27. August 2011

55 Jahre BRAVO - das Interview

Am 26. August, also gestern, vor genau 55 Jahren kam die erste Ausgabe der BRAVO auf den Markt. Auf dem Titelbild war Marilyn Monroe, wie überhaupt in der Zeit vor allem SchauspielerInnen auf den Covers waren. Die Sache mit der Musik kam erst später, da half ein gewisser Elvis Presley kräftig mit. A propos Cover, in den 55 Jahren waren Persönlichkeiten wie Papst Benedikt, Knut, Anne Frank oder Franz Beckenbauer vorne drauf. Oder Bilder von einer geplanten Landung auf dem Mars oder den Anschlägen vom 11. September. Kurz, alles was junge Menschen halt so interessiert. Und ja, ich war in meiner Teeniezeit ein fleissiger BRAVO-Leser. Es gab in den frühen 80er Jahren keine Woche in welcher ich nicht zum Kiosk gerannt wäre und anschliessend mein Zimmer mit den Postern tapeziert hätte. Wie an dieser Stelle schon einmal erzählt, waren Nena, Kim Wilde und KISS bei mir dick im Geschäft.

Zum Geburtstag gibts heute einen ganz besonderen Rückblick. Ich hatte letzte Woche die Möglichkeit - neue Medien sei Dank! - ein kurzes Interview mit Fritz Tillack zu führen. Er war während der Zeit bei der BRAVO Redakteur, als ich dieses Heft auch noch gelesen habe. Und als langjähriger Mitarbeiter weiss er natürlich unzählige Geschichten zu erzählen. Das tut er und füllt auch mit 70 Jahren noch regelmässig seinen Blog mit spannenden Stories.

Fritz Tillack, Du warst über viele Jahre für die BRAVO als Redakteur im Einsatz. Am 26. August vor 55 Jahren erschien die erste Ausgabe der Jugendzeitschrift. Welches war Dein erster Kontakt mit der BRAVO?

Fritz: Mein erster persönlicher Kontakt zu BRAVO begann schon 1966 wo ich im gleichen Verlag wo auch die BRAVO erschienen ist als Verlagskaufmann gearbeidet habe.

Kann man das Blatt von heute mit der ersten Ausgabe überhaupt vergleichen?

Fritz: Natürlich haben die Zeiten sich geändert, die heutigen Stars und solche die es gerne sein möchten, kann man mit der damaligen Zeit nicht mehr vergleichen, wenn ich da an DSDS Pietro Lombardi denke.

Viele Jugendliche denken vermutlich - hab ich auch immer gemacht - BRAVO Redakteur sei vermutlich DER Traumjob. War es das denn auch wirklich?

Fritz: Ganz herlich zu meiner Zeit, war ein Job (Redakteur bei BRAVO ein Traumjob, denn wir haben viel mit unseren Stars und Bands erlebt, haben Nächte lang mit ihnen gefeiert und sind am nächsten Tag pünktlich wieder um 9.30 Uhr in der Redaktion gewesen.Ich war ja für alle BRAVO Events (BRAVO SUPER SHOW und BRAVO Girl Wahl und viele andere Veranstaltungen verantwortlich, diese Zeit möchte ich nicht missen.

Welche Aufgaben hat man als BRAVO Redakteur?

Fritz: Ein BRAVO Redakteur muss seine Ohren für gute und exkluisive Geschichten überall haben(so war das zu meiner Zeit).

Vermutlich hast Du unzählige Promis getroffen, wer davon ist Dir in besonders guter oder in eher schlechter Erinnerung geblieben?

Fritz: Ich habe mit keinen Stars und Bands persönliche Probleme gehabt und wenn ja würde ich darüber keine Auskunft geben, das macht einen guten Redakteur aus.

55 Jahre BRAVO. Die Printmedien kämpfen ums Überleben. Wie sieht die Zukunft der wohl beliebtesten und bekanntesten Jugendzeitschrift aus?

Fritz: BRAVO ist und bleibt auch in Zukunft, die größte Jugendzeitschrift Europas auch wenn die Auflagen von1,5 Millionen auf 417.619 (2.Quartal 2011 IVW Bonn) gesunken ist. Die gründe dafür liegen auf der Hand,wenn ich etwas wissen will, gehe ich inbs Internet, da habe ich die gewünschten Informationen in Sekunden.

