23. Juli 2009

Nüt, nüt, nüt... eifach nüt...!

Kein Plan worüber ich schreiben soll heute? Gut, ich könnte vom Paléo-Festival schwärmen. Franz, Ferdinand, Young Gods und Co. Aber da muss man dabei gewesen sein, finde ich. Schon sehr speziell dieses Openair in Nyon, lässt sich in meinen Augen überhaupt nicht vergleichen mit den Festivals in der Deutschschweiz. Darum, unbedingt mal hingehen. Bamboulééééé! Dann könnte ich natürlich auch jammern, dass ich nach dem gestrigen Abend heute Rückenweh hab und merke, dass ich keine 20 mehr bin. Aber das wird wohl auch niemanden interessieren, oder?

Ich könnte auch einfach dem Christoph schöne Ferien in Kroatien wünschen oder ebenso all den anderen Menschen die derzeit in Urlaub fahren. Denjenigen die es nach Mallorca verschlägt schon mal Danke, dass ihr ein paar Schweinegrippe-Viren mehr nach Hause bringen werdet! Aber eben, dieses Thema hatten wir ja hier im Blog schon im April und es ist nun genau so gekommen wie damals befürchtet. Genau gleiches gilt, wenn ich mich jetzt öffentlich über die olle Cablecom-Kiste ärgern würde, genauer über die Fernbedienung. Die weiterhin wenn ich zum Beispiel 33 drücke irgendwie 311 oder 328 einstellt! Oder darüber dass ich irgendwie in dem Jahr von der Sommerpause im Fussball so gar nichts mitgekriegt habe. In der Schweiz und Oesterreich laufen die Meisterschaften schon wieder, sogar UEFA-Cup- und CL-Qualis werden gespielt - und von ORF sogar live übertragen! Und in Deutschland gibts unzählige Testspiele, wo mich vorallem Bayern München interessiert. Aber eben, Zeit ohne Fussball das war glaub mal...

Süss fand ich übrigens noch die Bilder von der 5jährigen Prinzessin Louise von Belgien, die gestern in der Zeitung waren. Alle Fotos waren zum Beispiel in der Bild-Zeitung zu sehen, besonders gefallen hat mir das auf welchem die Kleine schmollt! Schmollen ist übrigens auch das Thema wenns ums Wetter geht: was soll das? Gestern war Traumwetter angekündigt und es hat andauernd mal wieder geregnet und hatte viele Wolken. Und auch die Prognosen für die nächsten Tage wissen die Meteorologen ja schon gar nicht mehr was sie überhaupt erzählen sollen. Sonne, Wolken, Gewitter, Regen, Wind, Hitze.... soviel kann ich auch noch erzählen, ohne eine Studium der Wetterkunde besucht zu haben. Sommer nenn ich das jedenfalls nicht, was sich derzeit abspielt in der Schweiz. Erinnert mich eher an den Film "The Day after tomorrow"!

So, das wars dann auch schon wieder. Ach ja, im Facebook ist Conny Meier gesperrt worden weil sie unwissentlich irgendwelchen Spam von Badoo verschickt hat. Lustigerweise hab ich genau das gleiche Mail in letzter Zeit auch von ca. 10 anderen FB-Usern gekriegt, die hat man aber nicht gesperrt nur weil sie auf den Wurm reingefallen sind. Aber eben, seit ich weiss dass bei der sogenannten Jekami-Open-Source-Encyklopädie Wikipedia genau 5 Menschen das Sagen haben zweifle ich erst recht daran, wie "frei" das Internet noch ist. Da lob ich mir meinen Blog, in dem ich auch mal einen Tag lang einfach Nüt schreiben kann. So wie heute!

22. Juli 2009

TICKnTALK, Monsieur Fischer ist dabei

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"Jaja, wieder so eine Plattform im Internet", dachte ich mir. Doch irgendwie unterscheidet sich TICKnTALK von anderen Anbietern. Zudem lässt es sich direkt im Browser einbinden. Mit TicknTalk gibt es also für den Firefox und den InternetExplorer ein neues, interessantes Add-on. Mit nur einem Klick kann man damit seine Webseiten oder den Blog populär machen und in der TicknTalk Community Neues entdecken. Zu jeder Webseite kann man seine Meinung veröffentlichen - in der TicknTalk Sidebar. Ohne Zensur und auch dann, wenn auf der Webseite keine Kommentarfunktion vorgesehen ist. Schnell findet man in der TicknTalk Community Freunde mit den gleichen Interessen und lernt neue Webseiten kennen.

