16. September 2007

Arktis bereits im Jahr 2040 eisfrei?

Ja, es gibt sie, die Meldungen die mir irgendwie Angst machen. Gestern Abend hat die ARD Tagesschau mit einer solchen Meldung die Sendung eröffnet. Von einer "Rekord-Eisschmelze in der Arktis" war da zu hören. Zum ersten Mal seit der fotografischen Satelliten-Erfassung dieser Gegend vor 30 Jahren sei Nordwestpassage durchgehend schiffbar. Es waren dann Bilder zu sehen und Experten zu hören. Fazit, bereits im Jahre 2040 - also in 33 Jahren - könnte die Arktis grösstenteils eisfrei sein. Für mich eine Aussage die irgendwie unglaublich oder besser gesagt, unvorstellbar klingt. Eine Arktis ohne Schnee und Eis? Eine Million Quadratkilometer sind bereits verschwunden. Und anstatt besorgt zu reagieren, streiten sich Russland, Dänemark, Kanada und die USA lieber um Landansprüche. Logo, unterhalb vom "ewigen" Eis wird Öl und Gas vermutet.


Bei soviel Dummheit kommt mir spontan der Songtext von Robert Longs Titel "Feste Jungs" in den Sinn. Dieses Lied beziehungsweise, der Künstler war hier im Weblog schon mal Thema. Inzwischen hab ich die CD erhalten und den Text aus dem Booklet abgeschrieben:

Feste Jungs, macht nur weiter so,
ihr bekommt schon alles kaputt.
Leitet alles Gift ins Meer,
Dreck und Scheiße hinterher.
Macht den Ozean zum Klo.
Öl schwimmt da schon sowieso
Gehn die Fische dabei drauf,
Was liegt schon viel daran.

Haut' noch die letzte Wälder klein.
Autobahnen müssen sein.
Setzt auf das letzte Wiesenstück
'Ne stinkende Chemiefabrik.
Und werden auch paar Leute krank
Es wird Profit gemacht.
Ja der Mensch hat's weit gebracht

Schafft Bomben Euch und Panzer an,
Die Menschheit braucht sie irgendwann.
Will einer nicht Dein Bruder sein,
Dann schlag ihm gleich den Schädel ein.
Wenn er nicht Deiner Meinung ist,
dann mach ihn lieber tot, am besten für den lieben Gott.

Ja der Mensch ist so hilfreich, edel und gut,
fließt dabei auch Blut, fließt dabei auch Blut.

Feste Jungs, macht nur weiter so,
ihr bekommt schon alles kaputt.
Buckelt vor der Obrigkeit.
Provoziert bloß keinen Streit.
Die da oben richtens schon,
Denn die verstehen mehr davon.
Sicherheit und Ordnung sind des Bürgers erste Pflicht.
Protestieren lohnt sich nicht.

Feste Jungs, macht nur weiter so,
ihr bekommt schon alles kaputt.
Gib die Schuld dem Lauf der Welt
Oder dem, der Fragen stellt.
Laatsch wie eine dumme Kuh
Nur auf den eigenen Metzger zu.
Oder steck wie Vogel Strauß den Kopf nur in den Sand.
Denn es tut sich allerhand.

Feste Jungs, macht nur weiter so
Und ein bißchen Blut
Kann man nicht vermeiden
Man muß sich entscheiden
Die darunter leiden
Sind uns alle scheißegal.

Text: Robert Long/Michael Kunze
Musik: Rober Long

Weiterführende Links zum Thema Klima-Kollaps: 1, 2, 3.

15. September 2007

Der Song zum Wochenende

Nachdem ich diese Woche schon eine kulinarische Reise in der Vergangenheit unternommen habe (danke allen Stöckchen-Aufnehmern!), gibts jetzt noch was von früher auf die Ohren. Wir gehen in die Adventszeit 1979, das ZDF zeigte zum ersten Mal eine sogenannte "Weihnachtsserie". Es wird die Geschichte von Timm Thaler gezeigt. In den Hauptrollen Tommi Orner und Horst Frank. Die Serie handelt davon Timm sein Lächeln an einen bösen Baron verkauft. Während allen Folgen darf sich das ZDF über grossartige Einschaltquoten freuen.

In den Jahren danach gab es dann in der Vorweihnachtszeit unter anderem Serien wie "Jack Holborn" (Patrick Bach), "Anna" (mit Silvia Seidel), "Patrik Paccard" (Hendrik Martz) oder natürlich "Silas". Wo ja bis heute noch immer Kinder mit diesem Namen zur Welt kommen, geprägt von der Rolle von Patrick Bach. Zurück zu Timm Thaler und zum Song. Ich habe die Titelmelodie damals geliebt, sie dann aber natürlich aus den Ohren verloren. Umso mehr hab ich mich gefreut, als ich die Melodie von Christian Bruhn vor einiger Zeit wieder mal gehört habe. Im Youtube-Video gibts die Schlussszene der Serie und im Abspann (ab ca. 3 Minuten) dann die tolle Musik.