Was wünscht Du als ehemaliger BRAVO Mitarbeiter deinem Blatt zum Geburtstag?

Fritz: Ich wünsche der heutigen BRAVO Redaktion, dass sie auch ihren 60. Geburtstag in 5 Jahren feiern kann.

Danke für das Gespräch!


26. August 2011

Go Bebbi Go!

Seit gestern Abend wissen wir also, gegen wen unsere Schweizer Hoffnung in der Champions League antritt: Manchester United, Benfica Lisboa und Otelul Galati heissen die FCB-Gegner. Von der Mannschaft aus Rumänien hab ich persönlich noch nie was gehört, was aber nichts heissen soll. Nun, ob machbar oder nicht wird der FC Basel dann Ende Jahr aufzeigen. Ich persönlich finde die Gruppe nicht besonders attraktiv, ausser natürlich Man United - vor 9 Jahren trotzten die Basler den Engländern mal ein 1 zu 1 ab, allerdings in einem Spiel in dem es eh um nichts mehr ging. A propos FC Basel. Ich hab da im Netz noch was gefunden...


Anstatt den FCB werd ich wohl an den CL-Abenden eh OM schauen. Die Gruppe mit Marseille find ich irgendwie auch interessanter: Arsenal, Olympiakos und Dortmund. Da sind natürlich die Engländer und die Deutschen besonders toll als Gegner. Eine harte, aber spannende Gruppe. Aber irgendwie hat mich das Fussballfieber in diesem Sommer noch nicht wirklich gepackt, bislang 2 FCA-Spiele - aber TV-Fussball gleich null. Aber seien wir ehrlich, die Ligen starten ja auch erst so langsam und nehmen dann gegen den Winter hin Fahrt auf. Heute und morgen ist ja eh erst einmal Musik angesagt: "Musig i de Altstadt", nicht verpassen!

25. August 2011

Wo schaffsch du jetzt genau?

Eine der Fragen der letzten Tage und Wochen. Seit die Monsieur Fischer Ideen- und Textmanufaktur nur noch am Abend und am Weekend stattfindet, widme ich meine Manpower der Marke Dermalogica, welche in der Schweiz exklusiv durch die Firma Care On Skin in Oberentfelden vertrieben wird. Die Antwort auf diese Antwort lautet dann meist "Hä?". Darum hier eine kurze Erklärung, inklusive Werbung für meinen Arbeitgeber - immerhin bin ich da ja für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Wer nicht so viel lesen möchte, der tritt einfach unserer offiziellen Facebook-Gruppe bei - es könnte sich evtl. auch bald mal lohnen, soviel sei verraten. Für alle anderen nun ein paar wertvolle Verbraucherinformationen:

Durch den Kauf von Hautpflegeprodukten Entwicklungsländer unterstützen, ist das Ziel der FITE! Produktelinie der Firma Dermalogica. Dank der beeindruckenden Idee einer Geschäftsfrau aus England, kein Ding der Unmöglichkeit. Die Story der Engländerin Jane Wurwand hört sich ein wenig an, wie eine dieser Tellerwäscher-Geschichten aus einem Hollywoodfilm, mit einem Unterschied: diese Geschichte ist wahr!

Es war in den 80er Jahren als die Engländerin ihre Heimat verliess, um in den USA Fuss zu fassen. Schnell merkte Jane Wurwand, dass die amerikanischen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Kosmetikbranche nicht dem hohen europäischen Standard entsprachen. Kurzerhand gründete sie The International Dermal Institute IDI in Los Angeles, ein Ausbildungszentrum für Kosmetikerinnen. Die Erfolgsstory nahm ihren Lauf. Inzwischen setzt das Unternehmen mit 40 Niederlassungen weltweit in punkto Weiterbildung im Bereich Gesichts- und Körperbehandlungen neue Standards.

Nach der Gründung der Schulen, entwickelte IDI die Hautpflegelinie Dermalogica, die mit ihren Produkten regelmässig für viel Unruhe auf dem bestehenden Beauty- und Glamourmarkt sorgt. Hautpflege soll mehr sein, also nur ein kosmetisches Thema – eine gesundheitliche Notwendigkeit! Dermalogica verzichtete darum von Anfang an auf irritierende Inhaltsstoffe und Tierversuche, fügte dafür seiner Markenidentität ein neues, kraftvolles Element zu: das spezialisierte Fachwissen der IDI-Hautexpertinnen. Auch die Schweiz zählt einige Fachfrauen, welche von dieser Ausbildung profitiert, sich mit jedem Hautzustand auskennen und die entsprechenden Dermalogica Produkte empfehlen können. Die nächste Weiterbildung findet übrigens am 19. September 2011 im aargauischen Oberentfelden statt, Anmeldung über info@dermalogica.ch - nur für FachkosmetikerInnen.


