2. Februar 2008

Zeitreisen sind möglich, Musik sei dank

Ich hab letzte Nacht nach langer Zeit mal wieder mein Tanzbein geschwungen. Naja, eigentlich waren es ja beide Beine, nur mit einem sähe ja auch doof aus. Dank Tapas zur Stärkung, Rioja und Bierchen zum Beine locker machen und gut aufgelegter Begleitung fiel der Gang auf die Tanzfläche des Boiler Clubs in Aarau nicht mal so schwer. Hinter den Turntables stand übrigens She-DJ Gela X, angesagt waren Songs aus den 70er, 80er und 90er Jahre.

Der Mix war wirklich gut, muss ich neidlos zugeben. Egal ob James Brown, Blur, Depeche Mode, U2 oder Nirvana wurde eigentlich jeder Musikgeschmack bedient. Etwas das mir irgendwie in diesen Tanzschuppen oftmals etwas fehlt. Häufig gibts halt ne Nacht lang House, Soul/Funk/RnB oder was auch immer. Mir verleidet das dann meist nach ein paar Songs und ich verzieh mich von der Tanzfläche und widme mich dem Plaudern. Gestern gabs zwar auch ein paar gute Gespräche, die fanden jedoch vor und nach der Fischerschen Tanzwut statt. Mal wieder rumhüpfen zum "Song 2" oder "Smells like Teen Spirit", dämliche Moves aufs Parkett legen zu "Kiss" von Prince oder schmachten zu den Bee Gees oder mitsingen zu Snow Patrol. So machts Laune.

Und scheinbar war nicht nur ich dieser Meinung, trotz verschiedensten Fasnachts-Parties und Skiferienzeit war der Club gut gefüllt und man traf das eine oder andere bekannte Gesicht. Und anders als an anderen Abenden waren die Leute bis zum allerletzten Song auf der Tanzfläche versammelt und hatten Spass. Und wenn ich mir jetzt noch jemand sagen könnte wie dieser allerletzte Song geheissen hat. Wollte ihn mir nämlich merken und heute runterladen.. Mein Gedächtnis nimmt sich aber heute gerade eine kleine Auszeit. Dass das damit zusammenhängt, dass ich erst zur Haustür rein kam, als der neue Tag schon zu einem Viertel rum war, streite ich natürlich vehement ab!

Ein Handy ist ein Natel ist ein Mobile... The End!

17 BloggerInnen haben an der Handy-Bloggerparade teilgenommen und Don Rivas Aufruf folgenden, veröffentliche ich nun die Liste aller Teilnehmer, die das interessante Thema aufgenommen haben.

  1. Blogparade - Mobile auf Apfelknacker
  2. Remixblog » Blogparade - Mobile
  3. Goggiblog - Handy-Müde
  4. textworker - Blogparade - Mobile
  5. Puppet-Master.ch - Mein Begleiter wenn ich Unterwegs bin…
  6. mkellenberger - Blogparade - Mobile
  7. Rootix.ch - Blogparade - Mobile
  8. blogIK - Blogparade - Mobile - mein Beitrag…
  9. Monsier Fischer - Ein Mobile ist ein Natel ist ein Mobile
  10. u9tupfing - Das Handy Ruin einer Generation
  11. Alleswasbewegt.de - Blogparade - Mobile
  12. Reflections » die welt der handys…
  13. kopfchaos - Meiner ist kleiner
  14. Steini’s Garden » Blog Archive » Blogparade - Mobile
  15. Blogparade Mobile » Nordsee-Club24
  16. Nur ein Blog - Welches Mobiltelefon suche ich
  17. Nokia nervt - teures iPhone - Alternativen? » uteles Blog
  18. DonRivas.ch » Blogparade - Mobile mein Beitrag

Der Song zum Wochenende

Björk präsentiert mal wieder ein Video-Meisterwerk, "Declare Independence" heisst der Song dazu, ab dem Album Volta. Wer die Nerven hat und die ganzen 4 Minuten 28 durchschaut wird echt belohnt. Nerven darum, weil Björk halt nicht Musik für jeden Geschmack macht. Ich liebe ihre Stimme, ihre Videos und ihre Art und entsprechend habe ich auch dieses Video (Single-Release gestern Freitag) ins Herz geschlossen. Und das nicht nur wegen der tollen Textzeile: "Declare Independence, don't let them do it to you. Raise your Flag!" Sind wir nicht alle nur Maschinen?? "Domo Arigato Mr. Roboto" (Styx) oder "You're just another Brick in the Wall" (Pink Floyd) lassen grüssen...