Und so funktioniert das Ganze: Die Installation des Browser Addons ist einfach und nach dem Herunterladen von TicknTalk mit dem Neustart des Firefox schnell erledigt. Die erforderliche Anmeldung ist kostenlos, das Bestätigungs-Mail kommt umgehend und schon kann es losgehen. Die Bedienung ist intuitiv und selbsterklärend. Die zwei wesentliche Funktionen sind im Namen TicknTalk enthalten: Mit dem Tick bekommt die Webseite einen Bewertungspunkt und mit dem Talk kann man dann zu allen Webseiten seinen Senf dazu geben. Unabhängig von der kommentierten Webseite und unzensiert. Andere Benutzer können sich zu den Kommentaren ebenfalls äussern.

Eine Community lebt von der Anzahl und der Vielseitigkeit ihrer Mitglieder. TicknTalk ist soeben gestartet und erst wenige sind mit der Browser Sidebar im Web unterwegs. Welche Entwicklung TicknTalk nehmen wird, das kann man sicher erst nach der Startphase erkennen. Bei Twitter ist TicknTalk bereits zu finden, was durchaus als Erfolg gewertet werden darf.

Der erste Eindruck von TicknTalk ist durchaus positiv. Probieren geht über Studieren sagt das Sprichwort und so ist es auch im Online-Alltag. Ich habe mich jetzt mal für den Dienst angemeldet und werde an dieser Stelle immer mal wieder über meine Erfahrungen berichten. Mit der Breite der Community wird TicknTalk lebendig. Schaut einfach rein, macht euch selbst ein Bild über TicknTalk und berichtet über die Erfahrungen.

21. Juli 2009

Zirkus Knie '09: c'est magique!

Auch in diesem Jahr war er wieder da, der Schweizer Nationalzirkus. Allen Schwarzmalereien zum Trotz konnte ihn weder Dauerregen noch Sturmwinde daran hindern, den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und Lächeln war dann auch das Motto in diesem Jahr! Die Nummern waren vielleicht etwas weniger spektakulär als in anderen Jahren, auch gab es nicht so viele Tiere zu sehen wie auch schon. Aber trotzdem hab ich das Zelt gegen halb 11 Uhr glücklich und zufrieden verlassen. Zirkus ist und bleibt halt ein ganz spezielles Ereignis, auf welches ich mich seit meiner Kindheit Jahr für Jahr freue.

C'est magique, schreibt der Nationalzirkus auf seiner Homepage und her hat recht. Gleich zu Beginn verzaubern einem hübsche Tänzerinnen und Tänzer aus Kiew und legen einen fulminanten Start ins Sägemehl. Es folgt heimisches Schaffen mit den Starbugs, ich hab von den 3 Herren im Vorfeld der Vorstellung noch nichts gekannt. Lediglich gewusst, dass es sie gibt und dass sie irgendetwas mit Tanz machen. Entsprechend waren die Jungs dann für mich auch DIE Überraschung des Abends. Ich hab sowas grässliches wie Bagatello erwartet, aber nix da. Die Herren Starbugs sind tatsächlich witzig, auf ihre sehr eigene Art und Weise. Schliesslich erwartet man im Knie alles aber keine Breakdance-Aufführungen oder eindeutig zweideutige Witze unter der Gürtellinie. Herrlich!

Nicht sooo toll fand ich in diesem Jahr die Clowns, ok das mag eben vielleicht daran liegen, dass mit den Starbugs schon recht komische Männer auf der Bühne standen und es da natürlich schwierig wird für den klassischen Clown noch Lacher abzuholen. Ebenso unten durch gingen bei mir die Pferdenummern mit den Knie-Frauen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Pferde hinterliessen mir halt den Eindruck, als hätte man ihre gesamte Energie mit Tranquilizer gedrosselt. Ich seh diese Tiere lieber auf einer Koppel, einer Rennbahn oder noch besser in der Camargue. Aber eben, das ist Ansichtssache. Bei den Elefanten könnte man ja gleich denken, die find ich aber immer wieder total süss im Zirkus... Da mach ich sogar jeweils gerne nen Besuch im Zirkuszoo um die sanften Riesen von nahe zu sehen.