Dermalogica geht aber noch einen Schritt weiter. Immerhin bietet die Kosmetikindustrie mehr Frauen die Möglichkeit zur Selbstständigkeit als jede andere Sparte der Wirtschaft. Mit einer globalen Care Initiative will Dermalogica auf diesen Umstand aufmerksam machen. FITE! heisst das Stichwort und es steht für finanzielle Unabhängigkeit durch Selbstständigkeit. In einer Partnerschaft mit der Non-Profit Organisation Kiva.org fokussiert sich FITE! auf die Vergabe von Mikrokrediten für Frauen aus Entwicklungsländern. Mit dem Kauf eines FITE! Produkts von Dermalogica spenden Sie einen Dollar an einen Mikrokredit und helfen so Frauen auf dem Weg zu ihrem beruflichen Erfolg. Bis heute sind dadurch bereits 1,5 Millionen Dollar an diverse Projekte überwiesen worden. Tiefe Zinsen ermöglichen den Frauen ein eigenes Geschäft aufzubauen oder einen bestehenden Betrieb zu vergrössern und somit neue Stellen zu schaffen für die Mitglieder ihrer Gesellschaft.

Mehr Infos: www.dermalogica.ch

24. August 2011

"Eine Horde englischer Trunkenbolde"

Young Rebel Set waren gestern Abend in Winti. Ich auch. Anlass waren die Musikfestwochen, welche bei diesem Wetter natürlich für jedes Konzert unglaublich viele Menschen auf die Strasse locken. So auch gestern. Trotzdem wars beim Konzert der Briten noch ziemlich übersichtlich was das Publikum anging, was wohl an der Startzeit lag: 18 Uhr 45 - schon etwas gar früh. Unter dem Vorzelt der Bühne wars dann entsprechend gefühlte 80 Grad heiss und man musste befürchten, dass die ungemein lebendige "Horde englischer Trunkenbolde", wie ein Journalist die Band einst beschrieb, ihren Auftritt wegen der Hitze und zu viel Alkohol vorzeitig wieder beendet. Aber nein, zwar floss viel Bier, ausgeschenkt in goldenen Bechern, aber die Herren gaben sich keine Blösse und verzückten das Publikum mit grossartiger Musik. Young Rebel Set? Eine Band, deren Songs wirklich von Herzen kommen - und nein, das ist nicht nur eine Floskel.

Young Rebel Set erzählen Geschichten über vom Leben gezeichnete Draufgänger, die ihre Existenz in englischen Hinterhöfen fristen, sich mit miesen Jobs durchschlagen oder gleich von der Sozialhilfe leben - und die letzte Freundin ist natürlich auch gerade weg. Das klingt nach Songs die man schon 1000 Mal gehört hat, aber Young Rebel Set unterscheiden sich von so manch anderer Britpop Band. Vielleicht deshalb, weil sie sich musikalisch konsequent an den wenigen Künstlern, die dieses schwierige Metier zuvor schon mit Bravour gemeistert haben, orientieren: an The Pogues zum Beispiel, von denen die herrlich verlotterten Urban Folk-Elemente im grösstenteils akustischen Sound der siebenköpfigen Band stammen könnten, an Johnny Cash und seinen von der harten Schule des Lebens inspirierten Texten und natürlich an Bruce Springsteen, der als leuchtendes Beispiel dafür steht, wie man Working Class-Romantik authentisch für die Massen aufbereitet und trotz aller Schicksalsschläge dennoch nicht die (bisweilen bierselige) gute Laune verliert.

