2. September 2008

Gestern im Interdiscount

Ort des Geschehens: UG des Interdiscount Aarau

DarstellerInnen: Monsieur F., Frau T., Verkäufer 1 und Verkäufer B.

In kurzen Nebenrollen: Frau S. und Frau N.

Monsieur F. und Frau T. betreten gemeinsam das Geschäft, auf der Suche nach einem verbilligten Flatscreen-TV für Frau Ts neue Wohnung. Verkäufer 1 nähert sich den beiden und sagt: "Guten Tag, kennen Sie bereits das neue Angebot von Cablecom?"

Monsieur F. antwortet "Aber klar doch, ich bin seit Jahren Kunde von Ihnen." Verkäufer 1 nimmt das hin und will sich gerade wieder verabschieden als Herr F. hinzufügt: "Aber Frau T, du ziehst doch demnächst in eine neue Wohnung. Wäre das nichts für dich?"

Frau T zeigt sich ob der tatsächlich günstigen Preise erfreut und bittet Verkäufer A ihr ein Angebot zu machen. Monsieur F. fügt hinzu, dass er natürlich annehme, dass er nun eine Belohnung erhalte, da er ja Frau quasi vermittelt hat und Cablecom in beinahe jeder Rechnung einen entsprechenden Werbeflyer hinzufügt: Kunden werben Kunden. Verkäufer A nickt und sagt, er werde das natürlich gleich abklären.

Die entsprechenden Formulare werden ausgefült, währenddessen Monsieur F. im UG des Interdiscount Frau S. und Frau N. erblickt. Sie stehen vor dem Regal mit den DVD-Playern und schauen etwas ratlos aus. Herr F. fragt die beiden, was denn los sei. Frau S. "Wir stehen hier seit 15 Minuten und warten auf einen Verkäufer. Wir möchten gern ein Gerät kaufen und brauchen Beratung". Monsieur F. übernimmt diese Beratung kurz, schliesslich hat er schon das eine oder andere DVD-Abspielgerät gekauft. Weitere 10 Minuten später erblickt ein Verkäufer die komische Situation und mischt sich ein. Schliesslich verlassen die beiden Frauen den Laden mit den Worten "Wir kaufen glaub eins im Migros."

Inzwischen hat Frau T. alle nötigen Formulare für ihren Wechsel zu Cablecom unterschriftsbereit vor sich liegen und stellt die Frage "Wie sieht es denn nun aus mit dem Kunden-werben-Kunden-Rabatt für Herr F.?" Verkäufer 1 meint, ach das hätte er ganz vergessen. Er werde aber seinen Kollegen fragen. Während er verschwindet erzählt Frau T. Herr F. dass sie nun geschlagene 10 Minuten gewartet hätte, bis Verkäufer 1 den Laptop und den Drucker hätte bedienen können. Zudem hätte er von gar nichts eine Ahnung gehabt, weder Preise noch Geschwindigkeiten der Datenübertragung.

Verkäufer 2 gesellt sich zum Paar und greift ins Geschehen ein "Wer möchte hier eine Gutschrift?" Herr F. hebt die Hand. Der Verkäufer fügt hinzu "Wir geben Ihnen keine Gutschrift, die erhält Verkäufer 1. Er hatte ja den Aufwand." Aha, Herr F. antwortet, dass er jedoch die Neukundin vermittelt hätte und Verkäufer 1 dies auch bestätigen könne. Verkäufer 2 meint "Es gibt gar keine Provisionen mehr für Kunden. Wir mussten das abschaffen, nachdem sich unsere Verkäufer diese Provisionen selber zugeschrieben haben." Aha, interessant. Trotzdem hat ja Verkäufer 1 eine solche Provision in Aussicht gestellt. Und erst vor 2 Wochen flatterte Cablecom-Post ins Haus mit dem Hinweis, dass es sich lohne Kunden zu werben.

Frau T. wurde das Ganze langsam zu bunt und sie brachte es auf den Punkt: "Was nun? Gilt dieses Angebot nun oder nicht? Sonst schliesse ich nämlich meinen Vertrag morgen im Internet ab und Herr F. profitiert dann da von seiner Provision..." Verkäufer 1 meint, "Ja, das können sie natürlich machen!" Verkäufer 2 fährt ihm ins Wort "Nein, das machen Sie besser nicht. Sonst verlieren sie die Vorteile eines Vertragsabschlusses hier vor Ort!" Frau T.: "Und welche wären das denn?" - Verkäufer 2: "Ähem, also sie müssen zum Beispiel nie mehr warten wenn sie ein Problem haben. Sie kriegen die direkte Telefonnummer von Verkäufer 1 und können Ihn im Problemfall anrufen. So müssen Sie nicht über die Hotline. Da wartet man nämlich immer fast dreiviertel Stunden!" Herr F.:" Und wenn Frau T. mitten in der Nacht ein Problem hat, ruft sich einfach aufs Handy an vom Verkäufer oder wie? Und überhaupt, ich hab noch nie 45 Minuten gewartet auf der Hotline. Vielleicht 10 oder so." - Verkäufer 2: "Doch, ich rufe regelmässig auf der Hotline von Cablecom an und warte manchmal ne Stunde und ich arbeite sogar für Cablecom. Da warten sie bestimmt länger als ich."

