12. Januar 2008

Die Songs zum Wochenende

Ok, so neu ist er jetzt auch nicht mehr. Aber irgendwie hat er mich durch die letzten Wochen begleitet und ich hab mir die Zeilen mal auf Deutsch übersetzt. Hmmm, jo... der junge Mann der da singt hat irgendwie recht...

Find a new one to fool
Leave and don't look back. I won't follow
We have nothing left. It's the end of our time
There's no more rabbits in my hat to make things right




Ach ja, als Musikfan komme ich nicht drum herum, etwas von Stefanie Heinzmann aus Eyholz reinzustellen. Das ist die junge Frau aus dem Wallis die bei Stefan Raab's «SSDSDSSWEMUGABRTLAD» (Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf) gewonnen hat und das äusserst verdient. Denn wer mit 18 Jahren eine solche Stimme hat, WOW... der bzw. die hat es einfach nur verdient zu gewinnen. Und ich erinnere mich, dass vor einigen Wochen ein Prophet... hmm, lassen wir das. Viel Spass mit Track Nummer 2 zum Weekend. Ich freu mich echt aufs Album dieser jungen Frau!

11. Januar 2008

Zitat des Tages

Es kommt von Jürgen Klinsmanns Mutter Martha (Foto rechts) auf die Frage eines Journalisten, ob sie denn wisse, dass ihr Sohn jetzt Trainer bei Bayern München sei:

"Ne das habe ich nicht gewusst, ach du Scheisse.....!"

Foto: ARD

Amtsbladt - Bladtsda!

Hä, was will uns der Mann heute sagen? Also, ganz langsam: Amtsbladt ist der Bandname und die CD heisst "Bladtsda!". Und jetzt der Tipp von Monsieur Fischer, unbedingt weiterlesen. Es lohnt sich. Ich habe hier im Blog nun inzwischen doch schon einige CDs vorgestellt, aber noch selten habe ich mich über eine neue Platte so amüsiert wie über diese. Ich gebe es zu, ich habe von der Band bis vor kurzem noch nie was gehört. Seit ich die Platte aber im Haus habe, läuft sie über den iPod und wenn ich im Auto sitze natürlich im Autoradio. Das Teil macht einfach tierisch Spass.

Die Musik erinnert häufig an die tiefen achziger Jahre, aber wenn ich Amtsbladt jetzt in diese Schublade stecken würde, dann wäre das zu einfach. Schliesslich gibts auch Coutryklänge und sogar Volkstümliches zu hören. Ein bunter Mix, perfekt abgemischt und - darum ist mir das Ding so eingefahren - sensationelle Texte. Ich habe noch selten so gelacht, während ich mit dem Fuss zu den Gitarrenriffs gestampft habe. Ein bisschen Ärzte, ein bisschen Stevens Nude Club, ein bisschen Züri West, ein bisschen Mani Matter oder ein bisschen Baby Jail.. und dazu ganz viel Individualität. Aber eben, es hat hier keinen Wert die Musik zu erklären. Weiter unten gibts den Link zur MySpace-Seite und da gibts dann was auf die Ohren.

Nun aber schnell zu den Texten. Amtsbladt sind Geschichtenerzähler, und dann erst noch von der guten Sorte. Jeder Song hat eine herrliche Story, die das Hinhören sehr einfach macht. Mal ironisch, mal nachdenklich, mal einfach nur lustig. Los geht es mit "Tusigmal" einer Lovestory wie sie viele von uns schon einmal erlebt haben. Weiter mit de Single-Auskopplung "L.A", äusserst schräg mit starkem Countryeinfluss, plus Blasmusik. Dazu die tolle Stimme von Leslie von Redwood. Und bereits nach 2 Songs weiss man, was auf einem zukommen wird auf dieser CD.

"I han es Meitschi us LA, das wett scho lang wieder hei, hei nach LA, drom laht si me elei. LA isch far far away, kei Ahnig where to stay. Isch ächt hie or LA mis dehei?"

Das nur ein kleines Muster für die Kreativität Andri Krämer und Phil Scheck. Da sind Vollbluttexter am Werk und das beweisen sie dann auch gleich im Refrain des Songs "WK", der sich ums Schweizer Militär dreht:

"Jedes Jahr 3 Woche die Ehr, me cha se für nüd bruche aber si hei es Gwehr. Jedes Jahr fürs Vaterland mit Ach und Krach und ohni Verstand!"