Ach ja, schade eigentlich dass das ZDF 1995 mit der Tradition der Weihnachtsserie aufgehört hat. Es wird ja im TV so viel Mist wiederholt, ich denke gegen ne Wiederholung von Silas, Anna, Timm Thaler und Co. hätte wohl niemand etwas einzuwenden, oder?

14. September 2007

Kulinarische Kindheitserinnerungen

Gestern war mal wieder einer dieser Tage, wo bei mir das Essen irgendwie zu kurz kam. Am späteren Abend war dann natürlich plötzlich der Hunger zu Besuch und der Magen hat lautstark rebelliert. Um noch etwas zu Kochen war ich um diese Zeit aber zu müde und so ging ich halt mit Hunger zu Bett. Ein Fehler wie sich herausstellen sollte...

Bis ich endlich einschlafen konnte kamen mir andauernd Rezepte und Speisen in den Sinn, die ich früher als Kind immer geliebt habe und in der heutigen Zeit beim Einkaufen leider gar nicht mehr daran denke, dass man sie ja mal wieder kochen könnte. Da wären zum Beispiel die "Fotzelschnitten". Anders als der Ausdruck erahnen lässt, handelt es sich dabei um ein anständiges Gericht, das sehr einfach zu kochen ist. Eier verquirlen, etwas Salz, Milch in ne Schale und dann das Brot in den beiden Zutaten tunken. Das feuchte Brot wird dann kurz gebraten und anschliessend mit Zimt und Zucker bestäubt. Dazu reicht man nen Milchkaffee (noch bevor er Latte Macchiato hiess) und Früchtekompott.

Von wegen Kompott. Das hab ich eh immer geliebt. Aprikosen, Pfirsich, Zwetschgen (à propos Zwetschgen)... dieser süss-saure Geschmack sagt mir noch heute zu. Zum Kompott hat meine Mutter (früher auch die Grossmutter) dann oft Milchreis (Foto unten) oder "Griesbappe" (in Ei gebratener Griesbrei) gemacht. Das war günstig, schnell gemacht, gesund und hat trotzdem geschmeckt. Und dazu jeweils eine heisse Ovi.

Gesund war auch der Spinat. Während ihn angeblich viele Kinder nicht mögen, habe ich ihn eigentlich immer geliebt. Am besten war der Spinat wenn es Spiegeleier und Bratkartoffeln dazu gab. Wahlweise haben auch Fischstäbchen dazu geschmeckt.

Aus meiner frühesten Kindheit mag ich mich noch an Speisen wie "Schnitz ond drunder" oder "Vogelheu" erinnern. Beides Eintöpfe, der erste mit gedörrten Äpfeln, Birnen, Speck, Kartoffeln und caramelisiertem Zucker. Das "Vogelheu" ist ebenfalls ein urchiges Gericht mit sehr bescheidenen Zutaten: in Milch eingeweichtes Brot, Eier, Salz, Pfeffer, Butter, Käse. Alles zusammen in einer Bratpfanne anbraten und fertig.

Ich könnte hier noch endlos schreiben, mein Magen hat letzte Nacht so laut genkurrt, dass sogar der Hund aufgeschaut hat. So sind mir bis zum Einschlafen noch dutzende feiner Speisen durch den Kopf - leider nicht durch den Magen - gegangen. Früchte-, Gemüse- und Käsewähen, Birchermüesli, "Chuttle", Riz Casimir, selbstgemachte Cordon bleu (Foto oben) mit Erbs und Rüebli, "Paschtetli mit Fleischchügeli" oder "Suuri Läberli"...

Die Erkenntnis am heutigen Morgen danach, es ist irgendwie schade, dass all diese alten Rezepte langsam aber sicher verloren gehen. Mit jeder Generation gehen wieder feine Sachen verloren, Sachen die wir früher bei den Grosseltern gegessen haben sind vielleicht schon vergessen. Es gibt - zumindest für den Aargau - zwar das eine oder andere Kochbuch, das sich mit solch herrlichen Rezepten befasst, nur denkt man im Alltag leider viel zu wenig daran, mal wieder sowas Vertrautes zu kochen.

