ihr Auto oder ihre Stereoanlage. So gesehen ist dieser Begriff vermutlich schon etwas verbraucht, als dass man ihn als Massstab nehmen könnte. Vorallem versteht glaub ich jeder Mensch unter "Liebe" etwas anders.

Ich hab mir dann auf der verzeifelten Suche nach einer Definition noch eine andere, weibliche Meinung eingeholt. Nach ein paar Ansätzen einer Erklärung bekam ich dann aber den Satz um die Ohren "Gell du bist so einer, der immer auf alles eine Antwort haben muss?" Hmmmm... ja, ich glaub so einer bin ich. Ertappt. Vermutlich lässt sich der Unterschied zwischen Freundschaft, Liebesbeziehung oder wie man es auch immer nennen will, gar nicht so wirklich definieren. Sehr wahrscheinlich ist das sogar gut so. Und vermutlich ist es sogar richtig, dass man nicht immer im Leben auf alles eine Antwort suchen sollte.

Carpe diem, Mate!

2. März 2008

1. März 2008

Projekt52: Rot (KW9)

Sari hat sich für diese Woche etwas zum Thema Rosso gewünscht. Bitte sehr! Schliesslich dürften ja alle den berühmten Schlager rund um die 'roten Lippen' kennen...