Ich könnte jetzt aus allen 13 Songs irgendwelche Beispiele zitieren. Schier endlos scheint das Repertoir an genialen Textstellen. Es gibt Geschichten über deutsche Urlauber in der Schweiz, über Menschen denen ihr Aktien-Portefeuille wichtiger geworden ist als ihre Freunde, über Haustürenzweimalabschliesser und Bergaufbremser, über einen brennenden Zirkus, bei dem eine Löwin fast verbrannt wäre, weil sie den Ausgang nicht fand. 28 Kinder wurden dabei übrigens vertrampelt, der Vogelstraus ist ums Leben gekommen, weil er den Kopf im Sand hatte und nicht bemerkt hat, dass sein Hinterteil brennt.

Zwei Songs möchte ich aber trotzdem noch kurz erwähnen, bevor ich mich dann aus dem Schwärmen herausreisse. "Miss Sixty" ist ein herrliche Abrechnung... hmmm, mit wem? Mit Weib und Heimat?

"Weisch d Schwiiz chonnt mer mängisch vor wie dini Miss Sixty: e chli z'äng, e chli z'tüür, e chli z'chli und au scho chli verbii."

Hammer, ich als Schreiberling zieh da erfurchtsvoll den Hut, wenn ich solche Sachen höre. Ähnlich erging es mir beim Titel "Cha ned Lache", der sich ein bisschen von den anderen Liedern abhebt, weil er ruhiger und etwas weniger lustig ist als der Rest. Aber verdammt dieser Song beschreibt eine Trennung so gut, wie es noch selten auf Schweizerdeutsch gelungen ist. Darum hab ich mir die Mühe gemacht und die Zeilen mal schnell abgetippt:

"Jetzt tüe si eso wie si's geng scho hätte gseiht, die Tuble wo meine, das d Liebi chonnt und geiht. I cha ned eso tue, wie wenn nüd wär, es fallt mer so unendlich schwär. Cha ned lache hüt vor de Lüt. Wahrschinlich gahni kaputt ab dere Geschicht, spiel es Lied für mich. Aber es muess eis si vo Liebi wo wieder mau gschiiteret isch. Ha gmerkt du fälsch mer aus Fründ wo zue mer steiht. Ha niemer meh wo seit s'isch ihr Ornig we mini Wäut zämegheit. Cha ned lache hüt, vor all dene Lüt. Wahrschinilch gani kaputt ab dere Gschicht, spiel es Lied für mech. Aber es muess eis si vo Liebi wo wieder mau gschiiteret isch...."

Wer sich ein musikalisches Bild von Amtsbladt machen möchte, besucht sie auf ihrer MySpace-Seite. Leider stehen derzeit keine Konzerte vom Berner und vom Zürcher an, denke mir live könnte das noch ganz nett werden. Die CD gibts in jedem gut sortierten Shop zu kaufen und ich kann sie mit einer Höchstnote wärmstens empfehlen! Schliesslich werden wir Musikfans zu selten mit intelligenter, guter und erst noch witziger Musik verwöhnt!

10. Januar 2008

Ein Handy ist ein Natel ist ein Mobile...

Don Rivas hat zu einer Blogparade aufgerufen, mit einem Thema, das mich durchaus anspricht: es geht um Handys! Jaja, ein bisschen süchtig bin ich schon nach diesen Dingern, wobei ich auch sagen muss, dass ich im Gegenzug so gut wie kein Geld für diese Art von Gebrauchsgegenstand ausgebe! Aber es kann ja nicht jeder so einen uralten Knochen haben wie der Goggi, bei dem ich diese Blogparade entdeckt habe ;-)

1. Welchen Hersteller bevorzugst du?

Es kann nur einen geben, Sony Ericsson

2. Aus welchem Grund hast du dich für diesen Hersteller entschieden?

Ich hatte früher schon ein legendäres 800 Gramm Ericsson-Teil und nachdem die Zusammenarbeit mit Sony (eine meiner Lieblingsmarken in Sachen Elektronik) bekannt wurde, war für mich der Fall klar. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und irgendwie hab ich mich halt an die Funktionen gewöhnt.

3. Bist du mit deinem aktuellen Handy zufrieden? Ja/Nein? Warum?

Ich habe derzeit das K810i und bin eigentlich recht zufrieden. Klar, kleine Mängel gibts immer, so will manchmal der Fotoauslöser nicht so ganz wie ich will. Aber man kann ihn austricksen! Das Handy macht super Bilder, bietet kompletten Internet- und Mailzugang, hat viel Platz für Musik, ich kann damit Pokern, Bloggen und mich wecken lassen. Ach ja, Telefonieren geht übrigens auch.