Frau T. und Herr F. schauen sich gegenseitig an und sie sagt "Zerreissen sie doch bitte den Vertrag, wir schauen weiter. Danke!" Beide verlassen laut lachende den Laden.

1. September 2008

Lieber Petrus

Wenn Sie es schon gewittern lassen, dann tun Sie das doch bitte das nächste Mal bitte den Tag durch und nicht mitten in der Nacht. Genau als ich mich gemütlich hinlegen wollte haben Sie die Donner, die Blitze und den Starkregen geschickt. Und als ob das nicht schon gereicht hätte, kam es mir vor, als wäre dieses nächtliche Gewitter dieses Mal unendlich gewesen. Vermutlich im bewussten Wissen, dass ich heute ne halbe Stunde früher zur Arbeit musste als für gewöhnlich. Sowas spricht sich ja bei Ihnen oben bestimmt schnell rum. Jedenfalls bin ich in regelmässigen Abständen immer wieder erwacht, sodass ich inmitten der Nacht dann beschloss, noch ne Runde vor den Fernseher zu zügeln und da noch Herr Lehmann zu schauen.

Wer übrigens "Herr Lehmann" noch nicht gesehen hat, der sollte das unbedingt tun. Das Wetter in den nächsten Tagen scheint ja passend zu sein. Äusserst unpassend fand ich übrigens die Uhrzeit, an welcher SF1 diesen tollen Film ausgestrahlt hat. Mitten in der Nacht! Wäre das Gewitter nicht gewesen, ich hätte es vermutlich gar nicht mal gemerkt, dass der Film im TV kommt. Wettertechnisch kann in den nächsten Tagen übrigens kommen was will. "Keinohrhasen" und "Into the Wild" liegen bereit, einzig fürs Weekend wäre dann wieder gutes Wetter gewünscht. Herr Petrus. Da sind nämlich mal wieder 2 Hochzeiten (auf einmal), sowie das Pferderennen (für einmal mit ner VIP-Einladung aufgewertet) geplant. Also, strengen Sie sich bitte noch einmal ein bisschen an!

30. August 2008

Der Song zum Wochenende

Sonne pur, Weekendlaune stellt sich so langsam aber sicher ein und in ein paar Stunden gibts im Stadion Brügglifeld hoffentlich ein Fussballfest beim Spiel zwischen dem - bislang noch ohne Niederlage auftretenden - FC Aarau und dem Championsleague-Teilnehmer FC Basel. Da brauchts Musik die pusht: David Guetta feat. Chris Willis "Love is Gone". Der französische Soundtüftler und DJ begleitet mich mit seinen Beats fast Sommer für Sommer durch die lauen Nächte, entsprechend hab ich fast nur gute Erinnerungen an seine Titel. In diesem Sinne, Hopp Aarau!

28. August 2008

Finger weg vom Man of the Year!

Da schaltet man mal wieder den Teleclub ein und freut sich auf einen guten Film: "Man of the Year" mit Stars wie Robbin Williams, Christopher Walken, Jeff Goldblum, Laura Linney. Und dann erst noch die Regie von Barry Levinson, der unter anderem schon für "Rain Man" verantwortlich war. Schliesslich tönt ja auch die Geschichte - jetzt in der Vorwahlzeit in den USA - äusserst spannend:

In Amerika wird wieder einmal ein neuer Präsident gewählt. Einer der Kandidaten ist der TV-Komiker Tom Dobbs, der vor seiner Kandidatur Moderator einer beliebten Politcomedy-Show gewesen ist. Dort fragte eine Zuschauerin, warum denn er nicht für dieses Amt kandidiere. Gesagt, getan. Nach der Auszählung lässt Dobbs seine Gegner weit hinter sich und gewinnt die Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Doch die Freude währt nur kurz...

Also, alles parat für einen spannenden Filmabend. Aber hallo, nach nur etwa 30 Minuten hab ich den Fernseher entnervt abgeschaltet. Was war das denn? Da haben die Macher des Film ins Sachen Synchronisation in die absolut unterste Schublade gegriffen. Ich meine, ich mag ja grundsätzlich schon keine Filme, die Deutsch gesprochen sind, wenn sie im Original nicht Deutsch sind. Aber Teleclub hat in diesem Fall weder die Originalsprache noch Untertitel im Angebot. Ich musste also diese unfähigen Synchronsprecher in Kauf nehmen. Keine der Synchronstimmen war mir bekannt und ein Blick ins Google hat mir dann bestätigt, da wurde massiv Geld gespart und vermutlich sogar Amerikaner angestellt, die einfach den Text abgelesen haben.

So hat es dann auch getönt. Alles hat mich irgendwie an Teleshopping-Sendungen erinnert. "Kaufen Sie jetzt den Powerentsafter zum Special Price und nur jetzt im Television!" Dass die Stimmen dann erst recht nicht synchron waren, muss ich ja an dieser Stelle dann nicht auch noch speziell erwähnen, oder? Zudem haben mehrere Sprechere mehrere verschiedene Personen gesprochen, was zusätzlich noch für Verwirrung gesorgt hat. Alles in allem also ein totaler Reinfall. Schade eigentlich, die Handlung und die darstellerische Leistung von Robin Williams haben viel versprochen. Aber eben, der Film geht tatsächlich nur in der Originalfassung. Finger weg von "Man of the Year"!