In letzter Zeit hört und liest man immer wieder vom neuen Trend der Molekularküche. Also Kochen mit Stickstoff, Lachgas, Kalziumlösung oder Aminosäure. Das alles schaut zwar sehr lustig aus und ich würde es auch gerne mal probieren, wenn es allerdings ums "richtige" Essen geht, ziehe ich die oben erwähnten Rezepte vor! Falls jemand auch noch "vergessene" Rezepte weiss, bitte in die Kommentare schreiben. Ich freu mich drüber.

PS: Da kommt mir spontan ein Mini-Stöckchen in den Sinn. Ich möchte gerne von Znuk, Raceface, Kafka und She wissen, welche 3 Speisen und welche 2 Getränke sie automatisch mit ihrer Kindheit/Jugend verbinden.

13. September 2007

TV-Tipp: "Polylux" mit Katrin Bauerfeind

Die Sommerpause ist endlich vorbei, Moderatorin Tita von Hardenberg im Mutterschaftsurlaub und darum gilt: ARD 23 Uhr 30, unbedingt einschalten! Moderiert wird Polylux heute Abend erstmals von der bezaubernden Katrin Bauerfeind. Wer sich jetzt fragt, was der Ausdruck "bezaubernd" in diesem Zusammenhang soll, dem empfehle ich diesen Artikel.

Seis drum, die Feuilletons schwärmen, Harald Schmidt vor der Sommerpause und erst gestern Stefan Raab sind dem Charme von Katrin erlegen, zuvor hat sie während anderthalb Jahren die Internetgemeinde mit ihrer täglichen Portion "Ehrensenf" begeistert. Dass sie zu höhrem als Internetfernsehen berufen ist, das war ja schon lange klar und heute Abend kann sie es einer grossen Öffentlichkeit beweisen. Bis zur eigenen Show - der Vertrag mit der ARD gilt nur während der Babypause von Frau von Hardenberg - dürfte es danach kein grosser Schritt mehr sein.

Smoooooke on the Water

Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag
Hinweis:
Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag.


Eigentlich hätte ein Songtitel von Bob Marley ja besser zum Thema gepasst, aber wenn es sich ums Thema Rauch dreht, bieten sich Deep Purple natürlich schon auch an. Und rauchig geht es im Internetshopt des St. Galler Breakshops warhaftig zu. Es gibt Wasserpfeifen, Räucherstäbchen, Blunts, Bongs, Tabak, Vaporizer... und vieles mehr. Wer jetzt erschreckt zusammenzuckt und schreit "Das ist doch illegales Zeugs!", dem sei gesagt: Falsch, alle Artikel die im Breakshop angeboten werden sind vollkommen legal. Im Gegensatz zu anderen Shops werden hier nicht nur Artikel aus oder im Zusammenhang mit Hanf angeboten, sondern auch Sachen die zum Bespiel aus dem esoterischen Bereich kommen.

Ich selber habe den Shop besucht um mir Räucherstäbchen (Zimt, Orange), eine Seife aus Hanf sowie einen Lollie zu bestellen. Dafür dass ich zum ersten Mal in diesem Internetshop war, fand ich mich auf Anhieb zurecht. Der Shop ist vielleicht was die Grafik und die Navigation angeht eher einfach gestaltet, dafür sehr übersichtlich. In Sachen die Räucherstäbchen und Seife hatte ich bereits Erfahrungen von früheren Einkäufen an Märkten, kannte also die Preise. Und ich muss sagen, dass der Headshop die Artikel zu sehr fairen Konditionen anbietet. Zudem werden zum Beispiel Räucherstäbchen von verschiedenen Herstellern verkauft, was die Auswahl sehr vielfältig macht.

Das Bestellen ging also einfach. Mehr Mühe hatte ich dann bei der Bezahlung. Da stehen dem Kunden die Vorauszahlung, eine Postüberweisung oder die Nachnahme zur Verfügung. Nachnahme scheidet für mich aus, 15 Franken Gebühren (zuzüglich Porto) sind zu viel, Postkonto hab ich nicht, also blieb nur noch die - von mir ungeliebte - Vorauszahlung. Die Möglichkeit per Kreditkarte oder Paypal zu bezahlen würden den Shop also durchaus noch attraktiver machen.

Die Höchstnote gibt es dafür für die Lieferfrist. 24 Stunden nach meiner Bestellung hatte ich die Artikel bereits im Briefkasten. Alles sauber verpackt und in ganzen Stücken. Davon könnte sich so mancher Lieferant eine Scheibe abschneiden. Ein wichtiger Aspekt wenn meine original ägyptische Shisha mal wieder dringend ein Ersatzteil oder Tabak (Foto) brauchen sollte.

Alles in allem eine gute Seite, mit einem extrem grossen Sortiment. Wer demnächst also einen gemütlichen Abend - egal ob mit Deep Purple oder Bob Marley - plant, sollte vielleicht mal im Breakshop vorbeischauen.