4. Was muss ein Handy aus deiner Sicht alles für Funktionen besitzen? (Kamera, UMTS, Touchscreen, usw..?

Oh, das hatten wir ja oben schon fast. UMTS ist mir wichtig, da ich das Handy oft auch als kleinen Laptop benutze. Und da habe ich keine Lust auf lange Wartezeiten, wenn es um grössere Datenmengen geht. Weiter bin ich froh um eine gute Kamera, da bin ich mit der eingebauten Cybershot 3,5 natürlich bestens bedient. Die Sprachqualität, eine benutzerfreundliche Tastatur und eine gute Akkuleistung sind mir zudem ebenfalls noch wichtig.

5. Wie viel Geld würdest du maximal für ein Handy ausgeben?

Hmmmm... 50 Franken, wenn überhaupt? Ich schaue immer, dass ich mit meinem Anbieter Sunrise eine "einvernähmliche" Lösung finde, wenn es um eine Vertragsverlängerung geht. Dann meist für 1 Jahr, damit ich im nächsten Jahr wieder ein neues (es muss nicht das neueste sein) Modell aussuchen kann. Klar bin ich auch ich scharf auf das iPhone, für mich stimmen da aber das Preis-, Leistungsverhältnis nicht überein.

9. Januar 2008

Obama, Clinton oder doch ein Republikaner?

Ich war gestern Abend zu einem Nachtessen eingeladen (Danke an dieser Stelle!) und beim Rotwein kam das Gespräch auf die US-Präsidentschaftswahlen. Kandidat Barack Obama wurde von den Anwesenden als "zweiter Kennedy" gelobt und ich hatte den Eindruck, dass dieser Mann vorallem von Menschen, die Kennedy zum Teil noch erlebt haben, sehr geschätzt wird. Ein Hoffnungsträger quasi für eine besser Welt. Ich selber konnte mir bislang im Vorwahlkampf noch kein wirkliches Bild der Kandidaten machen, noch sind zu viele verschiedene Charaktere im Rennen.

Derzeit habe ich irgendwie den Eindruck, dass für jede Schicht der US-Bevölkerung ein Kandidat oder eben eine Kandidatin zur Verfügung steht. Wer streng gläubig ist nimmt Huckabee, Frauen wählen Hillary, Schwarze sind für Obama, Veteranen dürften für John McCain sein, Patrioten für Giuliani und so weiter. Verwirrend an der ganzen Geschichte, derzeit wählen Demokraten und Republikaner ja erst mal die Kandidaten, die dann am Schluss eventuell in den Präsidentschaftswahlkampf geschickt werden. Das Rennen läuft also weniger zwischen Elefanten und Esel, als vielmehr parteiintern.

Ernst nehmen kann ich das ganze Spektakel schon nicht so wirklich. Wenn Bill Clinton seiner Frau helfen will, darum Parteikollege Obama in den Rücken fällt und behauptet, dieser wäre gar nicht gegen den Irakkrieg wie er immer behauptet, dann wirkt das befremdend für mich. Schliesslich sollte doch das gemeinsame Ziel der Demokraten sein, Bush und seine Republikaner aus dem Weissen Haus zu schiessen. Sich dann aber im Vorwahlkampf gegenseitig ins schlechte Licht zu stellen, kommt mir schräg rein.

Nun, Bill Clintons Attacke gegen Obama scheint - wie der Heulkrampf seiner Frau vor laufenden TV-Kameras - seinen Zweck erfüllt zu haben. Jedenfalls hat letzte Nacht in New Hampshire nicht wie erwartet Obama gewonnen, sondern eben Hillary. Diese hat nun wieder zünftig Rückenwind, nachdem sie letzte Woche nach ihre Niederlage in Iowa von ersten Experten bereits abgeschrieben wurde. Klar hoffe ich, dass ein Demokrat ins Weisse Haus einzieht, wenn er jünger als der bisherige Präsident wäre und von mir aus auch gerne schwarz, dann wäre das vielleicht tatsächlich der Idealfall. Aber wer weiss das schon? US-Wahlkampf steht dafür, dass er aus Show besteht. Die wahren Ziele und Fähigkeiten der Kandidaten kommen oft erst nach der eigentlichen Wahl ans Tageslicht. Und dann ist es oft zu spät, siehe das aktuelle Beispiel. So gesehen ist das Highlight dieser US-Präsidentschaftswahl wohl, dass der jetzige Amtsinhaber im November definitiv nicht mehr gewählt werden kann und sein Büro Anfang 2009 endgültig verlassen muss...

Fotos: AP