Ein Herz für den kleinen Mann auf der Strasse hat schließlich jeder - und genau deshalb sind Young Rebel Set näher am Publikum als viele andere Künstler. Kein Wunder also, dass sie gestern Abend in Winti ein geradezu perfektes Konzert abgeliefert haben: "Lions Mouth", "Measures Of A Man", "Rosie" - alle Songs waren zu hören. Zum Teil in tollen Arrangements! Und dabei haben die Jungs ja offziell erst eine CD am Start, dazu gesellen sich noch ein paar  EP's. Welche aber allesamt ausverkauft und nur noch im Netz zu haben sind. Das Beste kam allerdings und natürlich zum Schluss. "If I Was" war die letzte Zugabe und auf einmal übernimmt der Chor im Publikum! Überraschend ist das allerdings schon ein bisschen, denn man kann nicht sagen, dass die Band auf einen grossen Radio-Support zählen darf in unserem Land. Für mich unverständlich, denn wer fühlt sich bei Zeilen wie "If I was a rich man I'd buy you flowers every day, but I am a poor man, so I pick them on the way, oh, if I was a rich man I would pay to make you stay" nicht angesprochen? Fazit: ein grossartiges Konzert und wäre es nicht soooooo heiss gewesen, dann hätte ich vermutlich noch häufiger das Tanzbein geschwungen. So blieb es aber mit mitsingen und Fuss wippen. Ach ja, meinen Winterthurer Cousin hab ich nach Jahren auch mal wieder gesehen. Da kam Freude auf! Überhaupt war die Begleitung gestern Abend grossartig - denn ohne die hätte ich das Konzert schlicht verpasst ;-)


23. August 2011

Adrian Weyermann & James Gruntz in Aarau

So langsam kann man die Tage abzählen, bis Aarau für 2 Tage zur musikalischen Hauptstadt der Schweiz wird.  Am 26. und 27. August heisst es in Aarau wieder „Musig i de Altstadt“. Musiziert wird auch in diesem Jahr wieder in den prächtigen Gassen der Aarauer Altstadt.


In den letzten Wochen sind zu den bekannten Namen noch ein paar Neue hinzugekommen. Am Start waren ja schon KünstlerInnen wie die Mundartsängerin SINA, die Surfpunker von Hi-Grip, die erfrischenden Sieger des Aargauer Band X Contest Ricky Harsh und Raven oder die DRS3 Best Talent Band Ringo. Dazu gesellen sich – neben unzähligen weiteren Bands aus der Region – nun noch Adrian Weyermann und James Gruntz. Weyermann sorgte als Sänger der Indiepop-Band Crank Ende der 90er Jahre für Furore, seine Solo-Alben erreichten später regelmässig gute Platzierungen in den Schweizer Charts. Live ist Weyermann ein Erlebnis! Dick im Geschäft ist auch James Gruntz, der Grosscousin der Basler Jazz Legende George Gruntz. Unlängst schaffte er zusammen mit Steff La Cheffe einen Single Hit und wer seine Stimme einmal gehört hat, der vergisst diese so schnell nicht mehr.  Beide Künstler treten in der Tuchlaube auf. Im Restaurant Altstadt gibt’s neu Iatzenkammer! Speziell für Familien mit Kindern gibt’s am Samstagnachmittag in der Markthalle Papa Dada – er spielt bekannte Songs für Kinder und deren Eltern. A propos Programm, da hat sich auf dem Flyer das Fehlerteufelchen eingeschlichen, in den Lokalen Mulia und Sevilla finden die Konzerte nicht am Samstag, sondern am Freitag statt!

Neben der Musik haben die Aarauer Wirte an den zwei Tagen für ihre Gäste traditionell spezielle Drinks und Speisen im Angebot. An dieser Stelle der Dank vom OK an die Aarauer Beizer, für die gute Zusammenarbeit. Und wenn wir schon am Danke sagen sind: Ohne die Sponsoren wäre es nicht möglich, „Musig i de Altstadt“ für die BesucherInnen wiederum gratis durchzuführen. Dank auch an die Gäste, welche Jahr für Jahr mehr werden und dafür sorgen, dass der Anlass friedlich ist und bleibt. Und ein Dank schliesslich auch an die Stadt Aarau, welche den Anlass durch die Bewilligung überhaupt möglich macht.

Eine Übersicht über das Programm, alle Bands, Künstler, teilnehmenden Lokale sowie viele Fotos gibt es auf der Webseite von „Musig i de Altstadt“: www.mida-aarau.ch. Um das Festival auch in den kommenden Jahren gratis anbieten zu können und die Zukunft längerfristig zu sichern, sind die Organisatoren weiterhin auf der Suche nach neuen Sponsoren und Gönnern. Eine Übersicht über die Leistungen gibt es ebenfalls auf der erwähnten Homepage.