Der eigentliche Höhepunkt in diesem Jahr war für mich der Auftritt von Kris Kremo, dem vielleicht grössten/besten/bekanntesten Jongleur der Welt. Shows in Las Vegas, Paris, Moskau oder Monaco gehören für ihn zum Alltag und das hat man dann seinem Auftritt auch angemerkt: ein Entertainer wie aus dem Bilderbuch! Man konnte wiederum viel lachen, war aber auch fasziniert ob all seiner Geschicklichkeit. Ich frag mich einfach wie alt der Mann ist, schliesslich mag ich mich an Zirkusbesuche meiner Schulzeit erinnern und da stand der Mann schon in der Manege. Es gab noch eine atemberaubende Trapezshow - ohne Sicherungsseile -, lustige Mongolinnen auf Hochrädern mit Reisschüsseln auf dem Kopf, Balancekünstler aus Italien, kreisende Stahlringe im Mondlicht, kräftige Russen und flinke Jockeys auf schnellen Pferden. Dazu natürlich viel Popcorn, Zuckerwatte und Lakritze. Natürlich war es mir auch in diesem Jahr beinahe wieder schlecht, weil ich so fasziniert war von der Zirkusmagie und darum viel durcheinander gegessen habe . Aber es gibt halt Dinge, die ändern sich nicht. Egal ob man 9 oder 39 Jahre alt ist und das ist auch gut so!

Einen kritischen Aspekt möchte ich an dieser Stelle aber doch noch in die Runde werfen, es geht dabei um den Zoo. Früher mag ich mich erinnern, sah man im Zoo all die Tiere der Vorstellung. Heute gibts im Zoo zwar immer noch viele Tiere - Lamas, Schweine, Zebras etc. - aber die fahren scheinbar nur noch mit des Zoo wegens und spielen im Programm gar keine Rolle mehr. In meinen Augen könnte man dann auch darauf verzichten, all diese Viecher Tag für Tag durch die Schweiz zu kutschieren. So wirklich glücklich haben sie nämlich nicht gewirkt, vorallem ein psychopathischer Papagei wird mir noch ne gute Weile in schlechter Erinnerung bleiben. Dass es nur wenige Tiernummern gab, zur Hauptsache mit den traditionellen Pferden und Elefanten fand ich nämlich noch gut - vorbei die Zeiten mit Tigern und Löwen und Co.! Aber wenn dann all diese Tier trotzdem weiterhin mitfahren müssen, dann find ich persönlich das etwas überflüssig...

Trotzdem, der Schweizer Nationalzirkus Knie wird mir auch in diesem Jahr in guter Erinnerung bleiben und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tournee, bin dabei vorallem gespannt was nach Ursus & Nadeschkin, Emil Steinberger, Massimo Rocchi, Victor Giaccobo oder eben nun den Starbugs noch kommen kann in Sachen Humor.

20. Juli 2009

Der Raab machts also doch!

Überraschung: Nach monatelangen Querelen haben sich die ARD und Stefan Raab doch zu einer Zusammenarbeit beim "Eurovision Song Contest" durchgerungen. Raab sucht im Frühjahr 2010 in einer acht Sendungen langen Castingshow im Ersten und bei ProSieben den Kandidaten für den "Song Contest", das TV-Publikum bestimmt wiederden Sieger. Das Finale wird dabei im Ersten ausgestrahlt, das Halbfinale bei ProSieben.

Die genauen Details wollen Raab und die beiden Sender im Spätsommer bekannt geben. Doch bereits jetzt hat man sich zumindest auf den Ablauf der Castings geeinigt. So gehen aus bundesweiten Castings 20 Fianlisten hervor, die zunächst in fünf Vorentscheidungsshows bei ProSieben gegeneinander kämpfen. Der Sieger des Finals tritt schliesslich beim Eurovision Song Contest in Oslo für Deutschland an.

Anchor und Juryvorsitzender ist natürlich Stefan Raab, wer neben im noch in der Jury sitzt, steht derzeit noch nicht fest. Die endgültige Entscheidung über den deutschen Kandidaten trifft ohnehin das TV-Publikum. Der Einigung voraus gegangen war ein langes Hin und Her zwischen den Gremien der ARD und dem ProSieben-Showmaster, der eine Kooperation zwischendurch schon abgeschrieben hatte. Die Pressemitteilung zur Einigung zitiert Raab dementsprechend auch nur mit einem einzigen, sehr treffenden Satz: "Na also, geht doch..."

