12. September 2011

Die Güggel sind wieder gerannt

Schön wars, das letzte Pferderennen im Aarauer Schachen in diesem Jahr. Im Gegensatz zum Sonntag von vor einer Woche hat gestern auch das Wetter mitgespielt, statt Dauerregen und Kälte gab es viel Sonne und der kurze Regenschauer tat schon fast gut. Entsprechend dem Wetter haben sich auch Kreti und Pleti (kennt die eigentlich jemand persönlich?) auf der schönsten Pferderennbahn der Schweiz eingefunden. Das kam nicht zu Letzte davon, weil die FDP, die Jura Cement und das Kantonsspital Aarau je ein Rennen gesponsert haben und entsprechend Gäste mitgebracht hatten. Ich selber kam, Haui sei Dank, zu einer Tribünenkarte und hab schliesslich am Ende des Tages zugesagt, dass ich in der nächsten Saison offiziell Mitglied beim ARV bin. Die brauchen schliesslich auch immer mal wieder Geld um die Rennen zu organisieren und im Gegenzug gibts Freikarten.


Nun, kurz zu den Rennen. Wenn man vier Starter hat an einem Tag, die dann drei Rennen gewinnen und in einem einen Doppelsieg nach Hause bringen, kann man von einem "Hattrick Plus" schreiben. So geschehen für Anton und Verena Kräuliger gestern. Trainer Andreas Schärer gewann wie schon eine Woche zuvor drei Rennen, Nicolas Guilbert nun ebenfalls. Der perfekte Tag also für Blau-Orange. Entsprechend gross die Freude, vor allem nach dem Cross-Country, dem Abschluss des Tages, konnte der Jockey sein Partygefühl nicht mehr zurückhalten. Leider war der Einlauf für mich in der falschen Reihenfolge, ich hatte zwar die richtigen Pferde aber eben. Platz 1 und 2 vertauscht, worauf ich dann die Tradition in diesem Rennjahr vorgesetzt habe: kein Glück beim Wetten. Aber eben, Pech im Spiel = Glück in der Liebe.

Ach ja, man durfte ja befürchten, dass der Regen vom ersten Herbstweekend Spuren hinterlassen würde, aber nein. Die Bahn präsentierte sich nur eine Woche nach dem verregneten Meisterschafts-Renntag in sehr gutem Zustand, was auch von den Aktiven lobend erwähnt wurde. Und wie Eingangs erwähnt, die Hütte war voll: Offiziell 9800 Zuschauer sorgten am letzten Aarauer Renntag der Saison 2011 für eine würdige Kulisse. Abgerundet wurde der Nachmittag dann noch mit einer Einladung zum VIP Apéro, leider weiss ich gar nicht mehr, wem ich die genau die Eintrittskarten ins weisse Zelt zu verdanken hatte, unbekannterweise an dieser Stelle aber noch einmal Merci! Neben leckerem Weisswein und Ansprachen gabs zum Abschluss aber vor allem noch gute Gespräche mit der Aarauer Stadtprominenz, man lernte ein paar Wahlherbstkandidaten näher (oder anders) kennen und traf Leute aus alten Schulzeiten.

11. September 2011

Der Song zum Wochenende

Passend zum 11. September. Bloss, dieses Lied wurde vor über 20 Jahren geschrieben, hat aber auch im Jahr 2011 auch noch nicht an Aktualität verloren. Die Bilder dazu, ich meine vom 11. September 2001, werden in diesen Tagen mehr als genug wiederholt. Man höre sich aber mal den Text von diesem Song an, gar nicht so unpassend wie ich finde. Schönen Sonntag allerseits. 

