21. Juli 2008

Timeout

Aufgrund eines spektakulären Zwischenfalls mit einem in freier Wildbahn lebenden Raubtier bleibt der Blog heute geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen dass der betroffene Bloger sich von seinen traumatischen Schäden schnell wieder erholt.

20. Juli 2008

Sollte ich mir Sorgen machen?



Also ich will der Kuh nichts Böses. Ich hoffe einfach sie weiss das und sieht es genau so. Gutes Tier, ganz ruhig bleiben jetzt. Hat ja niemand gesagt du musst aus deiner Weide ausbüchsen... Also los, wieder zurück mit dir hinter den Zaun.

Ohne Worte


Einfach nur den Moment geniessen!

18. Juli 2008

Schweres Erdbeben in Aarau?

Nein, natürlich nicht. Aber man könnte meinen, dass Aarau Opfer einer Umweltkatastrophe wurde, wenn man sich den Bahnhof anschaut. Einen Vergleich mit einem Bombenhagel lasse ich jetzt bewusst aus, wobei das alte Personal- und Bürohaus tatsächlich ein bisschen an so was erinnert.

Die Tage vom Aarauer Bahnhof sind also nun gezählt. Als erstes wurde das alte Schützendenkmal abmontiert, das steht inzwischen in der Glockengiesserei in einer Ecke. Auf einen neuen, definitiven Standort konnte man sich glaub noch nicht einigen. Dann hat man auf dem Bahnhofplatz ein modernes Provisorium erstellt, mit Ticketschalter, Reisebüro, Kiosk und Shops. Ja und nun ist es also soweit und der über 100jährige Bau wird Tag für Tag dem Erdboden gleich gemacht. Genau wie das Gebäude der Nationalbank, welches meines Wissens nach noch älter war als der Bahnhof.

Ich selber habe viele Erinnerungen an dieses uralte Bahnhofgebäude. Reisen nach Paris, Marseille, London, Mailand und so weiter haben meist auf Gleis 1 oder Gleis 2 angefangen. Während meiner Zeit als Rekrut stand ich Sonntag für Sonntag auf dem Bahnsteig, im Tenü grün und habe auf den Zug in Richtung Welschland gewartet. Früher bin ich aus Schullagern zurückgekehrt und meine Eltern haben mich vor dem Kiosk erwartet. In frühen Kindertagen bin ich jeden Sonntag mit meinem Vater zum Brunch gegangen, erst gab es da die neueste „Bravo“ und dann eine heisse Schoggi im Bahnhofbuffet oder im Hotel Aarauerhof, das gleich neben dem Bahnhof steht.

Auch ich habe natürlich Freude, dass es in Aarau bald einen neuen, modernen, hellen und schönen Bahnhof gibt. Allerdings wird meine Freude schon etwas getrübt, wenn ich sehe, dass all die alten Bauten komplett abgerissen werden. Es gibt alleine in der Schweiz viele Beispiele, wie das Alte in das Neue integriert werden kann. Luzern ist diesbezüglich für mich ein gutes Beispiel. Da wird Denkmalschutz gross geschrieben und trotzdem ragen viele moderne Bauten zwischen den alten Gebäuden hervor, ja werden sogar kombiniert. Das hätte ich mir für den Bahnhof Aarau auch gewünscht. Denn wenn schon solch uralte Bauten einfach platt gemacht werden, was erwartet uns da baulich wohl noch in den nächsten Jahren? Saalbau? Bezirksschule? Kanti? Nein, hoffentlich nicht...

Ich schau mir die Entwicklung in Sachen Bahnhof-Neubau jedenfalls täglich an und verfolge die Fortschritte. Schliesslich liegt die Grossbaustelle direkt an meinem Arbeitsweg. Genau so wie die vom neuen Stadion, welche ich dann auch mit Argusaugen verfolgen werde. Schliesslich geht es mir dann da wohl genau so, das alte Brügglifeld hat viel Charme und ich werde es vermissen. Der neue Fussballtempel wird wohl so aussehen, wie die meisten anderen Schweizer Stadien und ist halt eher ein Muss, als eine Entscheidung des Herzens. Aber wie sagte mal ein schlauer Mensch „Man muss auch mal loslassen können“.

17. Juli 2008

Die Tour ist gestorben

Ich hab heute nen freien Tag, draussen regnet es. Nach dem ich ausgeschlafen habe war ich mit einer ehemaligen Arbeitskollegin Mittag essen, danach ein paar Sachen erledigt, aufgeräumt und etwas geputzt. Naja, so halt das übliche Programm bei nem regnerischen freien Tag. Nicht weiter schlimm, muss ja sein und macht irgendwie auch Spass. Nun, es ist Sommer und seit Jahren gibts da für mich immer das gleiche Fernsehprogramm an so freien Tagen wie heute einer ist: die Tour de France!

Nur heute und auch schon letzte Woche wo ich Zeit gehabt hätte, will sich dieses Tour-Feeling nicht so richtig einstellen bei mir. Schon im Vorfeld der diesjährigen Grand Boucle hab ich mich gar nicht so interessiert für die Teams und die Fahrer. Mir scheint, dass all diese Dopinggeschichten bei mir einen tiefen Riss in der Radsportfan-Seele hinterlassen haben. Hinzu kommt, dass viele grosse Namen in diesem Jahr nicht mehr dabei sind, ebenso fehlen zahlreiche Teams, welche mir aus früheren Rennen bekannt waren.

War ich in den letzten Jahrzehnten ein eifriger TV-Zuschauer während der Tour, lässt es mich in diesem Jahr total kalt. Ich weiss weder wer das Maillot Jaune trägt, noch wo die Fahrer sich in diesen Tagen gerade befinden. Armstrong, Ullrich und Co. haben mir die Freude an diesem Spektakel in den letzten Jahren gründlich versaut. Und auch in diesem Jahr geht es ja nicht besser weiter. Schon zwei Spanier wurden des Dopings überführt, was einem das Interesse an der Tour halt auch nicht wieder zurück bringt. Bei jeder Alpen- oder Pyrenäenetappe denkt man zwangsläufig daran, dass der Sieger ja eh eine unerlaubte Substanz intus hat. Schade.

Dafür ist bei France 3 die Sendung "La Carte aux Trésors" wieder im Programm. 3 Helikopter, 2 Kandidaten und due charmante Moderatorin Nathalie Simon fliegen durch Frankreich und suchen versteckte Schätze. Für mich reichen eigentlich schon die herrlichen Flugbilder der Campagne, dass aber durch die mysteriösen Rätsel noch etwas Spannung aufgebaut wird, macht die Sache noch angenehmer. Ok, mein Fernweh wird bei dieser Sendung aufs härteste strapaziert, aber ich weiss ja, der nächste Ausflug in Richtung Südfrankreich steht demnächst auf dem Programm.