Eine Zusammenarbeit dieser Art hat es zwischen einer privaten und einer öffentlich-rechtlichen Sendergruppe noch nicht gegeben. Wenn es um eine so große Sache geht, müssen Grenzen überwunden werden. Eine gute Idee ist eine gute Idee. Der Deutsche Vorentscheid 2010 wird mit Stefan Raabs Leidenschaft, ProSieben und natürlich dem Ersten das Fernsehereignis im Frühjahr 2010. Also liebe Schweizer Verantwortliche: kneift euch gefälligst in den Hintern und stellt auf SF auch eine heisse Castingshow auf die Beine, damit wir beim Eurovision Song Contest 2010 als Eidgenossen auch mitfiebern können. Leider hat sich die SRG SSR idée suisse - trotz fairem Angebot - noch nicht bei mir gemeldet, damit ich ihnen mein Konzept hätte vorstellen können...

Zum Schluss noch die Zahl des Tages, ausgerechnet von der deutschen Bildzeitung:

1442

Genau so viele Minuten haben scheinbar ARD und ZDF am Wochenende Wiederholungen gesendet. Nur diese zwei Sender... da wundert es auch nicht dass einem Sven Epiney im Schweizer Fensehen mitten im Juli mit den Worten begrüsst: "Herzlich willkommen zum Drei Königstag-Special..."

18. Juli 2009

Der Song zum Wochenende

Da war er also am Donnerstag in Aarau, so quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Rede ist von Bligg, einem der derzeit wohl angesagtesten Rapper unserer Nation. Ich gebs zu, an mir ging Bliggs Karriere in den letzten Jahren eher spurlos vorbei. Zu Zeiten von "Bligg&Lexx" fand ich seine Sachen noch witzig und auch die Single mit Emel hat mir recht gut gefallen. Danach wurde mir die ganze Chose dann zu kommerziell, aber dafür konnte der gute Herr Bliggensdorfer ja vielleicht auch gar nicht viel. Er wurde sowas wie der Vorzeige-Rapper des Schweizer Fernsehens, keine Musiksendung flimmerte über den Bildschirm, ohne das Bligg nicht mit von der Partie gewesen wäre. Meist begleitet von der Streichmusik Alder, denn so konnte man den jungen Mann auch einem älteren Publikum verkaufen.

Nun, so lief also diese Karriere von Bligg vermutlich durchaus erfolgreich; einfach halt ohne mich. Entsprechend neutral reagierte ich dann auch auf die reichlich späte - Anfrage vom FC Aarau, ob ich am Konzert von eben diesem Bligg im Schachen nicht mithelfen könnte. Ja klar, machen wir doch. Und so war ich also am Donnerstag im Schachen anlässlich des Sommercamps der Junioren spontan in der prallen Sonne und hatte 500 Kinder um mich herum. Schon vor dem Anlass hab ich Bligg & Band beim Soundcheck zugehört und musste zugeben, dass der Sound echt gut klingt. Vorallem war ein echter Hackbrettspieler dabei, der bei den Proben auf seinem Instrument sogar Stephan Eicher-Songs spielte.

Ok, das Zelt war gut gefüllt als das Konzert begann. Im Publikum - passend zum Anlass Juniorencamp - natürlich zur Hauptsache Kinder, zwischen 7 und 15 Jahren würde ich mal schätzen. Tja und jetzt muss ich einfach sagen: Chapeau Bligg! Ich habe erwartet dass der Rapper bei der übermässigen Anzahl Kids sein Programm runterspielt, sich bedankt und dann verschwindet. Zudem es im Zelt unter der prallten Sonne gefühlte 80 Grad war! Aber nein, bereits ab der ersten Minute widmete sich der Künstler seinem jungen Publikum, ein einer Form die man schlicht als respektvoll bezeichnen muss. Entsprechend reagierten die Kinder, es ergab eine Interaktion die man auch bei Konzerten für Erwachsene nur selten erlebt. Zusammengefasst standem Bligg und Band (mit Lesley Bogaert) über 90 Minuten auf der Bühne, holten Kinder auf die Bühne zum Tanzen, verschenkten Rosen und CD's, gaben Autogramme und drei Zugaben. Mehr geht nicht...

In diesem Sinne muss ich meine Meinung zum Thema Bligg also etwas revidieren, ein grossartiger Unterhalter. Und nachdem ich mir ein paar seiner Songs inzwischen etwas genauer angehört habe muss ich sagen, das einige mit wirklich gute Texte überraschen. Darum heute Musik aus der Schweiz, "1 Tag":