9. September 2011

Selber schuld

Ja, wirklich selber schuld. Wer gestern Abend nicht im KiFF war, der hat was verpasst. Und leider haben sehr viele etwas verpasst. Aber eben, selber schuld. SCHERBE kontra BASS waren zu Besuch. Marius del Mestre von den legendären Ton Steine Scherben und sein Kumpel Akki Schulz spielten über 2 Stunden lang Songs von Rio Reiser und eben den Scherben. Und es waren verdammt gute zwei Stunden. Egal ob "Junimond", "Menschenfressermenschen", "Keine Macht für Niemand" oder "Der Traum ist Aus" - alle grossen Hits gabs live. Gesungen von Marius, begleitet durch Gitarre und Kontrabass. Ein einmaliges Erlebnis. Vor allem für mich, als riesigen Fan von Rio und seinen Scherben gabs gleich mehrere Male Gänsehaut an diesem Abend. Und das lag nicht nur an meiner zauberhaften Begleitung...

Wie, Du kennst Rio und die Scherben nicht? Für eine Gruppe wie Ton Steine Scherben wurde der Begriff Kultband erfunden. Sänger Rio Reiser, obwohl leider in den 90er Jahren zu früh an Aids verstorben, hat bis heute Fans, die gerade mal 20 sind. Hits wie "Alles Lüge" oder "König von Deutschland" sprechen Generationen aus der Seele. Marius del Mestre kam als Gitarrist 1980 mit gerade mal 19 Jahren zu Ton Steine Scherben und er zog noch im gleichen Jahr mit den Berlinern auf einen Bauernhof in die Kommune in Fresenhagen nach Nordfriesland. 2005 schloss sich del Mestre der Nachfolge-Band Ton Steine Scherben Family an, mit Kontrabassist Akki Schulz fand er vor einem Jahr den geeigneten Partner für das Duo SCHERBE Kontra BASS. Das Duo macht wie gesagt ziemlich Gänsehaut, bringt zum Lachen und pflegt den Scherben-Mythos, ohne einfach belanglos nachzuträllern oder zu posieren. 

Zum Konzert gestern Abend im Foyer vom KiFF. Beide sangen abwechselnd und haben den rotzigen Rio-Reiser-Ton wunderbar getroffen, ohne dabei ihre eigene Persönlichkeit zu verleugnen, und sie spielten dazu äusserst virtuos ihre Instrumente. Gerade der Kontrabass gab den Stücken einen ganz eigenen Reiz. Akki und Marius fielen sich gegenseitig ins Wort, tanzten, trieben sich bei Soli den Schweiss auf die Stirn und überraschten mit zahlreichen Zugaben. Nach dem Konzert ergab sich die Möglichkeit, mit Marius über die Jahre bei den Scherben zu plaudern, er erzählte so manche (zum Teil sehr persönliche) Begebenheit - welche an dieser Stelle aber nicht wiederholt werden. Wer einmal die Chance haben sollte, die beiden Herren live zu sehen, der sollte das unbedingt tun. Es ist eine musikalische Reise in die revolutionäre Zeit der Rockmusik. Rio lebt! Und das ist gut so. 

Und wenn wir schon bei deutschem Kult sind, passend zum Krautrock-Abend hab ich noch leckere Geschenke aus der ehemaligen DDR erhalten. Ostalgie pur!

7. September 2011

Xherdan Shaqiri Superstar?

Behrami, Xhemaili, Mehmedi, Shaqiri, Xhaka, Bunjaku... die Schweizer Nati hat gestern Abend Bulgarien besiegt und wenn man auf dem Arbeitsweg die SVP-Wahlplakate sieht, dann kommt zumindest mir das schon ein bisschen komisch vor. "Albaner schlitzen Schweizer auf!", vielleicht sollte die Volkspartei ihre Slogans wirklich noch einmal überdenken. "Albaner schiessen Schweizer zur EM!" oder "Albaner begeistern Schweizer Fussballfans!". Denn mal ehrlich, so gross sind die Unterschiede zwischen der Schweiz und Albanien nicht wirklich. 



Und falls das mit der Integration schweizweit nicht klappen sollte, in Aarau sollten sich die Albaner sonst besonders wohl fühlen. Wer das Logo von unserem Altstadtbier kennt, weiss warum. Ansonsten hier eine kleine Gedankenstütze in Sachen Heraldik.