2. September 2011
1. September 2011
Ich bin dein Vater, Luke!
Imperialer Besuch in der Kantonshauptstadt: Star Wars kommt nach Aarau!
Darth Vader und seine Mitstreiter aus der berühmten Star Wars-Saga besuchen am Samstag, 10. September 2011 unsere Stadt! Von 12 bis 15 Uhr sind der Vater von Luke und weitere bekannte Star Wars-Figuren, gestellt durch die Swiss Garrison, in der Spielwarenabteilung vom Manor Aarau zu Gast! Dort können sich die kleinen Gäste am Foto-Corner ihr persönliches Pic durch das Team des Aarauer Fotografen Markus Ernst knipsen und zusätzlich von den Stars unterschreiben lassen.
Danach zieht der imperiale Besuch weiter zum Platzhirsch in die Rathausgasse. Dort findet ab ca. 18 Uhr unter dem Motto „Star Wars goes Platzhirsch“ ein Event der besonderen Art statt: Nebst galaktischen Cocktail-Kreationen erwarten die Gäste DJ R. Bronx, weiterhin das Fototeam (Creative Pic Team) und einige Überraschungen.
Warum ich das hier in meinem Blog veröffentliche? Der gesamte Erlös des Fotoposter-Verkaufs kommt vollumfänglich der Stiftung Wunderlampe zu Gute, welche Herzenswünsche von schwerkranken oder behinderten Jugendlichen erfüllt. Also los: Laserschwert einpacken und das Datum schon mal vormerken – möge die Macht mit euch sein!
31. August 2011
Wirbel um holländische Asyl TV-Show
In Holland gibt es einige Aufregung um eine angeblich menschenverachtende neue TV-Show. Der öffentlich-rechtliche Sender VPRO hat die Show "Weg van Nederland" angekündigt, bei der abgelehnte Asylbewerber um einen Geldkoffer spielen müssen. Konzept und der Trailer für die Show sind freilich derart überzogen, dass es sich wahrscheinlich um einen Fake handelt. 2007 gab es einen ähnlichen Hype um eine angebliche Organspender-Show, die sich als PR-Aktion fürs Organspenden entpuppte. Wahrscheinlich wollen die Macher von "Weg van Nederland" in ähnlicher Weise auf die problematische Lage von abgelehnten Asylbewerbern in Holland aufmerksam machen. Der geplante Ausstrahlungstermin ist am 1. September um 20.25 Uhr beim Sender Nederland 3. VPRO ist ein öffentlich-rechtlicher Sender in Holland, der den Kanal von Nederland 3 nutzt.
Im Netz gibt es bereits einen Trailer für die Show "Weg van Nederland". Angeblich müssen die abgelehnten Asylbewerber in der Sendung Fragen zu Holland beantworten. Wer das Land, aus dem er oder sie nun ausreisen muss, am besten kennt, darf einen Geldkoffer mit 4.000 Euro entgegennehmen. Zuschauer, die keine Asylbewerber sind, können immerhin eine Reise auf die Karibikinsel Curaçao gewinnen.
Vorbild für die Aktion ist offenbar "De grote Donorshow". Im Jahr 2007 kündigte der holländische Privatsender BNN an, im Rahmen einer Spielshow eine Spenderniere einer unheilbar kranken Patientin als Preis auszuloben. Die Empörung im Vorfeld war gewaltig. Zum Sendetermin stellte sich dann heraus, dass das vermeintlich skandalöse Konzept eine PR-Aktion war. Der Sender wollte darauf aufmerksam machen, dass es in Holland zu wenige Organspender gibt.
Noch Fragen? Die spinnen die Holländer. Aber immerhin schaffen sie es Jahr für Jahr wieder medial für Aufsehen zu sorgen. Ob man das gute finden muss? Hmmm, nicht wirklich. Finde ich.
Quelle: meedia.de
Quelle: meedia.de
30. August 2011
Tom Waits in Aarau!
Richtig gelesen, Tom Waits besucht Aarau. Zumindest im Geiste. Denn am kommenden Freitag präsentiert der Aarauer Musiker Reto Hochstrasser live Songs vom grossen Meister. "Frank’s Wild Years" basiert auf einem Theaterstück von Tom Waits aus dem Jahre 1985. Das Stück handelt von einem gescheiterten Akkordeonspieler. Angelehnt an seinen Vater und unverbesserlicher Trunkenbold Jesse Frank Waits. Als der US Talkmaster David Letterman ihn in einer Sendung einmal fragte, worum es in diesem Stück geht, sagte er in seiner selbstironischer Weise "Es ist ein Mischung aus einem Liebesroman und dem neuen Testament." Aber eben, es geht um die Musik, "Frank’s Wild Years" ist darum auch der Titel des gleichnamigen Albums und ebenso ein Track auf dieser Platte. Die erste Textzeile, heisst übersetzt in etwa...:
„Frank hat sich jetzt im Tal niedergelassen.
Seine wilden Jahre hat er an den Nagel gehängt.
Und zwar an den, den er seiner Frau in den Schädel geschlagen hatte.“
Erinnert schwer an die kaputte Fantasie eines Charles Bukowski. Gut, oder? Reto Hochstrasser faszinieren die Geschichten von Tom Waits, die immer nah am Abgrund aber in einem realen Leben stattfinden. Geschichten, die jeder schon einmal selbst erlebt oder gehört hat. Seine Inszenierungen, die auch zum Teil an Brecht/Weil erinnern lassen inspirieren den Aarauer Pianisten und Waits' Piano ist einfach zum Kotzen schön. Er sagt zu seinem Projekt:
"Der Titel des Projekts „Frank’s Wild Years“ hat für mich gut geklungen und es ist mir schliesslich auch nichts besseres eingefallen. Unter dem Namen „Frank’s Wild Years“ interpretiere ich Tom Waits Songs vom frühsten Anfang bis zu seinen neusten Alben."