Ach ja und wer sich nach diesem Video fragt, warum man(n) Björk mögen sollte, dem lege ich dieses Video von ihr und Harald Schmidt ans Herz. So cute!

1. Februar 2008

Manchmal, ja manchmal....

... hat es durchaus Vorteile in einer Druckerei/Werbeagentur zu arbeiten, einen Mac vor sich zu und kurz vor Feierabend noch etwas Zeit zu haben.... Genau in solchen Situationen entstehen so lustige Sachen wie zum Beispiel meine Umzugsanzeigen!

Die Narren sind mal wieder los, leider

Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt in die Nesseln setze: Ich mag keine Fasnacht (Karneval, Fasching, Fastnacht)! Bevor ich hier aber bereits nach dem ersten Satz kräftig virtuelle Haue kriege, gleich der Hinweis, ich respektiere alle, die diese Feier mögen. Womit wir dann auch gleich bei "meinem Problem" in Sachen Fasnacht wären, ich möchte nicht damit belästigt werden.

Ich stamme aus einer (reformierten) Gegend, in der Fasnacht gänzlich unbekannt ist. Zumindest war das über Jahrhunderte so. In den letzten Jahren gibt es jedoch immer mehr Bemühungen der Fasnachtsfraktion, diese Feier auch in unseren Breitengeraden aufleben zu lassen. Da tauchen dann mitten im Abend in einer gemütlichen Beiz (means Kneipe) lustig verkleidete Gestalten auf und spielen mit ihren Instrumenten Katzenmusik. Und das komischerweise nicht nur während der Fasnachtszeit - die ja mit nicht einmal einer Woche noch verhältnismässig kurz wäre -, sondern einfach so Mitten im Jahr. Hauptsache der 11.11. ist rum.

Sagen wir mal so, wenn ich auf die "Sex Pistols" stehe und als Punk durch die Gegend spaziere, dann versuche ich ja - im Normalfall - auch nicht jeden mit dem Virus "Sex Pistols" und dem Gedankengut eines Punks zu infizieren. Diese Fasnachtsmenschen machen mir aber genau darum etwas Angst, Tom Cruise lässt grüssen. Wenn sie verkleidet auf einen zukommen, dann muss man zwangsläufig mit ihnen rum hüpfen, mitsingen oder sich anschliessend zumindest die Konfettis aus den Zähnen grabschen. Trauen tun sich diese Menschen ihren unbändigen Drang zum Schabernack nur, weil sie hinter einer Maske sicher versteckt sind. Aus dem gleichen Grund liegt dann auch mal Fremdvögeln oder Komasaufen drin. Es ist ja Fasnacht, alle sind lustig und alles ist erlaubt. Am Donnerstag nach dem Aschermittwoch geht der Polizist dann wieder zurück zu seiner Frau und die Büroangestellte zu ihrem Freund.

Für mich geschehen während der Fasnachtszeit irgendwie viele Dinge unter dem Deckmäntelchen des organisierten und befohlenen Lustigseins. Ich war früher ein paar Mal DJ an grossen Karnevalsbällen, was ich da gesehen habe, geht auf keine Kuhhaut. Aber ebe, als ich zum Beispiel in Luzern gewohnt habe, konnte ich mich durchaus auch mit dem tollen Umzug anfreunden. Während meiner Zeit in Basel, Baden oder Solothurn haben es mir die Schnitzelbänke sehr angetan. Aber mit dem alljährlichen Rudelbums mit Ansage, begleitet von 10 Hektolitern Bier, konnte ich irgendwie nie was anfangen.... Ganz unter dem Motto, man kann auch lustig sein ohne Fasnacht :-)

Aber eben, ich will keine Spassbremse sein (Hilfe, bin ich das?). Ich erachte die Fasnacht an den Orten, an denen sie traditionell gefeiert wird und auch hingehört durchaus als tollen Brauch, den man auch pflegen soll. Ob nun so wie in Deutschland mit Krawatten abschneiden und Büttenreden oder wie in Basel mit Trommler und Pfeiffer oder in Luzern mit dem legendären "Fötzeliräge" oder in Speuz, Venedig oder in Rio... einfach mit der Bedingung, lasst mich damit in Ruhe und wenn ich heute Abend ausgehe, möchte ich mich während dem Essen mit meinem sympathischen Gegenüber unterhalten können, ohne dass mir ein in Jägermeister getränkter Clown mit seiner Trompete ins Ohr tröööötet.