Ein Abend zum vergessen, zu trinken und zu lieben…oder so. Wer dabei sein möchte, der reserviert sich den kommenden Freitagabend, 2. September und kommt in den "Frosch" nach Aarau - gleich neben der Stadtkirche. Los gehts gegen 20 Uhr!
29. August 2011
Musig i de Altstadt 2011 - es war toll!
Ja, leider ist es schon wieder vorbei: das Festival "Musig i de Altstadt". Die Ausgabe 2011 gehört der Vergangenheit an. Schade, denn es war ein grossartiger Anlass, der in guter Erinnerung bleiben wird. Ein paar persönliche Highlights gefällig? Da war der Apéro zum Start in der Markthalle, das OK und seine Präsidentin Rosi Finocchiaro begrüssten Sponsoren und Gäste mit gutem Wein und leckeren Häppchen. Danke übrigens an dieser Stelle für die netten Worte...
Kurz danach ging es los mit Craven, ein paar Rocker aus Aarau welche zwar noch seeeehr jung sind, aber ihre Instrumente durchaus im Griff haben. Und wenn dann der Leadsänger noch den Stimmbruch kriegt, dann klappt das auch mit dem gutturalen Gesang ;-)
Weiter ging es dann am Freitagabend mit Bands wie Unique oder Ringo. Wir haben uns - trotz Regen und zuvor angekündigtem Weltuntergang - auf Rappel konzentriert. Mein Ex Lehrer Beat Rossi und seine Kumpels wussten einmal mehr zu überzeugen und sorgten in der Crêperie für südfranzösisches Flair. Schade übrigens, dass es da kein Fischer-Bier mehr gibt. Angefangen hat das Konzert übrigens drinnen, aber Petrus hatte ein Einsehen und der zweite Teil fand dann in der Pelzgasse statt.
Eines der Highlights vom Freitag war klar Adrian Weyermann. Der Ex-Frontmann von Crank wusste solo auf der Bühne der Tuchlaube zu überzeugen. Seine Stimme ist echt stark, das Songmaterial hat internationales Format. Kurz, ein grossartiger Auftritt vom Zürcher. Im Camino ist dann am späteren Abend noch Elvis aus dem Reich der Toten auferstanden, im Jojo gabs Ricky Harsh, im Butchers Punkrock - der war zwar gut, aber für die Location viel zu laut.
Der Samstag startete - zumindest an der Milchgasse - mit einem leckeren Zmorge, ganz nach dem musikalischen Motto "Sektfrühstück bei Real Madrid". Später dann ein paar Takte Ländlermusik in der Markthalle, kurzer Zwischenstop zum Wow-Apéro in der Tuchlaube und dann in die Markthalle: Hi Grip! Die Helden meiner Jugend, unser Band-Stolz der 80er Jahre. Ja, wir haben die Jungs, welche inzwischen zu älteren Herren mutiert sind, damals durch die halbe Schweiz begleitet. Gut sind sie immer noch, wenn auch etwas ruhiger als früher. Abgelöst wurden sie von Snöff, in Aarau ebenfalls gut verwurzelt und bestens bekannt. Ihre Hits wussten das Publikum zu begeistern und der erste Erdbeer-Caipi vom Boiler Team konnte bestellt werden.
Den vermutlich speziellstesn Event des ganzen Festivals gabs dann gegen 21 Uhr in der Stadtkirche. Da trat der Pariser Musiker Hampus Lindwall auf, er bespielte die grosse Orgel der reformierten Kirche und auf einer Leinwand gabs dazu den Stummfilm "Faust" aus dem Jahr 1926. Das Ganze war sehr eindrücklich und durchaus mit Gänsehaut verbunden, dass man dazu in der Kirche noch Bier trinken durfte, machte den Event noch schräger. Leider war der Film viel zu lange, nach ca. 45 Minuten ging ich darum dann weiter.
Next Stop: James Gruntz. Die Tuchlaube war proppenvoll, so stand ich draussen auf einem Stuhl und lauschte der speziellen Stimme des jungen Sängers. Mir persönlich klangen die Songs - alle akustisch - dann auf Dauer etwas zu ähnlich, sodass ich in die Markthalle zu Sina gewechselt habe.
Was es da gab, war hochprofessionell. Super abgemischt, gutes Licht und Sina in bester Laune. Leider hab ichs nicht sooooo mit der Walliserin. Trotzdem, der Auftritt war solide und die Fans begeistert.
Gegen 22 Uhr war die Altstadt so richtig am rocken. Aus allen Beizen kam Musik, egal ob HipHop, Rock oder afrikanische Beats - wie zum Beispiel in der Waage. Die Kneipen waren ausnahmslos gut gefüllt, die Stimmung war genial und auch auf der Gasse war viel los. Nur die Busse haben mal wieder gestört, aber das ist ein anderes Thema.
Meinen persönlichen Abschluss fand ich dann im 3. Stock. Da hat Alex Crivero mal wieder gezeigt, dass er zu den besseren DJs in der Region gehört. Es gab viel HipHop, genial abgemischt und die Stimmung war entsprechend auf dem Siedepunkt, was dann schliesslich einen letzten Caipi - gut gemixt von Barman Reto - durchaus gerechtfertigt hat. Fazit: trotz Wetterpech und kühlen Temperaturen war "Musig i de Altstadt" auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Die Leute haben bemerkt, dass es viel gute Musik und tolle Stimmung gibt - ohne dass man dafür Eintritt bezahlen müsste. So gesehen freue ich mich schon auf die Ausgabe 2012, die ersten Namen sind ja bereits im Umlauf. Lasst euch überraschen!
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